An Karos Erstkommunion scheint die Welt noch in Ordnung. Mama und Papa sind ganz für sie da. Doch schon am Abend kommt es zum Streit zwischen den Eltern. Er hat offensichtlich ein Verhältnis, die Mutter zieht mit Karo aus. Karo ist verzweifelt und spricht mit ihrem Walkie Talkie zu Gott. Der antwortet plötzlich in breitestem Wienerisch und ist gar nicht der liebe Onkel, sondern mehr ein sehr direkter älterer Herr.
Karo findet heraus, dass er unter ihr wohnt und spricht mit ihm durch den Briefkastenschlitz. Vor dem Haus begegnet Karo eines Tages einem heruntergekommenen, Suffkopf, der dieselbe Stimme hat wie der Liebe Gott. Er scheint es tatsächlich zu sein und die beiden freunden sich an. Die gemeinsame Mission: die Eltern von Karo wieder zusammen zu bringen. Und das ist gar nicht so einfach. Vor allem behauptet der schrullige ältere Herr, dass er gar nicht der Liebe Gott ist, auch wenn immer wieder erstaunliche Wunder in seiner Gegenwart passieren.
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| FILMKRITIK
Dieser Film, wird zunächst als gewöhnliche Story um eine Familie, die zum Patchwork zu werden droht, angelegt. Die Schauspieler sprechen Hochdeutsch und die Ereignisse könnten überall stattfinden. Dann kommt diese Stimme ins Spiel, die Stimme Gottes, die in breitem, oft sehr unfeinem Wienerisch spricht. Später, wenn er in Persona eingeführt wird gesellt sich passend zur Sprache ein derber Typ. Dieser Typ ist es, der die recht herkömmliche Geschichte um die drohende Scheidung der Eltern von Karo, über durchschnittliches TV-Format erhebt. Trotzdem bleibt fraglich, ob der Film nicht im Fernsehen besser aufgehoben wäre als auf der Leinwand.
Es wird eine zeitgemäße Geschichte erzählt, die zuhauf im realen Leben so oder ähnlich passiert. Dennoch sind vor allem die Teile, die Karo zusammen mit Gott zeigen anrührend und eine Ode an die unbelastete Freundschaft zwischen einem älteren Herrn und einem kleinen Mädchen. Das wird von den Figuren im Film, insbesondere den Eltern, natürlich anders wahrgenommen. Sie sind schockiert, als sie die Freundschaft zwischen den Beiden entdecken und vermuten das Schlimmste.
Der ältere Herr, oder der Liebe Gott, hilft Karo zunächst, ihren Wunsch zu verwirklichen, die Eltern wieder zusammenzubringen, doch bald merkt sie selbst, dass ihre Versuche scheitern. Zeitgleich versucht er ihr die Augen zu öffnen, dass es manchmal besser ist, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Denn, waren die Eltern wirklich noch glücklich? Der Film findet eine zeitgemäße Lösung für dieses Problem mit ein bisschen Hilfe „von oben“.
Einige der Schauspieler in den Hauptrollen bieten eine hervorragende Leistung: ganz vorne ist der Darsteller des Lieben Gott zu nennen, aber auch die kleine Karo und ihre Mutter sind gut besetzt.
„Karo und der Liebe Gott“ ist eine berührende, leicht erzählte Geschichte über ein kleines Mädchen, dass seine erste Lebenserschütternde Krise bewältigt.
| FAZIT
Netter Film über eine auseinander brechende Familie, was die Tochter mit „himmlischer Hilfe“ versucht zu verhindern.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung