Die beiden New Yorker Joy und Jack lernen sich in Las Vegas kennen, wo sie eine rauschende Partynacht verbringen. Am nächsten Morgen stellen sie zu ihrem Entsetzen fest, dass sie sogar geheiratet haben. Sie vereinbaren also einvernehmlich die Scheidung, doch dann gewinnt Jack drei Millionen Dollar am Spielautomaten – mit Joys Geldmünze. Jack will nicht teilen, also erinnert ihn Joy daran, dass sie ein Ehepaar sind. Die Sache landet vor Gericht und das Urteil lautet: Die Millionen werden sechs Monate lang eingefroren und die Frischvermählten müssen sich in der Zwischenzeit Mühe geben, ein Paar zu sein. Joy zieht also bei Jack ein – und schon fliegen die Fetzen.
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| FILMKRITIK
Die turbulente romantische Komödie „Love Vegas“ trumpft mit einem Traumpaar des Genres auf: Cameron Diaz und Ashton Kutcher ziehen alle Register ihrer ausgelassenen Spielfreude. Ob sie in Las Vegas einen drauf machen, mit Baguettes aufeinander einschlagen oder sich betont lieb anlächeln, nur um den nächsten Streich aus dem Ärmel zu ziehen, Joy und Jack sind vom gleichem flotten Kaliber. Da ist es fast schon nebensächlich, durch welche Handlung Diaz und Kutcher führen, aber das pointen- und wendungsreiche Drehbuch kann sich auch sehen lassen.
Wie einfach hätte das alles sein können: Zwei Unbekannte heiraten nach einer durchzechten Nacht in Las Vegas und gewinnen am nächsten Morgen drei Millionen Dollar – sozusagen als Grundstein für eine glückliche Ehe. Hier aber liegen die Dinge anders, denn der verspielte Jack will keine Frau in seiner Wohnung, und Joy trauert ihrem Ex nach. Die Scheidung ist also schon beim Frühstück kein Streitpunkt zwischen den beiden, doch dann kommt Jacks Millionengewinn, und Joy reklamiert die Hälfte.
Es gibt ein Wiedersehen in New York vor dem Richter, und der hat was dagegen, dass die Institution der Ehe auf die leichte Schulter genommen wird. Wollen Joy und Jack überhaupt etwas von dem Geld sehen, so müssen sie sechs Monate lang zusammen leben, und wöchentliche Sitzungen bei einer Eheberatung sollen ihre Bemühungen kontrollieren. Die von Queen Latifah gespielte Eheberaterin macht Joy und Jack schnell klar, dass sie auf süßliche Liebesbeteuerungen nicht hereinfällt.
Die beiden Streithähne, die in Jacks verdreckter Junggesellenwohnung um Popcorn und Badbenutzung kämpfen, werden assistiert von ihren jeweils besten Freunden. Joys Helferin und Jacks Freund und Anwalt hassen sich wortstark. Beide beraten sie das Paar, wie der Gegner gerichtswirksam ausgetrickst werden könnte. Unter der Regie von Tom Vaughan gibt es ein paar herrliche Szenen wie eine Verfolgungsjagd in New York, bei der Jack auf dem Skateboard fährt und Joy ihn mit Mangos bewirft. Manche Gags sind speziell auf Cameron Diaz zugeschnitten – wer sonst könnte in der Badewanne zu Musik aus Kopfhörern lauthals singen, ohne sich vollends lächerlich zu machen?
Cameron Diaz und der nie ganz ernste Ashton Kutcher besitzen eine ähnliche beschwingte Energie, eine lässige Unvernunft und können in „Love Vegas“ auch ihren gutmütigen Charme ausspielen, indem Joy und Jack doch noch irgendwann ihre Gefühle füreinander entdecken. Manche Kinoperformances muss man einfach gesehen haben, sie wirken, als habe man schon lange auf sie gewartet.
| FAZIT
Turbulente romantische Verwicklungskomödie, die Cameron Diaz und Ashton Kutcher zum Traumpaar des Genres kürt.
| BEWERTUNG
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