Peter Bretter erhält von seiner langjährigen Freundin den Laufpass. Die Trennung ist für den Musiker besonders schwer zu verkraften, weil Sarah Marshall, so der Name seiner Ex, eine bekannte TV-Darstellerin ist und ihm von beinahe jedem Bildschirm entgegenblickt. Auf Anraten seines Bruders fährt Peter in den Urlaub. Ihm fällt kein besserer Ort ein als Hawaii, weil Sarah immer davon schwärmte. So kommt es, dass Peter im Nobelresort Turtle Bay ausgerechnet auf Sarah trifft, die dort mit ihrem Freund, einem gutaussehenden Rockmusiker, weilt.
WERBUNG
| FILMKRITIK
Das Regiedebüt von Nicholas Stoller ist gleichzeitig auch das Drehbuchdebüt von Hauptdarsteller Jason Segel. „Nie wieder Sex mit der Ex“ ist eine Komödie, die zwei herausragende Eigenschaften aufweist: einen Haufen ziemlich ordinärer Sexwitze und –anspielungen, sowie eine traumhafte Urlaubskulisse am Meeresstrand, die ihre entspannende und gleichzeitig anregende Wirkung auch via Leinwand entfalten kann.
Die Schauspieler sind nicht sonderlich bekannt, mal von „Superbad“-Darsteller Jonah Hill abgesehen, der als Kellner Matthew auftritt. Die blonde Sarah Marshall wird gespielt von Kristen Bell, die tatsächlich in TV-Serien zu sehen ist. Jason Segel als Peter ist alles andere als ein Sexsymbol, während Sarahs neuer Freund, der Rockmusiker Aldous Snow, vom englischen Comedian Russell Brand mit provozierendem Macho-Charme ausgestattet wird. Die Figuren wirken, von der hübschen Hotelrezeptionistin Rachel, mit der Peter bald Bekanntschaft schließt, einmal abgesehen, ziemlich schräg und kunterbunt gemischt aus verschiedenen Milieus.
Auf Hawaii begegnet Peter erst mal auf Schritt und Tritt seiner Sarah und ihrem neuen Lover, sowie anderen Pärchen, die hier gerade heiraten oder in den Flitterwochen sind. Kein Wunder, dass er zunächst von Weinkrämpfen geschüttelt wird. Aber dann lernt er Rachel besser kennen, und einige Hotelmitarbeiter mehr, die ihn mit Surfkurs und mit etlichen Drinks trösten.
Vor allem aber entfaltet die Urlaubsszenerie ihren betörenden Charme, und zwar nicht nur auf Peter. Abendessen unter Palmen, im Fackelschein und bei Meeresrauschen, gut gelauntes Personal mit Blumenketten um den Hals, ein gehobenes Hotelambiente, von dem man eigentlich gar nicht genug sehen kann. So lockert sich auch Peters anfängliche Anspannung Tag für Tag mehr und er bekommt Lust, die Freuden im Resort voll auszukosten.
Geschmackssache sind hingegen die stark sexuell betonten Witze. Nicht nur Peter, sondern auch diverse Gäste und Mitarbeiter des Resorts sind sehr mitteilungsfreudig, was ihre Erfolge und Probleme im Bett anbelangt. Wem das zu ordinär ist, der kann sich damit trösten, dass die Komödie Peter entdecken lässt, was letztlich wirklich zählt in einer Beziehung – innere Werte, Zuneigung.
| FAZIT
Von sexbetonten Witzen durchzogene Trennungskomödie, in der dank der traumhaften Kulisse auf Hawaii Urlaubsstimmung aufkommt.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung