Im Goldfischglas des kleinen Josh landet ein Meteorit. Bald darauf trifft ein Raumschiff auf New Yorker Boden, direkt neben der Freiheitsstatue. Es hat die Form eines Menschen, der mit staksigen Bewegungen durch den Verkehr irrt und bei Rot über die Straße geht. Dabei fährt ihn Joshs Mutter Gina mit dem Auto an. Das Raumschiff hat ein geknicktes Bein, und verkrümelt sich in eine stille Ecke. Dort krabbeln Crewmitglieder aus seinem Kopf, um das Bein zu reparieren. Gina findet den Mann dort und lädt ihn zu sich ein.
Von Monitoren aus beobachten die Crewmitglieder im Raumschiff die Dialoge und mühen sich ab, die richtigen Befehle zu geben, damit der falsche Mensch mit den echten kommunizieren kann. Das Raumschiff, das aufgrund seiner Beschädigung nur noch 48 Stunden funktionieren wird, hat eine Mission: Den kleinen Meteoriten finden und ihn ins Meer werfen. Dort soll er sämtliche Ressourcen des Planeten Erde aufsaugen und ins All zum Heimatplaneten der Crew transportieren. Aber der Kontakt zu Gina und dem kleinen Josh stellt das Gefühlsleben der Crew auf den Kopf.
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| FILMKRITIK
„Mensch, Dave!“ mit Eddie Murphy ist eine herrlich ideenreiche, gelungene Alien-Geschichte mit viel Herz und einer Menge Situationskomik. Eddie Murphy ist das Raumschiff in Menschengröße und gleichzeitig der winzige Kapitän seiner Crew, der im Inneren die Handlungen des Roboters steuert. Als Kapitän hat Murphy eine graue Uniform an und blickt stets ernst, was wiederum köstlich linkisch wirkt. Als Raumschiff ist Murphy in einen weißen, inzwischen aus der Mode gekommenen Anzug gekleidet und darf sich in New York sofort im Verulken von Händeschütteln oder der Bee Gees üben.
Regisseur Brian Robbins und die Drehbuchautoren Rob Greenberg und Bill Corbett meistern inspiriert und locker die zunächst fragwürdige Aufgabe, ein Raumschiff im Eddie-Murphy-Look mit kleinen Aliens in seinem Kopf durch New York zu bugsieren. Das Raumschiff wird von der stets belustigten, charmanten Gina, gespielt von Elizabeth Banks, nach seinem Namen gefragt. Die Crew sieht das auf ihren Monitoren und rätselt fieberhaft über die richtige Antwort. Die Kulturbeauftragte, die wie alle Crewmitglieder eine Nummer trägt, entscheidet sich für den häufigsten Namen auf der Erde und das Raumschiff sagt zu Gina: „Ming Chang“. Weil sie das nicht so recht schluckt, wird daraus Dave Ming Chang.
Dave Ming Chang, so entscheidet der Kapitän, soll die Einladung zu Gina annehmen, weil sie wertvolle Hinweise über den Meteoriten geben könnte. Die Crew lernt dabei Ketchup zu trinken, höflich zu lächeln und noch höflicher Danke zu sagen. Aber als Dave vor einer Malerei von Gina steht und das Gespräch sich auf das Thema Gefühle und sogar Liebe zubewegt, gerät die Crew in helle Aufruhr. Sie kennen so was nicht, aber der Kapitän und die meisten Mitarbeiter beginnen sich brennend dafür zu interessieren. Das ist herrlich gespielt und mündet in eine Anarchie im Inneren des Raumschiffs, die die Mission ernsthaft gefährdet.
Die Komödie bietet Eddie Murphy eine Paraderolle für seine parodistischen Talente, und der Schauspieler führt das Geschehen zu schwungvollen Höhen, ohne in Blödelei abzustürzen. Was macht man mit einem Plüschfrosch, den man beim Wettessen auf dem Rummelplatz gewinnt? Nummer 3, die Kulturbeauftragte, weiß es. Die doppelte Handlung mit den in Aufruhr geratenen Aliens im Raumschiffkopf und der Menschmaschine in der Stadt wirkt spritzig und entwickelt ein flottes Tempo voller Verwicklungen.
Die Crewmitglieder entdecken mit Dave den Wert der menschlichen Anteilnahme. Es gibt eine rührende Szene, als Dave sich neben einem Penner ausruht und voller Dankbarkeit für die geteilte Decke ist. Und mit dem kleinen Josh können die Aliens und Dave die goldwerte Erfahrung der Freundschaft machen. Das turbulente Geschehen, in das sich bald auch die Polizei einmischt, steuert auf den ultimativen Konflikt, ob die zerstörerische Mission durchgeführt werden muss.
| FAZIT
Gelungene, mit leichter Hand und Situationskomik inszenierte Alien-Geschichte mit einem glänzenden Eddie Murphy.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung