Jeff, Amy und ihre Freunde Eric und Stacy begleiten ihre Poolbekanntschaft Matthias und einen seiner Bekannten zu einer archäologischen Fundstätte inmitten des Dschungels von Yucatán, um kurz vor Ende ihres Strandurlaubs noch ein wenig Kultur zu schnuppern. Als sie an der uralten und überwucherten Maya-Pyramide ankommen, dauert es jedoch nur wenige Sekunden und sie haben Gesellschaft von einer Gruppe einheimischer Dorfbewohner, die wild gestikulierend auf sie einbrüllen, ohne dass die Freunde allerdings den Sinn der Worte verstehen könnten. Urplötzlich greifen die Bewohner sie an und töten Matthias' Bekannten, folgen ihnen aber nicht, als sie sich auf die Pyramide flüchten.
Oben angekommen finden sie den Lagerplatz von Matthias' Bruder und dessen Freundin, von den beiden fehlt jedoch jede Spur. In der Zwischenzeit haben die Bewohner die Pyramide vollständig umzingelt und hindern sie mit Waffengewalt, den Ort zu verlassen. Den Freunden ist dieses Handeln unbegreiflich. Sie ahnen aber, dass es etwas mit der Ruine zu tun haben muss, auf der sie sich befinden. Noch haben sie Hoffnung, dass der Spuk schnell ein Ende hat. Aus einem Ausgrabungsschacht ertönt das Handy des vermissten Bruders. Könnten sie das an sich bringen, könnten sie Hilfe herbeiholen.
Doch dann verletzen sich Matthias und Stacy und ihnen wird klar, dass etwas mit der Ruine ganz und gar nicht stimmt. Jeff entdeckt Leichen im dichten Gewirr der Pflanzen, die die Pyramide überwuchern und mit Entsetzen wird ihnen bewusst, warum die Bewohner des Dorfes sich der einstigen Opferstätte nicht nähern wollen. Und damit hat ihr größter Alptraum begonnen… .
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| FILMKRITIK
Der Film beginnt mit zahlreichen üblichen Klischees. Eine Gruppe schöner, junger Menschen langweilt sich, folgt aus dubiosen Gründen einem Wildfremden in den Dschungel und wird dort mit dem Grauen konfrontiert, das die meisten von ihnen das Leben kosten wird. Selbst schuld, werden zu diesem Zeitpunkt wohl einige Zuschauer genervt aufstöhnen. Man begibt sich eben nicht mit Flipflops, zu wenigen Vorräten und ohne funktionierendes Handy mitten in die Einsamkeit eines Regenwaldes. Doch gerade wenn man glaubt, der Film halte so gar keine Überraschung mehr bereit, wird man eines Besseren belehrt.
Drehbuchautor Scott B. Smith hatte 1998 mit seinem Drehbuch zu dem überaus spannenden Thriller "Ein einfacher Plan" bereits einen Oscar gewonnen. Hier hat er nun seinen eigenen Roman in eine Filmversion umgewandelt. Dabei bekleckert er sich zwar nicht gerade mit Ruhm, doch fairerweise muss man ihm zugestehen, dass man – vor allem in diesem Genre – schon wesentlich schwächere Handlungskonstruktionen gesehen hat. Auch der Kameramann Darius Khondji ist kein Unbekannter auf seinem Gebiet. Er fing bereits die Bilder für "Panic Room", "The Beach" oder zuletzt "Funny Games U.S." ein, was man "Ruinen" auch immer wieder deutlich anmerkt.
Die Charaktere sind äußerst genretypisch. Sie glänzen nicht gerade mit einem hohen IQ, sehen auch nackt überdurchschnittlich gut aus und wer überleben wird ist schon am Anfang klar. Allerdings muss man sagen, dass die Schauspieler besser sind, als man es in vielen anderen Streifen mit ähnlichem Anspruch zu sehen bekommt. Von Tiefe in der Figurendarstellung kann zwar keine Rede sein und identifizieren kann sich wohl kaum jemand mit ihnen, doch ihre Handlungen sind nachvollziehbar genug, um den Film nicht gänzlich ins Absurde gleiten zu lassen.
Blutige Effekte werden relativ sparsam eingesetzt, sind jedoch drastisch genug, um ihren Schrecken zu entfalten. Interessant ist der Ansatz, dass die Figuren zwar gleich zwischen zwei tödlichen Bedrohungen zerrieben werden, sie aber im Endeffekt selbst die größte Bedrohung für sich darstellen. Angesprochen werden hier Urängste, die aber immer wieder dermaßen hart an der Lächerlichkeit vorbeischrammen, dass sie den Zuschauer nicht ernsthaft erreichen. Wirkliche Spannung kommt nur selten auf, da es den Charakteren an Identifikationspotential und der Handlung an Ideen fehlt. Insgesamt betrachtet ist "Ruinen" sicherlich nicht das Schlechteste, was in diesem Genre in letzter Zeit in die Kinos kam, doch um wirklich gut zu sein, sind Geschichte und Figuren zu einfach gestrickt, um zu überzeugen.
| FAZIT
Mit Sicherheit nicht der Schlechteste Film seines Genres, aber zu wirklicher Klasse findet der Film nicht.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung