Sonntag | 27. Mai 2012 | 13:24 Uhr
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  • FILM REVIEW | Kung Fu Panda
  • Kung Fu Panda

    Action, Abenteuer, Komödie, Animation | USA 2008
  • | INHALTSANGABE

  • Po ist ein Problembär. Oder genauer: Ein Pandabär mit Problemzonen. Denn Po hat die Angewohnheit, immer dann zu essen, wenn er sich ärgert. Und leider ärgert er sich die meiste Zeit – und zwar über sich selbst. Als Suppenküchen-Erbe einer Nudelsuppen-Dynastie scheint seine Zukunft schon lange vorbestimmt zu sein. Doch Po träumt von Größerem. Er möchte Kung-Fu-Kämpfer werden und gemeinsam mit den "Großen 5" für Frieden und Gerechtigkeit kämpfen. Nur wie soll er das seinem stolzen Vater klarmachen?

    Sein Schicksal erfährt eine überraschende Wendung, als eine uralte Prophezeiung ausgerechnet in Po den Drachenkämpfer sieht, der sich eines Tages dem Kampf mit dem machthungrigen Schneeleoparden Tai Lung stellen muss, um das Tal und seine Bewohner zu retten. Kung-Fu-Meister Shifu kann es einfach nicht glauben, hat er doch die letzten Jahre damit zugebracht, seine Meisterschüler vorzubereiten, damit aus einem von ihnen der Drachenkämpfer werde.

    Und nun? Steht Shifu vor einem vollgefressenen Pandabären, der es kaum die Treppen zum Jade-Palast hinaufschafft und außer Essen und Faulenzen keinerlei Talente besitzt. Diese trostlose Aussicht wird schlagartig zur Katastrophe als Tai Lung die Flucht aus dem Gefängnis gelingt und der große Kampf unmittelbar bevorsteht. Jetzt ist es an Po, sich einer Herausforderung zu stellen, die alles Dagewesene in den Schatten stellt. Das kann ihm allerdings nur gelingen, wenn Shifu und die Großen 5 anfangen, an ihn zu glauben.
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      • | FILMKRITIK

      • Mit "Kung Fu Panda" geht das Rennen von DreamWorks, Pixar und Disney um den nächsten großen Animationsfilm-Coup in die nächste Runde. Diesmal ist DreamWorks am Zug und richtet seinen Blick nach Fernost und auf die lange Tradition des Martial-Arts-Kinos. Im Mittelpunkt steht dabei wieder einmal ein Tier, das von Haus aus einen gewissen Niedlichkeitsfaktor besitzt, der zusätzlich durch pummelige Gemütlichkeit aufgestockt wird. Aus genau dieser Idee werden auch die meisten Gags geschöpft, wobei der Lustigkeitswert, einem Dicken beim Keuchen und unkontrollierten Fressen zuzuschauen stetig sinkt.

        Po ist wie sein Kollege Shrek (aus gleichem Hause) ein Antiheld wie er im Buche steht. Er hat keinerlei Talent aber ein deutliches Ziel vor Augen. Seine Stärken zieht er vor allem aus der eigenen Unvollkommenheit und seine einzige wahre Schwäche sind seine Selbstzweifel. Im Gegensatz zum grünen Oger ist Pos Charakter allerdings eindeutig auf eine sehr junge Zielgruppe zugeschnitten, das heißt, er ist wesentlich weniger komplex. Po ist liebenswert und kuschlig, hat einen schwachen Willen, dafür aber ein besonders großes Herz. Schließlich trägt auch die deutsche Synchronstimme Hape Kerkelings (im Original Jack Black) viel zum Sympathiewert des tollpatschigen Bären bei.

        Und dieser tollpatschige Pandabär schwitzt sich nun also durch zahlreiche Kung Fu-Kämpfe, die im Ganzen betrachtet zu einer sehr gut durchchoreographierten Hommage an die Martial-Arts-Filme der 70er Jahre werden. Parodiert werden diese Filme dabei nicht, sondern eher ernsthaft und beinahe ehrfürchtig kopiert, wobei sie dennoch mit einigen komischen Ideen angereichert werden, um sie ein wenig lustiger zu machen als es ihre Vorbilder waren. An der Animation ist dabei nicht das Geringste auszusetzen. Zu gewohnter Qualität – die angesichts des Budgets auch zu erwarten war – gesellen sich außerordentlich kunstvoll arrangierte Kampfszenen, bei denen alle Techniken des Spielfilms angewendet werden, um Spannung und Action zu erzeugen.

        Dabei geht es in "Kung Fu Panda" nicht brutaler zu als bei altbekannten Slapstick-Zeichentrickserien, der Film kann also durchaus als kindgerecht bezeichnet werden. Auch von der Handlung dürfte wohl niemand überfordert werden. Am Ende steht die Moral, dass man alles erreichen kann, wenn man 1. nicht aufgibt und 2. an sich selbst glaubt. Nichts Neues also, nur diesmal verpackt in elegante fernöstliche Lebensweisheiten. Das Ende des Films gestaltet sich ein wenig enttäuschend, da der letzte Kampf mit einem Scherz aufgelöst wird, der eher nach fehlender Idee als nach genialem Einfall aussieht. Doch im Großen und Ganzen ist der Film recht kurzweilig, wenngleich er wohl vor allem Kinder ansprechen dürfte.
      • | FAZIT

      • Kurzweilige Unterhaltung mit fernöstlicher Lebensweisheit. Vor allem Kinder dürften Spaß am pummeligen Kung Fu-Bären haben.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Anke Hermann

      • | Userwertung

      Wertung: 5.7/10 (3 votes)

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