Zohan Dvir ist ein Topsoldat wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Er hat im Auftrag der israelischen Mossad mehr Terroristen hinter Gitter gebracht als jeder andere. Das Volk liebt ihn und zählt auf ihn. Doch Zohan hat keine Lust mehr. Klar, er ist absolut unbesiegbar, nahezu unverwundbar und er liebt sein Land, aber soll das wirklich schon alles gewesen sein?
Heimlich träumt Zohan davon, Haare zu schneiden. In New York. Für den großen John Paul Mitchell. Seine Eltern lachen ihn aus, als er ihnen von seinem Traum erzählt, also bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich heimlich aus dem Staub zu machen. Bei einem Duell mit dem Top-Terroristen Phantom täuscht Zohan seinen eigenen Tod vor, um sich anschließend auf den Weg in die USA zu machen, um dort unter dem Pseudonym Scrappy Coco der größte Hair-Stylist aller Zeiten zu werden. Ganz so leicht, wie er sich das vorgestellt hat, gestaltet sich sein Karrierebeginn allerdings nicht.
Der große John Paul Mitchell ist für ihn nicht zu sprechen, kein Friseur der Stadt ist dazu bereit, den völlig unerfahrenen und merkwürdig frisierten Scrappy/Zohan einzustellen. Die einzige, die ihm einen Job geben will ist die hübsche Dalia, eine Palästinenserin. Dalia kämpft gerade – wie die anderen Geschäftsinhaber in ihrer Straße – gegen den Bau einer Mall, die das Ende ihres Salons wäre. Mit seinen recht unorthodoxen Styling-Methoden gelingt es Zohan, Dalia zu helfen. Doch auch wenn er versucht, sein altes Leben hinter sich zu lassen, holt es ihn schnell wieder ein. Seine Gegner haben jedoch eines nicht bedacht: Leg dich nie mit Zohan an.
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| FILMKRITIK
Was wäre dieser Film ohne Socken und Hummus? Gut, ob es wirklich Socken sind, mit denen sich Adam Sandler seine übertrieben prächtige Hosenfüllung zaubert, darf bezweifelt werden, der Einfachheit halber behaupte ich es aber mal. Und was das Zweite betrifft, muss wohl einigen Zuschauern erklärt werden, dass es sich bei Hummus um eine orientalische Spezialität aus pürierten Kichererbsen handelt, die vermutlich – unter anderem – auch in Israel konsumiert wird. Socken und Hummus sind für "Leg dich nicht mit Zohan an" deshalb so enorm wichtig, da sie es sind, die hauptsächlich für Gags sorgen.
Wobei wir schon beim Tiefgang des Films wären. Der ist – es handelt sich schließlich um eine Adam Sandler-Komödie – sehr gering. Das erwartet aber sicherlich auch niemand, der sich den Film ansieht. Überhaupt ist es äußerst schwierig über einen Film zu schreiben, von dem man annehmen kann, dass er bei Kritikern auf beiden Seiten des Atlantiks reihenweise durchfällt. Das war schon bei den vorherigen Filmen Adam Sandlers so, hat seine Fans aber noch nie daran gehindert, ins Kino zu gehen.
Diese Fans werden es sich also auch nicht nehmen lassen, ihm dabei zuzusehen, wie er als unverwundbare frisierende Kampfmaschine Rentnerinnen reihenweise zum Höhepunkt bringt. (Dass er damit gegen ziemlich viele gesellschaftliche Normen verstößt, macht ihn eigentlich schon wieder sympathisch.) Das Absurde und die auf die Spitze getriebene Übertreibung sind dabei hauptsächliche Stilmittel des Humors. Die Handlung selbst dient nur noch dazu, den Gags einen möglichst knalligen Hintergrund zu verpassen. Nach den ersten zwanzig Minuten verliert allerdings beides derart an Fahrt, dass es wohl auch unter eingefleischten Sandler-Fans enttäuschte Gesichter geben wird.
Mit dem angedeuteten Israel-Palästina-Konflikt bekommt der Film einen minimalen politischen Anstrich. Der wird mit der Erkenntnis aufgelöst, dass Israelis und Palästinenser eigentlich ziemlich viele Gemeinsamkeiten haben, und dass es nur einen gemeinsamen Feind braucht, um Verbündete aus ihnen zu machen. Satirische Elemente gibt es auch, aber die muss man erst suchen. Makabrer Glanzpunkt ist da wohl Chris Rocks Kurzauftritt als Taxifahrer, der Zohan von seinem amerikanischen Traum erzählt. Demnach sei er nach Amerika gekommen, um so viel Geld zu verdienen, dass er seine Geschwister in der Heimat versorgen und eines Tages zu sich holen könne. Auf Nachfrage, ob sich dieser Traum erfüllt habe, kommt die lakonische Antwort, nein die Geschwister seien in Stücke gehackt worden, doch in New York gäbe es großartiges chinesisches Essen.
| FAZIT
Eine Komödie ohne Tiefgang, mit flachen Witzen und fehlender Handlung. Adam Sandler-Fans werden es sich aber kaum nehmen lassen, auch Zohan zum Erfolg zu verhelfen.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung