Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxy...
Es ist Krieg. Der niederträchtige Graf Dooku will mit Hilfe der Droiden-Armee die Republik ein für alle mal unterjochen. Hinter der Republik allerdings stehen die Klon-Krieger. Und auch die Jedi-Ritter wollen die Republik vor dem Untergang bewahren.
In dieser unsicheren Zeit erhalten die Jedis Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi einen besonders schwierigen Auftrag: Angeblich abtrünnigen Separatisten ist es gelungen, den Sohn von Jabba the Hutt zu entführen. Während Obi-Wan mit Jabba the Hutt einen Vertrag über dessen Handelsrouten aushandeln soll, werden Anakin und seine junge Padawan-Schülerin Ahsoka Tano ausgesandt, um den Entführten wohl behalten zu seinem Vater zurück zu bringen.
Jedoch ist Graf Dooku fest entschlossen, das Vorhaben der Jedi-Ritter zu durchkreuzen. Und auch die Lage zwischen der Droiden-Armee und den Klonkriegern spitzt sich immer weiter zu – die berüchtigten Klon-Kriege nehmen ihren Lauf.
Möge die Macht mit ihnen sein.
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| FILMKRITIK
Obwohl die nachgeschobene Vorgeschichte zu den Abenteuern von Luke Skywalker nicht im Geringsten an den enormen Erfolg der Star-Wars-Saga aus den 80ern anknüpfen konnte - man aber doch nicht die Finger von etwas lassen kann, das einem einmal zu so unglaublich viel Ruhm verholfen hat - beschloss George Lucas seiner Firma mit anderen Mitteln zu neuem Star-Wars-Erfolg zu verhelfen. Schließlich sind ja auch immer noch nicht alle Kapitel in der Geschichte der Jedi-Ritter erzählt. Kurz um: Die legendären Klon-Kriege sind jetzt auch auf der großen Leinwand zu sehen und zwar in einer angeblich völlig neuartigen Animationstechnik. Als Vorbild diente dabei unter anderem die bereits animierte Serie „Star Wars: The Clone Wars“ von 2004/05. Seinen Regiestuhl hat Lucas diesmal übrigens an Dave Filoni abgegeben, fungiert selbst als Executive Producer und war selbstverständlich federführend bei der Storyentwicklung, auch wenn er diesmal wieder auf Unterstützung zurückgriff.
Aber erst einmal ist es wahrscheinlich nötig, das Geschehen von „Star Wars: The Clone Wars“ für alle Nicht-Star-Wars-Fans innerhalb des gesamten Star-War-Epos genau zu situieren: Auf der Handlungsebene befinden wir uns wahrscheinlich ziemlich genau in der Mitte zwischen „Star Wars Episode II – Angriff der Klonkieger“ und „Episode III – Die Rache der Sith“. Anakin Skywalker hat daher noch keinen persönlichen Bezug zur dunklen Seite der Macht und Meister Yoda versucht, dessen Arroganz und Hochmut etwas zu zügeln, indem er ihm die Verantwortung für die genauso impulsive Ahsoka Tono überträgt.
Selbstverständlich bietet ein animierter Film viel mehr Möglichkeiten - bei der Gestaltung von neuen Raumschiffen sind sie praktisch unerschöpflich. Natürlich können auch die Figuren – speziell die Jedi-Ritter – mit viel mehr Potential in Sachen Kampfkunst ausgestattet werden und nicht zuletzt sind neuen seltsamen Figuren in ihrer Andersartigkeit keine Grenzen gesetzt, weshalb es auch keine große Mühe macht, einen transsexuellen Onkel von Jabba the Hutt zu erschaffen.
Was dabei allerdings auf der Strecke bleibt, ist das Vermögen der Figuren menschliche Emotionen zu zeigen oder überhaupt irgendwelche Gesichtsregungen zu transportieren. Nicht besonders ruhmreich, wenn man bedenkt, dass Pixar derzeit sogar in der Lage ist, dem Müllaufräum-Roboter Wall-E Leben einzuhauchen. Auf diese Weise versanden leider auch die oft wohl pointierten Sprüche, die meist Obi-Wan in den Mund gelegt werden. Gleichfalls schade ist, dass als Sprecher im Original nur Samuel L. Jackson und Christopher Lee gewonnen werden konnten. In der deutschen Synchronfassung allerdings sind die gewohnten Stimmen von Kenobi und Co. zu hören.
Die Story endet mit einem typischen Star–Wars-Schlussbild. Typisch, wenn auch eher unbeutend ist auch die komplette Story von „Star Wars: The Clone Wars“. Eher unbedeutend, weil es sich eben nur um eine kleine Episode in den Wirren der Klon-Kriege handelt. Gut möglich also, dass noch ein, zwei Abenteuer folgen...
| FAZIT
Nett animiertes Star-Wars-Spektakel, das aber leider keinesfalls an die Erfolge von einst anknüpfen kann.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung