Sonntag | 27. Mai 2012 | 18:52 Uhr
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  • FILM REVIEW | Redbelt
  • Redbelt

    Action, Drama | USA 2008
  • | INHALTSANGABE

  • Mike Terry ist Ausbilder in seiner eigenen Schule für Jiu-Jitsu in Los Angeles. Zu seinen Schülern gehören Polizisten und Bodyguards. Mike ist stets hilfsbereit und nicht auf seinen finanziellen Vorteil bedacht. Seine Frau Sondra und er können die Schule kaum über Wasser halten. Über einen Schauspieler, den er aus einer Schlägerei rettete, kommt Mike in Kontakt mit der Filmindustrie. Er soll sogar Koproduzent des Films werden, in dem der Schauspieler gerade die Hauptrolle hat.

    Doch mit den verheißungsvollen neuen Kontakten fangen die Probleme erst richtig an. Die Uhr, die der dankbare Schauspieler Mike geschenkt hat, ist gestohlen. Mike aber hat sie längst dem Polizisten Joe weitergeschenkt, als Ausgleich dafür, dass ihn sein Schwager für einen Job nicht bezahlt hat. Joe, der in Mikes Schule trainiert, will das Diebesgut einlösen und wird deswegen vom Dienst suspendiert. Mike stellt fest, dass auch er betrogen wurde. Er sieht keinen anderen Ausweg, als für ein hohes Preisgeld an einem Wettbewerb in Mixed Martial Arts teilzunehmen.
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      • | FILMKRITIK

      • „Redbelt“ handelt zwar vom Kampfsport, ist aber nicht in erster Linie ein Actionfilm. Vielmehr ist die Geschichte von Regisseur David Mamet ein Sozialdrama in leisen Tönen, in dem es um den Konflikt zweier Haltungen geht: kommerzielle Interessen gegen Selbstlosigkeit. Der Held des Films schwimmt in Los Angeles ziemlich auf verlorenem Posten gegen den Strom der Geschäftemacherei. In den Augen seiner brasilianischen Frau und deren erfolgsorientierten Brüdern ist er zu gutmütig, vielleicht sogar zu dumm, um seine Schule nicht finanziell zu gefährden.

        Am Anfang sieht man zu, wie Mike den Polizisten Joe und andere Schüler in Jiu-Jitsu trainiert. Er möchte, dass sie lernen, ihre Gefühle im Zaum zu halten und, wenn der Gegner ihnen den Arm um den Hals legt, nach dem Ausweg zu suchen, den es Mike zufolge immer gibt. Später wird der Träger des schwarzen Gürtels seiner neuen Schülerin, einer von einer Vergewaltigung traumatisierten Anwältin, in einer einzigen Lektion wieder Selbstbewusstsein vermitteln. Chiwetel Ejiofor und Emily Mortimer sind die beeindruckenden Hauptdarsteller dieses Films, sie spielen beide unaufdringlich und man nimmt ihren Figuren den Anspruch, anständige Leute zu sein, ohne weiteres ab.

        Zum Kampf kommt es erst wieder gegen Ende des Films, als Mike in einem Wettbewerb mit gezinkten Karten die Ordnung wiederherstellen will. Dazwischen aber geht es nur – und das ist erstaunlich spannend - um Mikes finanzielle Sorgen und um das Drama, in das sein Schüler Joe schlittert. Joe, der gutmütige Polizist, bringt sich ebenso wie Mike aus den besten Absichten in Schwierigkeiten. Und Mike, der ihm helfen will, reitet ihn nur noch stärker ins Schlamassel hinein.

        Es gibt viele Szenen, in denen Mike nicht in der Mitte des Bildes steht. In denen er unschlüssig überlegt, in was er da hineingeraten ist und fast schon an der Welt verzweifelt. Die Außenwelt, das ist das Showbusiness rund um Film und um Kampfsport-Turniere. Jeder, der was aus sich macht, hat hier seine Finger drin – doch Mike ist natürlich viel zu ehrlich, um nicht auch hier, oder hier erst recht, übers Ohr gehauen zu werden.

        „Du bist zur Armut verdammt“, sagt ihm sein geschäftstüchtiger Schwager. Doch Mike ist ein Kämpfer mit einem Ehrenkodex, der ihn stolz macht. Als er seinen ehemaligen Jiu-Jitsu-Meister im Publikum des Turniers sieht, fühlt er sich verpflichtet, für einen fairen Kampf zu sorgen. Auch wenn er damit den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung macht.
      • | FAZIT

      • Ein spannendes, solides und unspektakuläres Sozialdrama um einen Kampfsport-Trainer, der kommerzielle Wettkämpfe ablehnt.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 1.0/10 (1 vote)

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