Das letzte Jahr an der High School ist angebrochen und für die Wildcats beginnt langsam der Ernst des Lebens.
Das Basketball Team um Troy Bolton (Zac Efron) und Chad Danforth (Corbin Bleu) steht im Finale um die Meisterschaft, doch ihre verhassten Konkurrenten der West High liegen kurz vor Ende der Party nach Punkten vorne. Trainer Jack Bolton feuert sie in der Kabine an – dies wird das letzte Mal sein, dass sie im Wildcats Trikot Punkte sammeln werden.
Neu motiviert geht das Team wieder auf den Platz und lässt die Funken fliegen. Auch Gabriella (Vanessa Hudgens) steht im Publikum und feuert ihren Troy an. Die beiden sind noch immer ein Paar, auch wenn sie bald auf verschiedene Colleges gehen werden.
Währendessen plant der Drama Club die letzte große Aufführung des Jahres. Weil sich nur Sharpay (Ashley Tisdale) angemeldet hat, schreibt Komponistin Kelsi (Olesya Rulin) heimlich alle Mitglieder der Senior Class auf die Teilnehmerliste. Natürlich sind diese empört als sie davon erfahren, denn eigentlich hatte jeder von ihnen andere Pläne. Doch dann ist es Gabriella, die alle mit dem Argument überzeugt, dass dies das letzte Mal sein wird, dass sie alle gemeinsam etwas machen können.
Gabriella hat bereits eine Zusage der Stanford Universität in Kalifornien, und Troy und sie trauern jetzt schon ihrem Abschied entgegen. Troy wird aller Wahrscheinlichkeit in Albuquerque bleiben, um dort zusammen mit Chad in der Universitätsmannschaft Basketball zu spielen.
Doch dann gibt es eine Überraschung. Die weltbekannte Jiullard Universität vergibt für einen der vier Bewerber der East High ein Stipendium. In der Auswahl dafür sind selbstverständlich Sharpay und ihr Zwillingsbruder Ryan (Lucas Grabeel), Kelsi und ausgerechnet Troy. Dieser hatte sich gar nicht für die Kunsthochschule beworben und fühlt sich natürlich geschmeichelt, dass die renommierte Schule ihn in die engere Wahl zieht.
Das bringt Troy jedoch mal wieder in die knifflige Lage sich zwischen Basketball und seiner Liebe zur Musik entscheiden zu müssen. Er weiß welche Erwartungen sein Vater und Chad an ihn stellen, doch was will er eigentlich? Hätte er eine Chance an der Jiullard, will er tatsächlich Basketball spielen oder ist die Liebe zu Gabriella so groß, dass er beides für sie opfern würde?
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| FILMKRITIK
Nach dem überragenden Erfolg der ersten beiden High School Musical Fernsehfilme war es nur eine Frage der Zeit, bis sich der Kult auch auf die große Leinwand ausweitet.
Nun ist es also soweit. Mit der kompletten Wildcats Crew plus einiger neuer Gesichter zieht Regisseur Kenny Ortega ins Feld. Die Erwartungen sind dementsprechend hoch gesteckt.
Während man den ersten beiden Filmen deutlich anmerkte, dass sie lediglich für das Fernsehen produziert waren, ist hier alles gleich mehrere Nummern größer. Zwar werden alte Hits wieder aufgegriffen, doch etliche neue Songs peppen das Programm auf.
Aber fangen wir von vorne an. Um eventuellen Schocks vorweg zu greifen, muss allen Zuschauern klar sein, dass sie mit dem Kauf des Kinotickets das HSM-Universum betreten. Hier ist jede Nahaufnahme von Zac Efron einen kleinen verträumten Seufzer wert. Hier ist die Welt entzückend einfach und basiert auf einem einfachen Gleichnis: wozu viel erzählen, wenn man es auch zeigen kann. Und vor allem: Hier kann alles mit ein wenig Singen und Nachdenken gelöst werden, egal wie kompliziert es ist.
Kurz: Das ist Musical. Ein Ort voller Emotionen – eine bunte und glitzernde Scheinwelt, die mit der Realität so viel zu tun hat wie versteckte Atomwaffen mit dem Irak.
Dies vorausgesetzt, fällt es leicht, sich auf den Hype um HSM einzustellen. Vor allen da der Film mit einigen grandiosen Musicalnummer aufwarten kann. Einige der neuen Nummern, allen voran das von Sharpay und Ryan gesungene „I Want It All“, brillieren durch aufwendiges Set Design, glitzernde Kostüme und interessante Choreographien. Wie auch das Duett zwischen Troy und Chad „The Boys Are Back“, bleiben diese Nummern auch nach dem Kinobesuch noch lange im Kopf.
Aber leider kann dieses Musical-Hochgefühl nicht darüber hinwegtäuschen, dass einige Szenen zwischen Troy und Gabriella am Rande des bitteren Kitsches entlang kratzen. Wenn Zac Efron mit theatralischer Geste die Arme beim Singen hochreißt und sich Vanessa Hudgens verspielt um sich selbst dreht und sich dabei an ihrem Rockzipfel festhält, dann ist die Schmerzgrenze definitiv erreicht. Das ist ein kleiner Verrat, den der Regisseur an seinen talentierten Jungdarstellern begeht. Beide haben das Zeug zum Star, Efron ist auf dem besten Wege dahin, doch hier hätten sie einer starken inszenatorischen Hand bedurft.
Die kleinen humorvollen Gesten und Scherze machen dies aber meist wieder wett. Zudem es eine hinreißende Szene gibt, in der das Pärchen auf dem Dach der Schule anfängt zu tanzen. Und als dann, wie auf Stichwort, der Regen anfängt, steht der gepflegten Romantik nichts mehr im Wege.
Über den konfliktarmen Plot des Filmes täuscht dies aber nicht hinweg. Wie schon in den ersten beiden Filmen, sind die Figuren auf der ständigen Suche nach sich selbst. Das ist ein beliebtes „Coming of Age“ Thema, und kann auch in seinen vielfältigen Variationen durchaus interessant sein. Doch hier bleiben die Charaktere blass, die Konflikte sind zu leicht zu lösen, nichts steht wirklich auf dem Spiel. Ein wenig mehr Dramatik, gemäß des Musical-Gesetzes „Mehr ist mehr“ wäre hier sehr willkommen gewesen.
Stattdessen setzen die Filmemacher auf „mehr Musical“. In der Mitte des Filmes reiht sich eine Gesangsnummer an die nächste, meist nur mit zwei Minuten Spielzeit dazwischen. Das ist zwar amüsant, hilft aber nicht dabei den Figuren näher zu kommen und ist der Zuspitzung des Konfliktes eher abträglich.
Nichtsdestotrotz hat dieser Film echtes Hitpotential und könnte durchaus zum modernen Klassiker mutieren. Denn eines macht der Film auf jeden Fall: Gute Laune. Und die knapp zwei Stunden verfliegen wie im Fluge.
| FAZIT
Kurzweiliges buntes Abenteuer, dass die Kultstars der High School Musical Filme nun endlich auch auf die Leinwand bringt.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung