Der Highschool-Abschluss steht vor der Tür und es gibt noch so viel zu tun und vor allem so viele Entscheidungen zu treffen. Nachdem das wichtige Basketballspiel gegen die East High gewonnen ist, widmen sich die Wildcats ganz ihrem letzten Schuljahr auf der West High: Troy (Zac Efron), Chad (Corbin Bleu) und die anderen Knaben versuchen ihren Schweinehund zu überwinden, um DAS Mädchen auf den Abschlussball einzuladen, während die Auserwählten Gabriella (Vanessa Hudgens) und Taylor (Monique Coleman) jeden Laden auf der Suche nach DEM richtigen Kleid durchforsten. Zusammen proben sie das Abschlussmusical „The Senior Year“, das ihre ganz persönliche Geschichte erzählen soll und nebenbei haben alle ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, weil ein wunderschöner Lebensabschnitt zu Ende geht.
WERBUNG
| FILMKRITIK
„High School Musical“ und alles was dazu gehört, ist ein Phänomen! Aber auch ein Phänomen muss sich an die ein oder andere Gesetzmäßigkeit halten und so werden die inzwischen so vielen Teenies ans Herz gewachsenen Wildcats nach einem turbulenten ersten Musical, bei dem ein Basketballer die Hauptrolle sang und einem noch viel turbulenteren Sommer erwachsen und absolvieren ihren Highschool-Abschluss.
Aber wo liegt das Geheimnis? Scheinbar ist die Lösung ganz einfach: Auf die Idee, Gesang und Tanz mit Film zu verbinden, ist man schon vor langer Zeit gekommen, es wurde bloß vergessen – zumindest was das junge Kinopublikum angeht. Denn die erwachsenen Kinogänger dürfen sich bereits seit geraumer Zeit an gelungenen Kombinationen dieser Art wie „Chicago“, „Moulin Rouge“ sowie zuletzt „Mamma Mia“ erfreuen. Da allerdings seit jeher Disneys Zeichentrickproduktionen Gesang- und Tanznummern beinhalteten und eigentlich immer von Erfolg gekrönt waren, besann man sich wohl auf dieses altbewährte Muster und änderte lediglich die Zielgruppe ein wenig.
Und dann passiert das schier Unfassbare: Es funktioniert!!! Die Teenies in aller Welt springen darauf an. Haben Troy, Gabriella und Co. doch die gleichen Probleme und den Teenies gefällt die Art und Weise, wie diese Probleme aus der Welt geschafft werden: Sie werden weggetanzt und -gesungen. Logisch, für unsereins ist es unfreiwillig komisch, wenn Troy auf dem Basketballfeld steht, droht an einem schwierigen Gegner zu verzweifeln, die Menge in einer homogenen Masse tobt und plötzlich Gabriella aufsteht und „Strong“ singt, natürlich singt sie ihn an und das ist alles was er braucht. Plötzlich, ein rettender Einfall, der richtige Pass, und der Ball fliegt durchs Netz, Sieg und alles ist gut…. Wir sind aber wahrscheinlich schon viel zu weit weg von den Wünschen und Träumen eines Teeny. Teenager – besonders weibliche Teenager sind davon betroffen – glauben vermutlich wirklich daran, dass alles leichter ist, wenn es jemanden gibt – Eltern ausgenommen – der an einen glaubt. So realitätsfern ist „High School Musical“ also gar nicht. Und wenn man sich dessen bewusst ist, hat man als Nicht-Teenager vielleicht sogar Spaß an der Tanzszene auf dem Schrottplatz: Zac Efron und Corbin Bleu in Flanellhemden und Stirnbändern, die versuchen zu tanzen wie in einem Michael-Jackson-Video aus den 80ern.
Die Musik ist wirklich gut und mal ehrlich, die Botschaften sind doch auch mehr als nur gut gemeint, oder? „Trau dich, du selbst zu sein!“, „Ein Basketballspieler kann auch gut im Backen sein!“ usw. Auch wenn es ein bisschen vereinfacht ist und es viel leichter ist, man selbst zu sein, wenn die Eltern massig viel Geld haben und akzeptiert werden an der West High nicht so schwer werden dürfte, weil dort nur wahnsinnig attraktive Schüler durch die Gänge tanzen.
Aber speziell in „High School Musical 3 – Senior Year“ geht es um erste Entscheidungen, darum wer sie trifft und warum. Troy und die anderen werden zum ersten Mal wirklich mit ihrer Zukunft konfrontiert. Auf einmal ist nicht mehr alles für sie vorgeplant. Sie müssen sich entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen. Folgt man dem besten Freund? Tut man das, was die Eltern von einem erwarten? Oder ist man mutig genug, seine Entscheidungen selbst zu treffen und wenn ja, von wem lässt man sich dann wie stark beeinflussen?
Mit Sicherheit gibt es Filme für Heranwachsende, die man verteufeln sollte, aber hier muss wirklich nicht damit begonnen werden…
| FAZIT
Ein Musical für Kids, das durchaus funktioniert und gute Laune macht.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung