Mary ist mit dem Börsenmakler Stephen Haines verheiratet. Ihre heile Welt bricht zusammen, als sie erfährt, dass ihr Mann mit einer Parfümverkäuferin ein Verhältnis hat. Sie wirft ihn raus und versinkt zunächst in Depressionen, bevor sie sich ihrer Karriere als Modedesignerin widmet. Doch Mary muss noch einen weiteren Schicksalsschlag verkraften, denn ihre beste Freundin Sylvie Fowler, Chefredakteurin eines Style-Magazins, hat dabei geholfen, dass ihr Ehedrama veröffentlicht wird. Sylvie tut es bald furchtbar leid, dass sie sich zu diesem Verrat zwingen ließ, weil sie Angst um ihren Job hatte. Mary bricht den Kontakt mit Sylvie ab.
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| FILMKRITIK
Das Kino-Regiedebüt der TV-Autorin und -Produzentin Diane English ist ein runderneuertes Remake des gleichnamigen Films von 1939. Anders als in dem Original, das auf einem Broadwaystück basierte, sind hier die Freundinnen nicht mehr in erster Linie Ehefrauen und der bissige Tonfall ihrer Dialoge ist einer gleichgeschlechtlichen Solidarität gewichen. Mehr noch, Diane English setzt den Stellenwert der besten Freundin für eine Frau höher an als den des Ehemannes. Auf Dauer nämlich kommt Mary ohne ihren untreuen Gatten zwar auch zurecht, aber was ist das Leben ohne ihre enge Vertraute Sylvie?
In Diane Englishs Film kommt wie im Original kein einziger Mann vor, nicht einmal als Statist, von einem angeblich männlichen Baby am Schluss einmal abgesehen. Diese Konstruktion fand ihre Finanzierung zwar nicht auf Anhieb, doch sie zog mit Meg Ryan, Annette Bening, Eva Mendes und vielen anderen eine hochkarätige Besetzung an. Die ist nur eine der Attraktionen dieser Ensemblekomödie, eine weitere ist das luxuriöse Wohlfühl-Ambiente bei den Schönen und Reichen in New York, die den halben Tag shoppen gehen und von den Widrigkeiten des Lebens auf komische Weise überrascht werden.
Diane English schrieb auch das Drehbuch mit seinen witzigen Dialogen. Sie speisen sich aus der Verschiedenheit der vier Freundinnen Mary, Sylvie, Alex und Edie, ihrem chronischen Zeitmangel zwischen Job, Familie, Styling, Klatsch und der Teilnahme an Events, und aus einem Reigen von unwahrscheinlichen Zufällen wie im Boulevardstück. So kommt es zum hitzigen Schlagabtausch zwischen Mary und Crystal, der Geliebten ihres Mannes, ausgerechnet beim Dessouskauf.
Meg Ryan spielt die mächenhaft-naive Mary Haines, die sich von der abhängigen Ehefrau über Umwege zur erfolgreichen Designerin mausert. Ist sie über weite Strecken vor allem lieb und unreif, stellt Annette Bening als Sylvie eine wesentlich kantigere Figur dar. Sylvie hat keinen Partner und will auch keinen, muss um ihren Job als Chefredakteurin bangen, und doch vergisst sie nie, sich die Nägel maniküren zu lassen. Sie mag die zahlreichen Kinder ihrer anderen Freundin Edie nicht, und ihrem seltsam ungeschminkten, blassen Gesicht ist die Lebenskrise deutlich anzumerken.
So verkörpert Annette Bening mit ihrem ambivalenten Schauspiel den Spagat, den die Frauen in dieser Geschichte zu bewältigen haben: Luxus, Schönheit, Society-Tratsch sind unerlässlich, ein selbstbestimmtes Leben aber auch. Der Film ist sehr gefällig und versöhnlich, er schwelgt bis zum Schluss in Bildern von Genuss und Wohlstand, verzichtet dabei auch nicht auf das Schmücken eines Weihnachtsbaums. Die Vielfalt seiner Charaktere dient hauptsächlich dem Dialogwitz. Charmant wirkt wiederum, dass in diesen Dialog weibliche Standpunkte aus allen Altersstufen einbezogen werden, von Marys zwölfjähriger Tochter Molly bis zu ihrer alten Haushälterin Maggie.
| FAZIT
Hübsche Ensemblekomödie mit Dialogwitz über reiche New Yorker Freundinnen, in der kein einziger Mann zu sehen ist.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung