Sonntag | 27. Mai 2012 | 22:04 Uhr
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  • FILM REVIEW | Der Fluch - The Grudge
  • Der Fluch - The Grudge

    Thriller, Horror | Japan / USA 2004
  • | INHALTSANGABE

  • Karen (Sarah Michelle Gellar) und ihr Freund Doug (Jason Behr) leben noch nicht lange in Tokyo. Neben ihrem Studium verdient sie sich als Krankenschwester bei einem Care Service für alte Menschen. Als eine ihrer Kolleginnen nicht zur Arbeit erscheint, übernimmt sie deren Patientin. Als sie zu dem Haus kommt, in dem Emma Williams (Grace Zabriskie) lebt, scheint es zunächst verlassen, bis auf ein rotes Fahrrad, das an der Veranda lehnt. Doch schnell befällt sie ein ungutes Gefühl. Als sie schließlich die alte Dame findet, ist diese durch ihre Alterdemenz unfähig sich selbst zu versorgen oder gar zu bewegen. Oder steht sie etwa unter Schock? Von ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter (Clea DuVall) hingegen findet sich keine Spur. Als Karen sich im Haus näher umsieht, entdeckt sie im oberen Stockwerk einen kleinen Jungen, der in einem Schrank eingesperrt ist. Als sie daraufhin zur alten Dame zurückkehrt um sie daraufhin anzusprechen, hat sie eine äußerst grausige Begegnung. Offensichtlich steht dieses Haus unter der Kontrolle von Geistern und jeder Sterbliche, der sich in ihm aufhält oder gar versucht das schreckliche Geheimnis zu ergründen, das sich hinter diesem Umstand verbirgt, muss sterben. Karen gelingt es zu fliehen, muss aber mit ansehen, wie die Menschen um sie herum, einer nach dem anderen verschwinden. So fängt sie aus reinem Selbsterhaltungstrieb an selbst zu ermitteln und stößt dabei auf einige Fragen. Was ist in dem Haus geschehen? Wer ist der Geist, der darin spukt? Und was hat der Selbstmord eines amerikanischen Arztes (Bill Pullmann) mit der Geschichte zu tun? Auf der Suche nach Antworten stößt auch sie an ihre Grenzen, bis sie schließlich alle Details der Geschichte kennt, die damals vor drei Jahren in dem Haus geschah. Aber ist dies auch die Antwort auf ihre verkürzte Lebenserwartung?
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      • | FILMKRITIK

      • Nachdem die Amerikaner in den vergangenen Jahren vor allem Filmklassiker aus Frankreich adaptierten, ist nun Japan der Ideenlieferant Nummer Eins der Hollywood Bosse. Vor allem nachdem das US-Remake von RING über 250 Millionen Dollar einspielte.

        Takashi Shimizu drehte nun gleich selbst sein auf das westliche Sehverständnis angepasste Remake seines modernen Klassikers JU-ON – THE GRUDGE. In diesem Sinne ist es außergewöhnlich, dass die Dreharbeiten komplett in Japan mit einer japanischen Filmcrew stattfanden. Shimizu selbst kann kaum Englisch, so fand der Dialog mit seinen Darstellern immer nur über einen Dolmetscher statt.
        Das mag ein Grund dafür sein, dass THE GRUDGE trotz des westlich aufgearbeiteten Stils, noch immer seinen japanischen Charme und sein Selbstverständnis behält. Und es funktioniert, schon in den ersten Wochen spielte THE GRUDGE in den USA fast 100 Millionen Dollar ein.

        Produziert wurde der Film von dem alten Grusel-Veteranen Sam Raimi, der sich in kürzerer Vergangenheit für die beiden SPIDERMAN Filme verantwortlich zeichnete. Raimi war sehr angetan vom japanischen Original und bot Shimizu mit seiner amerikanischen Produktion Ghost House Pictures nun die Möglichkeit sein ursprüngliches Konzept durch einen größeren finanziellen Rahmen zu erweitern und sich kreativ auszuleben. Nicht zuletzt durch die prominente Fürsprache konnte sich Shimizu die Zusage von renommierten Darstellern wie Bill Pullmann oder auch Grace Zabriskie sichern.

        Die Hauptrolle ging an Sarah Michelle Gellar, die durch die jahrelange Darstellung der Titelheldin von BUFFY The Vampire Slayer bekannt wurde. Schon in der Serie musste die junge Actress sich gegen Monster und Gruselgestalten jeglicher Art behaupten, so war die Besetzung als Karen so etwas wie eine natürliche Folge. Wobei Gellar auch hier wieder unter Beweis stellt, dass sie für Rollen dieser Art bestimmt ist. Man nimmt ihr jeder Zeit ihre gleichzeitige Furcht aber auch Faszination gegenüber dem Bösen ab, und schließlich der Wunsch sich diesem zu widersetzen. Blass hingegen bleibt ihr männlicher Gegenpart Jason Behr, der seine Karriere ebenfalls in einer amerikanischen Serie startete (ROSWELL).

        So ist ein durchaus spannender und äußerst gruseliger Film entstanden, der noch lange nach dem Kinobesuch in den Köpfen der Zuschauer spuken wird, spätestens beim nächtlichen Besuch der Toilette wird so manchem das Gesicht des Geistes Kayako erscheinen.

        Allerdings gibt es in dem Film noch einige Lücken, die für den westlichen Zuschauer durchaus ungenügend erscheinen können. Auch wenn sich das japanische Publikum weniger um logische Schlussfolgerungen kümmert, spätestens dem einen oder anderen Europäer werden Ungereimtheiten und Brüche auffallen, über die man sich doch so manchen Kopf zerbrechen kann.

        Dem Grusel nimmt das allerdings keinen Abbruch.
      • | FAZIT

      • Äußerst furchteinflößender Film, wen die logischen Lücken nicht stören, wird wahren Horror mit japanischem Flair genießen können.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Laura Samide

      • | Userwertung

      Wertung: 0.0/10 (0 votes)

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