Frank Martin hat sich endgültig von seinem aufreibenden Job als Kurierfahrer verabschiedet, lukrative Angebote schlägt er vehement aus. Er lebt ein wirklich friedliches und beschauliches Leben an der französischen Riviera, bis…ja bis ein Auto in sein Haus fährt und Frank sich plötzlich mit einem neuen Auftrag konfrontiert sieht, den er nicht ablehnen kann. Jonas Johnson, der im Auftrag für die Entsorgungsgesellschaft EcoCorp arbeitet, will, dass Frank für ihn die schöne Valentina, Tochter des ukrainischen Umweltministers Leonid Vasilev, von Marseille nach Odessa befördert. Valentina wurde von Johnson entführt, um den Umweltminister zu zwingen, große Mengen an Giftmüll in der Ukraine zu entsorgen.
Und Johnson hat dafür gesorgt, dass Frank den Auftrag wunschgemäß ausführt, denn er und Valentina wurden mit elektronischen Armbändern ausgestattet, die explodieren, sollten sie sich mehr als 20 Meter vom Auto entfernen. Frank wäre natürlich nicht Frank, wenn er nicht alles versuchen würde, heil aus dieser misslichen Lage herauszukommen. Und so beginnt ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel quer durch Europa, wobei Frank nicht nur eine Bombe am Handgelenk, sondern auch noch Valentina am Hals hat… .
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| FILMKRITIK
Frank Martin ist wieder da. So elegant, so lässig und so cool wie eh und je. Mit überirdischem Ego ausgestattet kämpft er mühelos auch gegen ganze Horden wilder Kerle, Hauptsache sein Anzug bleibt faltenfrei und sein Auto bekommt keinen Kratzer. Seine Aufgabe: Eine schöne Frau beschützen. Sein größtes Problem: Die schöne Frau will unbedingt Sex mit ihm haben. Ein Plot, der sich wohl eher an ein männliches Publikum richten dürfte. Sollte sich aber doch die eine oder andere Frau in den testosterongetränkten Action-Reißer verirren, wird sie mit Jason Statham belohnt. Der darf in "Transporter 3" ausgiebig zeigen, dass sein hartes Training Früchte trägt und seinen muskelbepackten Körper gleich mehrfach entblößen. Selbstverständlich in Großaufnahme.
Frank ist ein Held wider Willen. Immer sind es andere, die ihn dazu zwingen, die Welt wieder gerade zu rücken, nachdem sie durch die Schuld böser Buben in Schieflage geraten ist. Und so prügelt er sich
mit Opfermine durch die Frontlinie seiner Gegner, nur um möglichst schnell wieder seine Ruhe zu haben. Selbstverständlich weiß jeder Zuschauer einer Action-Reihe, dass dem Helden im Endeffekt nichts Ernsthaftes zustoßen wird. Frank Martin bewältigt seine unfreiwilligen Aufgaben allerdings so perfekt, dass er sich dabei schon fast zu langweilen scheint.
Dass ihm alles ein bisschen zu leicht fällt ist auch das größte Problem der Transporter-Reihe. Egal wie kompliziert sich die Grundkonstellation gestaltet, ein-zwei Minütchen und die Lage ist geklärt. Die Bösen liegen ächzend auf dem Boden und Frank zieht sich die Bügelfalte gerade. Und während James Bond hilfreiche Hightech aus den Taschen zaubert und John McClane blutbesudelt bis zur völligen Erschöpfung kämpft, braucht Frank noch nicht einmal eine Waffe. Er siegt mit Krawatte und kleinem Finger. Spannend sieht anders aus. Denn wenn ein Held keine ernsthaften Gegner hat, nutzt sich sein Glanz ziemlich schnell ab.
Das Gleiche gilt da für das edle Gefährt. Um welche Automarke es sich handelt, wird in regelmäßigen, kurzen Abständen eingeblendet, was "Transporter 3" bisweilen wie einen Werbespot wirken lässt.
Und dieses Auto ist selbstverständlich so perfekt wie sein Fahrer. Ein Kugelhagel hinterlässt keinerlei Spuren und der Motor brummt auch nach einem Vollbad im Fluss noch satt und mächtig. All das macht den Film an Stellen komisch, an denen er vermutlich niemals komisch sein sollte.
Auf der anderen Seite besitzt "Transporter 3" auch eine ganze Menge beabsichtigten Humor. Frank Martins nonchalante Art, seine schlechtgelaunte Bockigkeit sorgt ebenso für gute Stimmung wie die Ausraster der schönen Valentina, die immer zum falschen Zeitpunkt auf sich aufmerksam macht und Frank dabei den Kopf verdreht. Um es diplomatisch auszudrücken: "Transporter 3" ist nicht schlechter als seine Vorgänger. Also ein Film für Genrefans, die testosterongetränkte, solide Action mögen und dafür keine großen Überraschungen brauchen.
| FAZIT
Ein makelloser Held kämpft sich durch solide Action, die vollkommen ohne Überraschungen auskommt. Qualitativ schließt "Transporter 3" nahtlos an seine Vorgänger an.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung