Komödie,
Romanze
| Frankreich / Großbritannien / USA 2008
| INHALTSANGABE
Die 16-jährige Poppy Moore macht ihrem Vater in Malibu das Leben schwer. Seit dem Tod ihrer Mutter vor fünf Jahren überdeckt das verwöhnte Mädchen aus der Villengegend bei Los Angeles ihre Einsamkeit mit aufmüpfigem Verhalten. Als Poppy es eines Tages zu weit treibt, macht ihr Vater seine Drohung wahr und schickt sie auf ein englisches Mädcheninternat.
Dort erwartet die Kalifornierin, die ihr Mineralwasser und zahllose stylische Klamotten mitgenommen hat, ein richtiger Kulturschock: Schuluniformen, Handyverbot, Lacrossetraining. Ihre Zimmergenossinnen erbarmen sich irgendwann mit der leidenden Poppy und wollen ihr helfen, so unangenehm aufzufallen, dass ihr Verweis von der Schule unvermeidlich wird.
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| FILMKRITIK
Die Teenie-Komödie „Wild Child“ mit Emma Roberts in der Hauptrolle lässt die schönsten Klischees über die verwöhnte Banause aus Kalifornien und die steifen Britinnen im Dauerregen aufeinanderprallen. Emma Roberts wird als junge Amerikanerin mit Cast und Crew aus England konfrontiert. Der Cutter Nick Moore gibt sein Regiedebüt nach einem Drehbuch von Lucy Dahl, die ihre eigenen bikulturellen Erfahrungen einfließen ließ. Dahl war selbst Schülerin eines britischen Mädcheninternats und lebt mit ihren jugendlichen Töchtern jetzt in Los Angeles.
Am ersten Schultag steigt Poppy mit überdimensionierter Sonnenbrille und pinkfarbener Jeans aus dem Auto auf das altehrwürdige Gelände der Abbey Mount School. Dort tummeln sich ausschließlich Mädchen in der Schuluniform mit der Leitfarbe Grau. Poppy macht keinen Hehl aus ihrer ausgeprägten Abneigung gegen diese Umgebung, in der sie nicht länger als ein paar Tage zu bleiben gedenkt. Als die schottische Hausmutter in das Zimmer kommt, das Poppy mit vier Mitschülerinnen teilt, um die Handys einzusammeln, stößt sie auf wortstarken Widerstand der kalifornischen Göre – und die Zimmerbewohnerinnen werden alle bestraft.
Die schärfste Gegnerin Poppys ist vom ersten Schultag an Harriet, die Schulsprecherin. Harriet verkörpert das Klischee vom britischen Traditionsbewusstsein und fordert von allen Mädchen Respekt und Gehorsam. Außerdem hat sie ein Auge auf den hübschen Sohn der Rektorin geworfen, aber der lebenslustige Freddie, gespielt von Alex Pettyfer, interessiert sich mehr für Poppy. Auch die Rektorin selbst, gespielt von Natasha Richardson, hat viel Sympathie für die amerikanische Göre, die es trotz wilder Streiche lange nicht schafft, vor das Ehrengericht der Schule gezerrt zu werden.
Die vier Zimmergenossinnen Poppys aber freunden sich bald an mit dem unerschrockenen Partygirl und mischen bald unter ihrer Regie den Schulball auf – gekleidet in absolut unpassende, kurze und knallbunte Kleidchen. Poppy fängt an, sich an der Schule wohl zu fühlen und wird richtig nett – doch dann schlägt die Erzfeindin zu. Die amüsante Culture-Clash-Komödie leidet allerdings ein wenig unter dieser radikalen Wandlung, die das rebellische, pubertierende Girl hinlegen muss. Sie wird zu schnell zu angepasst und dabei verliert die Geschichte viel von ihrem anfänglichen Biss.
| FAZIT
Nette Culture-Clash-Komödie über eine verwöhnte Göre aus Kalifornien, die auf ein britisches Mädcheninternat muss.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung