Sonntag | 27. Mai 2012 | 20:16 Uhr
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  • FILM REVIEW | Kurzer Prozess - Righteous Kill
  • Kurzer Prozess - Righteous Kill

    Thriller, Drama, Crime | USA 2008
  • | INHALTSANGABE

  • Turk (Robert De Niro) und sein Partner Rooster (Al Pacino) sind alte Hasen im Polizeigeschäft und kommen zusammen auf beinahe 120 Dienstjahre. Aber diese Zeit hat ihre Spuren hinterlassen: Der eine ist mittlerweile völlig abgestumpft und der andere bestimmt inzwischen allein, welcher Verbrecher hingerichtet wird, weil das Rechtssystem zu viele Fehler hat. Es dauert nicht lange bis die Kollegen herausfinden, dass es sich bei dem Serienkiller, dessen Opfer ausschließlich superschwere Jungs sind, um einen Kerl aus den eigenen Reihen handelt und es wird immer deutlicher, dass die Spur zu Turk zu führen scheint.
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      • | FILMKRITIK

      • Gemessen an „Heat“ (Michael, Mann, 1995) sind die Erwarten, eine weitere Zusammenarbeit von Robert De Niro und Al Pacino betreffend, wohl sehr hoch. Aber mit Erwartungen ist das bekanntlich so eine Sache: Oft werden sie nicht unbedingt erfüllt und manchmal sogar alles andere als das. Wie zum Beispiel in „Kurzer Prozess“!

        Jon Avnet – dessen einsames Regiehighlight wohl „Grüne Tomaten“ aus dem Jahr 1991 sein dürfte – versucht noch nicht einmal mit seinem Polizeifilm etwas Neues zu erzählen. Und das, was er erzählt, ist längst mehr als kalter Kaffee. Spätestens seit „Lethal Weapon“ hat jeder geschnallt, dass Partner bei der Polizei meistens ein Kopp und ein Arsch sind. Wobei natürlich immer einer von beiden die Regeln ernster nimmt als der andere, was bis zu dem äußerst bekannten Spielchen „guter Bulle / böser Bulle“ getrieben werden kann. Hier mimt selbstverständlich Robert De Niro den „Pit Bull auf Crack“ und spult dabei seine üblichen Manierismen ab.

        Nicht anders als Method-Acting-Kollege Al Pacino, dessen Figur natürlich als einzige in der Lage ist, den Pit Bull an der Leine zu halten. Aber die ruhmreichen Zeiten von Travis Bickle („Taxi Driver“, 1976) und Tony Montana („Scarface“, 1983) sind definitiv vorbei und die Verbindung von zwei in die Jahre gekommenen Haudegen und der Rap- / Hip-Hop-Generartion – allen voran 50 Cent als Drogendealer Spider – misslingt.

        Auch die Figuren stellen dauernd fest, dass nichts mehr so ist wie früher. Aber Sätze wie „Früher war dies...“, „Früher war das...“ und „Früher hätten wir den Krankenwagen wieder abbestellt und so einen Typ wie dich einfach verbluten lassen!“ nerven recht schnell und sorgen nicht für das wahrscheinlich erwünschte Schmunzeln im Gesicht des Zuschauers. Galgenhumor ist übrigens ständig ein Thema, funktioniert aber nicht. Es wirkt einfach nur lächerlich, wenn sich zwei Polizisten über das Fabrikat des Riesenflachbildschirms an der Wand streiten, während eine grausam zugerichtete Leiche direkt vor ihnen liegt. Und nein, 50 Cent alias Curtis James Jackson III ist auch nicht wirklich ein begnadeter Schauspieler.

        Zudem ist einfach die komplette Story Mist. Die Wendungen sind vorhersehbar, teilweise schlicht und ergreifend schlecht und am Schluss folgt das so ziemlich unglaubwürdigste Motiv eines Serienkillers der gesamten Filmgeschichte.
      • | FAZIT

      • Besser schnell wieder vergessen! Man sollte De Niro und Pacino auf keinen Fall so in Erinnerung behalten.

      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Sandra Blass

      • | Userwertung

      Wertung: 0.0/10 (0 votes)

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