Sonntag | 27. Mai 2012 | 20:24 Uhr
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  • FILM REVIEW | Vorbilder?!
  • Vorbilder?!

    Komödie | USA 2008
  • | INHALTSANGABE

  • Danny und Wheeler arbeiten als Promoter für einen Energydrink-Hersteller. Während Wheeler nur an Sex denkt und dabei glücklich ist, gerät Danny in eine Lebenskrise: Der Job ist ihm zu dämlich, die Menschen sprechen in Worthülsen und seine Freundin verlässt ihn. Als auch noch der Dienstwagen abgeschleppt wird, dreht Danny durch. Doch die gewaltsame Fahrerflucht endet an der nächsten Statue und nun droht Gefängnis. Es sei denn, Danny und Wheeler leisten 150 Stunden Sozialdienst: als Mentoren für Kinder und Jugendliche, mit denen sie sinnvolle Freizeit verbringen sollen.

    Die Chefin der Initiative gibt Danny und Wheeler ihre schwersten Fälle: Danny bekommt den 16-jährigen Sonderling Augie zugewiesen, der sich nur für eine mittelalterliche Rollenspielgruppe interessiert. Und Wheeler kann von dem zehnjährigen Frechdachs Ronnie noch einige ordinäre Ausdrücke lernen. Es sieht so aus, als würden sich die Mentoren nicht halten können, doch dann bekommen sie unerwartet Hilfe.
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      • | FILMKRITIK

      • „Vorbilder?!“ von Regisseur David Wain ist eine typische R-rated Comedy, eine Komödie, die unter Siebzehnjährige nur in Begleitung Erziehungsberechtigter anschauen dürfen. In den USA zu einem eigenen Genre geworden, schwelgt sie in der Freiheit lockerer Sprache und produziert deshalb vor allem schlüpfrige Witze. Manche Schauspieler haben in diesem Genre Karriere gemacht, wie auch die beiden Hauptdarsteller Paul Rudd und Seann William Scott. Die Komödie wirkt frisch in ihrer Mischung aus Derbheit, Biss und harmlosem Spaß. Auch wenn ihre Anzüglichkeiten das Niveau drücken – das deutsche Publikum ist so was aus heimischen TV-Comedies gewöhnt.

        Danny und Wheeler sind einfach lächerlich in ihrem Job: Sie müssen Schulkindern weismachen, dass ihr Energydrink eine sinnvolle Alternative zu Drogen ist. Danny hält dabei einen Vortrag, dem kein Schüler Glauben schenkt, und Wheeler steht als verkleideter Minotaurus daneben. In dem Mentorenprogramm finden sie ihrerseits alles lächerlich: die Begeisterung der freiwilligen Helfer, die Worte der Chefin, vor allem aber ihre Aufgabe, die beiden seltsamen Kids zu begleiten. Der Aufreißertyp Wheeler muss sich einem Gleichgesinnten widmen, der ein respektloser kleiner Junge ist. Und der von allem und jedem angeödete Danny steht stundenlang im Wald herum, wo Augie seine Ritter-Kumpel mit einem Spielzeugschwert bekämpft.

        Augie wird dargestellt von Christopher Mintz-Plasse, dem Laienschauspieler, der gleich in seiner ersten Rolle in „Superbad“ für Aufsehen sorgte. Auch hier in seinem zweiten Film überzeugt er mit seiner lebhaften Ernsthaftigkeit und dem Spaß an Außenseiterfiguren. Sein Augie ist nur scheinbar ein weltfremder Loser, in der Rollenspielwelt wird er zum sprachgewaltigen, fantasiebegabten Jungen, der es sogar mit dem König aufnimmt.

        Auch Wheeler wird gut dargestellt von Seann William Scott: Er ist der ewig lüsterne Draufgänger, hinter dem sich ein gut gelauntes Kind verbirgt. Danny hingegen, der immer wieder hört, er solle mehr lächeln, hat einfach keine Lust. Paul Rudd gibt den schnöseligen, selbstbezogenen Charakter ein bisschen zu ernst und langweilig für eine Komödie.

        Nimmt man die Szenen und die Entwicklung der Handlung unter die Lupe, so wirkt der Film nicht übermäßig intelligent. Aber im Ganzen betrachtet, richtet es die Mischung aus Sprachwitz, Situationskomik und einer Geschichte, die ständig in Bewegung bleibt. Die Vielfalt der Sprüche reicht von Wheelers Beziehungsmotto: „Rein, raus und weg“ bis zum Urteil des coolen kleinen Ronnie über den linkischen Jugendlichen Augie: „War ja klar, dass der ne Schildkröte hat“.
      • | FAZIT

      • Zwei junge Männer müssen Sozialstunden mit Kindern ableisten: kurzweiliger Spaß mit unverblümten Dialogen und skurrilen Rollenspielen.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 2.0/10 (1 vote)

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