Die Wilden Hühner und die Pygmäen sind nun dem Bandenalter entwachsen, besuchen mittlerweile die neunte Klasse und müssen sich den Weg in die Welt des Erwachsenwerdens bahnen. Vor ihnen liegt die diesjährige Klassenfahrt, welche einiges an Konfliktpotential bereithält. Meli ist bereits bei der Abfahrt schlecht drauf, behält jedoch den Grund ihrer üblen Laune verborgen. Sprotte feiert kurz vor der Abfahrt mit ihrem Fred das zweijährige Jubiläum, welches jedoch leider weniger romantisch endet als es begonnen hatte, denn Sprotte kann sich zu dem letzten Schritt, mit Fred zu schlafen, nicht entscheiden. Während der Klassenfahrt muss Sprotte dann zum ersten Mal den Schmerz wahren Liebeskummers erfahren. Meli wiederum erlebt wie wichtig ihr die einstigen Wilden Hühner sind, denn sie beweisen ihr, dass sie für jedes Problem eine Lösung finden und zusammen halten. Doch nicht nur der Liebeskummer plagt die Teenies, auch die Trennung durch unvermeidliche Tatsachen: Torstens Vater muss nach Dänemark ziehen, denn nur dort findet er Arbeit. Torsten hat keine Wahl er muss seine Freunde verlassen. Auch die Welt der Erwachsenen scheint durch permanente Ereignisse ruhelos zu kreisen und weißt ganz ähnliche Themen und Probleme wie die Welt der einstigen Wilden Hühner bzw. der Pygmäen auf. Eines ist den Wilden Hühnern auf ihre Reise ganz klar geworden, sie sind zu alt für die Wilden Hühner, es ist nun an der Zeit sich dem Erwachsenwerden zu stellen und ihre Bande in die Hände würdevoller Nachfolger zu geben, an „die Wilden Küken“.
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| FILMKRITIK
Die Trilogie der „Wilden Hühner“ ist nun vollendet. Die Erwartungen an Teil drei sind hoch, denn die ersten zwei Teile setzen die Messlatte weit oben an. Um dem Alter der Darsteller Rechnung zu tragen, beschäftigt sich Teil drei mit ganz anderen Problemen als die vorhergehenden Filme. Einige der Darstellerinnen und Darsteller sind bereits 16, nähern sich auch im realen Leben dem Erwachsenwerden mit großen Schritten. So entwachsen sie nun auch ihren Rollen der „Wilden Hühner“ und werden zu jungen Erwachsenen.
Vivian Naefe führte die Regie und nimmt den Zuschauer mit auf eine Art Initiationsreise, die metaphorisch durch die Klassenfahrt visualisiert wird. Absolut gelungen ist die Wahl des Drehortes, sowie die hochkarätige Besetzung, die in wirklich jeder Szene überzeugt, sowie die minutiös eingesetzten filmischen Mittel um die unterschiedlichsten Emotionen auf der Leinwand widerzuspiegeln. Ein bittersüßer Film über die großen Themen des Lebens an denen keiner vorbeikommt: das Erwachsenwerden mit all seinen Höhen und Tiefen, über den Zauber aber auch den Kummer der Liebe und über den Schmerz des Abschiednehmens durch unvermeidliche Umstände.
Ein wunderbar inszenierter Film, der mit jedem einzelnen Bild und durch die audiovisuelle Ebene den Zuschauer einlädt mit auf eine Reise zu kommen, auf eine Reise die alles verändern wird.
| FAZIT
„Die Wilden Hühner und das Leben“, ein bezaubernder Jugendfilm, gespickt mit viel Charme und unschuldiger Anmut, der nicht nur das junge Publikum in seinen Bann zieht. Ein bewegendes Teenabenteuer, für Fans der Mädels und Jungs ein absolutes Muss.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung