Andie und ihr jüngerer Bruder Bruce müssen einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Ihre Eltern sind tot, ihnen bleibt nur noch ihr Hund Friday, der jedoch zu keiner der zugewiesenen Pflegeelternpaare mitdarf. Um ihr letztes gemeinsames Bindeglied zu ihren verstorbenen Eltern nicht zu verlieren denken sich die beiden Kinder so manch verrückte Konstruktion aus um Friday zu sehen, ihn zu füttern und ihm seine Schmuseeinheiten zukommen zu lassen.
Doch als eines Tages mitleidlose Hundefänger Friday abgreifen ist es vorbei mit den heimlichen Treffen. Andy und Bruce müssen eine endgültige Lösung finden um ihrem kleinen Vierbeiner ein glückliches Leben zu ermöglichen. Zufällig entdecken sie ein verlassenes Haus, ein ehemaliges Hotel, das von einem furchteinflößenden, großen Hund bewacht wird. Doch Friday scheint sich vom ersten Moment an mit seinem Artgenossen zu verstehen. Und, da das Hotel genug Raum und Platz bietet, haben die beiden Kinder eine großartige Idee: sie wollen zusammen mit ihren Freunden die streunenden Hunde der Stadt vor dem sicheren Tod im Tierheim bewahren. Die Hunde sollen nicht nur ein Dach über dem Kopf haben; denn dank Bruce‘ grandiosem Einfallsreichtum wird das Hotel bald zu einem Abenteuerpark mit Vollpension für die Hunde.
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| FILMKRITIK
Thor Freudenthal führte bei dieser Abenteuerkomödie die Regie. Die Story basiert auf dem Roman „Hotel for Dogs“ von Lois Duncan. Im Vorspann zeigt Freudenthal in Form von Spielzeugfiguren das einstige Leben der Kinder, behütet von ihren fürsorglichen Eltern im Garten sitzend - und bei ihnen natürlich der Hund Friday. Dann lässt er den Zuschauer jedoch schnell in die Realität stürzen. Die Kamera zoomt zurück, lässt zwei Kinder in einem Pfandleihhaus erscheinen, die den Besitzer gerade um 27 Dollar betrügen.
Kurz darauf stellt sich der Grund für die Straftat heraus: die beiden Kinder müssen ihren vierbeinigen Freund Friday ernähren. Immer wieder schiebt Freudenthal wunderbar märchenhafte Züge in das Geschehen ein, lässt jedoch ganz schnell die lobenswerten Absichten der Kinder von einer bitteren Realität überschatten. Sehr kreativ und amüsant anzusehen sind die einfallsreichen Apparaturen die Bruce erfindet, um die vielen Vierbeiner zu ernähren und sie zu unterhalten: die Freßnapfauffüllmaschiene, der Autofahrtwindsimulator oder der Türklopfsimulator.
Beachtenswert ist auch die absolut gelungene Choreographie der lustigen Vierbeiner. Ebenso beeindruckend überzeugen die jungen Darsteller in ihren Rollen, vermitteln sensibel ihre kindlichen Gefühle, ihre seelischen Verletzungen und ihre Wünsche, die nur von wenigen Menschen geachtet werden. Natürlich endet das Ganze unabdingbar in einem grandiosen Happy End und hinterlässt somit eine große Portion Optimismus und Glauben an das Gute im Menschen.
| FAZIT
Eine tierische Familienkomödie die bezaubert, amüsiert und dabei jedoch die bittere Realität nicht aus den Augen verliert. Ein wunderbarer Film über Kinderträume, Achtung und Freundschaft.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung