Sonntag | 27. Mai 2012 | 17:59 Uhr
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  • FILM REVIEW | Public Enemy No.1 - Todestrieb
  • Public Enemy No.1 - Todestrieb

    Thriller, Biografie | Frankreich 2008
  • | INHALTSANGABE

  • Frankreich in den siebziger Jahren: Jacques Mesrine (Vincent Cassel) ist durch seine zahlreichen Straftaten in Frankreich und Kanada längst zur Legende geworden. Zu einer Legende, die nach Meinung der Medien den Titel „Staatsfeind Nr. 1“ verdient. Keine Bank ist vor ihm sicher und weder Handschellen im Gerichtssaal, noch ein Hochsicherheitsgefängnis können ihn langfristig außer Gefecht setzen.

    In seiner Autobiographie „Der Todestrieb“ gesteht er 40 Morde, unzählige Banküberfälle und noch vieles mehr. Die Polizei bleibt bei seinen neuen Eskapaden alles andere als untätig und kommt ihm immer dichter auf die Fersen. Auch wenn Mesrine sich anscheinend von Anfang an der Tatsache bewusst war, dass er nicht an Altersschwäche sterben würde, dürfte er sein Ende wohl kaum derart grausam vorausgeahnt haben.
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      • | FILMKRITIK

      • Das Leben des Gangsters Jacques Mesrine war mit Sicherheit so aufregend und faszinierend, dass ein Film über ihn gerechtfertigt ist. Und ja, es macht Spaß dabei zuzusehen, wie Jacques der Polizei ein Schnippchen nach dem anderen schlägt und natürlich ist jede einzelne der zahlreichen Verfolgungsjagden unglaublich spannend und mit Sicherheit haben Regisseur Jean-François Richet und sein Team im Vorfeld gut recherchiert und ebenfalls ja, der Kameramann leistet auf solide Art gute Arbeit.

        Das Problem ist bloß, man hat das alles schon gesehen und zwar zu Genüge. Jacques Mesrine reiht sich ein in die lange Riege von Straftätern quer über den ganzen Globus verteilt, die ebenfalls zu Legenden und erst durch die Gesellschaft zu Gesetzlosen wurden. Um ausgerechnet aus der Geschichte von Jacques Mesrine etwas Besonders zu machen, hätte ein neuer Weg des Erzählens gefunden werden müssen. Stattdessen erinnern der Look und einige Verfolgungsjagden deutlich an „French Connection“ (William Friedkin, 1971) und dummerweise klingen die Schüsse, die während der zahlreichen Schießereien abgefeuert werden, eindeutig nach Platzpatronen. In dieser Beziehung hat das Sounddesign inzwischen doch schon wirklich viel Besseres hervorgebracht.

        Da kann sogar Vincent Cassel in der Hauptrolle nicht viel wettmachen, obwohl er – wie immer – hervorragende Arbeit leistet. Um absolut authentisch zu wirken, schaffte er sich sogar 20 Kilo mehr auf die Rippen. Mesrine wurde auch der Mann mit den tausend Gesichtern genannt und Cassel schlüpft überzeugend in jede Maskerade, die sich das Hair- und Makeup-Department ausgedacht haben. Sein Schauspiel ist der einzige Lichtblick in diesem 08/15-Gangsterstreifen.
      • | FAZIT

      • Bonnie und Clyde lassen grüßen. Nur leider wusste Arthur Penn besser, wie man solche Geschichten inszeniert.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Sandra Blass

      • | Userwertung

      Wertung: 0.0/10 (0 votes)

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