John und Jenny Grogan haben gerade geheiratet, als sie beschließen, dem eisigen Michigan den Rücken zu kehren und ins sonnige Florida zu ziehen, um in West Palm Beach ein neues, gemeinsames Leben zu beginnen. Beide arbeiten als Journalisten und beide ergattern schnell Jobs bei ansässigen Lokalzeitungen. Doch während Jenny einen Karriere-Schnellstart hinlegt, bekommt John einen undankbaren Artikel nach dem anderen aufs Auge gedrückt.
Bald macht sich John allerdings nicht nur Sorgen um seine verlangsamte Karriere, auch das Baby-Thema droht in ihre junge Ehe Einzug zu halten. Da er sich für eine Vaterschaft allerdings noch nicht reif genug fühlt, beschließt er, Jenny zum Geburtstag einen Hund zu schenken. Marley, der vermutlich ungezogenste und frechste Hund der Welt. Versuche, ihm in der Hundeschule ein paar Manieren beizubringen, misslingen fürchterlich. Marley frisst alles, was ihm zwischen die Zähne kommt, Sofas, Anrufbeantworter und BHs inklusive.
Nach einiger Zeit wird John klar, dass er – nachdem es ihm gelungen ist, Marley zu bändigen – vermutlich auch ein Kind bändigen könnte. Doch leider muss das junge Ehepaar schnell erkennen, dass Familienplanung nicht so leicht ist wie das Schreiben eines Zeitungsartikels. Bald stoßen sie an die Grenzen ihres perfekt durchorganisierten Lebens. Aber obwohl dank Marley und Nachwuchs rein gar nichts mehr nach Plan läuft, führt ihr chaotischer Weg dennoch direkt ins Glück.
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| FILMKRITIK
Was auf den ersten Blick wie eine konventionelle Romantic Comedy aussieht, entpuppt sich als gut erzählte Liebeserklärung an die Familie mit Hund. Kein gewöhnlicher Hund allerdings. Marley ist äußerst schwer erziehbar und hat einen sehr eigenen Kopf, den er durchzusetzen versteht. Außerdem hat er eine Vorliebe dafür, allem hinterherzujagen, das sich bewegt und alles zu fressen, was ihm vor die Zähne kommt. Kurz: Marley passt so gar nicht in das Leben eines perfekt durchorganisierten Pärchens, das ein erfolgreiches Leben nach To do-Liste und Terminkalender führt.
Die Formel von Johns Freund, \"Wenn du ein Kind hast, bist du nicht mehr du selbst. Wenn du einen Hund hast, bist du ein Herrchen.\", geht in diesem Fall also nicht auf. Statt sich also in Johns und Jennys Leben einzufügen, zeigt ihnen der chaotische Hund, was – anstelle von Besitz und Ordnung – wirklich im Leben zählt: Liebe, Verantwortung und Kompromissbereitschaft. Besonders letzteres ist gefragt, wenn es darum geht, die eigenen Bedürfnisse ein wenig zurückzustellen, um Platz für andere zu machen.
Etwas zu konventionell ist es vielleicht schon, dass Jenny – die besser im Job ist als ihr Mann – zur Hausfrau wird, während John eine Gehaltserhöhung kassiert. Doch stellt der Film gleichzeitig sicher, dass auch John für seine Familie sehr viel aufzugeben bereit ist. Während er über viele Jahre hinweg heimlich seinen Freund beneidet, der frei und ungebunden genau die Karriere macht, von der John so lange träumte, dreht sich der Spieß spätestens dann um, wenn beide in ihren Vierzigern stehen. Während der eine ein unstetes Leben ohne Halt führt, hat John mit seiner Familie einen Punkt erreicht, an dem er sich zurücklehnen und zugeben kann, dass Träume sich manchmal auch dann erfüllen, wenn man sie vorher gar nicht geträumt hat.
\"Marley und ich\" erzählt weder eine besonders spektakuläre noch eine besonders spannende Geschichte. Und doch gelingt es dem Film, den Zuschauer für sich einzunehmen. Das liegt nicht nur am liebenswert eigenwilligen Marley, sondern auch an den Darstellern Owen Wilson und Jennifer Aniston. Beide zeigen, dass sie sich in ihren Rollen wohl fühlen. Die Handlung folgt einem glatten Schema, ohne jemals langweilig zu werden. Insgesamt ist \"Marley und ich\" eine konventionelle, aber durchaus unterhaltsame Komödie geworden, die einen Kinobesuch wert ist.
| FAZIT
Eine gelungen erzählte Liebeserklärung an die Familie mit Hund.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung