Chloe lebt in Beverly Hills ein Leben in Luxus: Ihr Frauchen trägt sie in der Tasche zum Beauty-Salon und zur Modeboutique für Hunde. Chloe ist ein weißer Chihuahua, und am Swimmingpool trägt sie einen Bikini zum Diamantenhalsband. Der Gärtner hat ebenfalls einen Hund mit Chihuahua-Anteil, der Papi heißt und in Chloe verliebt ist. Doch Chloe verkehrt nun mal nicht mit seinesgleichen.
Als Frauchen für ein paar Tage verreisen muss, lässt sie Chloe in der Obhut ihrer Nichte Rachel, die jedoch kein Herz für das Hündchen hat. Rachel und ihre Freundinnen fahren mit dem Hund im Auto mal kurz rüber nach Mexiko. Dort wird Chloe von Gangstern entführt, die Hundekämpfe veranstalten. Doch bevor sie der Dobermann El Diablo im Ring verspeist, rettet sie ihr Mithäftling Delgado, ein Schäferhund. Auf der anschließenden Flucht vor den Verfolgern beschützt er Chloe, die einiges über das wahre Hundeleben lernt. Und auch Papi ist mit dem Gärtner und Rachel bereits auf der Suche nach ihr.
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| FILMKRITIK
In „Beverly Hills Chihuahua“ von Regisseur Raja Gosnell können die Hunde sprechen und was sie sagen, zeigt, dass sie genauso denken wie die Menschen. Chloes Meinung über Rachel zum Beispiel ist vernichtend, doch Rachel kann das Hündchen natürlich nicht verstehen. Aus dem Spiel der sozialen Gegensätze zwischen den Superreichen, deren Dekadenz der geschmückte Chihuahua symbolisiert, und den Straßenhunden in Mexiko macht der Film ein abenteuerreiches Vergnügen. Das Roadmovie wagt sogar Anleihen beim Crime- und Detektivgenre, weil der Schäferhund Delgado als Ex-Polizeihelfer das Milieu der Zwielichtigen bestens kennt.
Zunächst geht es um den Luxus-Alltag Chloes in Beverly Hills, und um ihr Frauchen Vivian, herrlich ungeniert gespielt von Jamie Lee Curtis. Chloe hat eine Wollallergie, während Papi, der Gärtnerhund, beim Buddeln im Beet schwärmt: „Ich liebe den Geruch von Dreck am Morgen“. Damit ist die Grenze zwischen den beiden schon abgesteckt, und Papi, der Chloe romantisch den Hof macht, dient ihren Freunden am Pool höchstens als Objekt für sexuelle Anspielungen.
In Mexiko aber kommt Chloe in Kontakt mit dem echten Leben und mit seinen Schattenseiten. Die Männer, die sich am Hundekampf erfreuen, können es kaum erwarten, dass der Dobermann sie zerfetzt. Doch El Diablo schafft es lediglich, ihr den pinkfarbenen Pullover vom weißen Leib zu reißen, dann greift der Rettungsplan des Schäferhunds. Chloe in ihren rosa Schühchen rennt, so schnell sie kann, hinter dem großen Delgado her, der die verwöhnte Kleine gerne wieder loswerden würde, aber das bringt er nicht über sich.
Chloes Verwandlung zum normalen Hund schreitet voran, je mehr Schühchen sie unterwegs verliert. Ihr Halsband aus Diamanten wird von einer gewieften Buschratte und ihrem Freund, einem Leguan, geklaut. Ratte und Leguan sind, im Gegensatz zu den anderen Tieren, fotorealistisch computeranimiert. Quer durch das bunte Straßenleben Mexikos, durch Wüstengegenden bis hin zu alten Aztekensiedlungen geht die aufregende Reise Chloes und Delgados. Dabei bleibt die ideenreiche Geschichte erfrischend frei von Rührseligkeit.
Der Höhepunkt des Abenteuers ist Chloes Begegnung mit einer Armee von Chihuahua-Hunden, die in einer Ruinenstadt der Azteken leben. Ihrem Anführer Monte leiht DJ BoBo seine deutsche Stimme mit dem Schweizer Akzent und gibt seinen Worten etwas Salbungsvolles und Komisches zugleich. Chloe erfährt, dass Chihuahuas stolze und starke Hunde sind – das dürfte auch einige Zuschauer überraschen. Doch bis zum Ende des Films haben die schmächtigen Exemplare mit den dreieckigen Ohren einige Liebhaber mehr.
| FAZIT
Aufregender Roadtrip eines verwöhnten Hündchens mit sprechenden Tieren, Crime und seelischer Läuterung.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung