Der Bostoner Vulkanologe Trevor Anderson führt die Forschungen seines seit 10 Jahren spurlos verschwundenen Bruders Max unermüdlich weiter. Bis sein Forschungslabor an der Universität wegen mangelnder Ergebnisse zum Lagerraum umfunktioniert wird. Ernüchtert und wütend macht sich Trevor auf den Nachhauseweg. Angekommen in seinem chaotischen Singlehaushalt erreicht ihn auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht seiner Schwägerin, die ihn an den vereinbarten zehntägigen Besuch seines 13 jährigen Neffen Sean erinnert.
Mit Seans Ankunft bekommt Trevor auch eine Kiste mit alten Hinterlassenschaften seines Bruders geliefert. Unter anderem enthält diese persönliche Schatztruhe Max‘ Lieblingsbuch von Jules Verne „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Beim Durchstöbern stößt er auf rätselhafte Notizen, welche er nach und nach entschlüsselt. Diese Vermerke von Max bezeugen, dass sein Bruder an die reale Existenz von Jules Vernes Beschreibungen glaubte und offenbar auf der Suche nach dieser Welt war.
Trevor und Sean machen sich auf die Reise nach Island, um den Aufzeichnungen von Max zu folgen. Dort treffen sie auf die Bergführerin Hannah, Tochter des verstorbenen Professor Lidenbrock, dem Helden Vernes Romans. Die drei machen sich auf den Weg um Max Vermächtnis, vulkanische Sensoren, zu finden. Nicht nur diese sollen sie finden, sondern auch den Weg den Max gegangen ist, der sie nun zum Innersten der Erde führen wird. Keiner der drei ahnt, was sie dort erwarten wird.
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| FILMKRITIK
Eric Brevig führte bei diesem rasanten Fantasieabenteuer die Regie. Brevig hält sich nicht an die Romanvorlage des Meisterwerks von Jules Verne, was man beim Lesen des Titels vorerst vermuten würde.
Beeindruckend ist weniger die Story des Films, denn sie wartet mit wenig Neuem auf, sondern vielmehr die 3D-Effekte, die den Zuschauer in einen Sog des Nervenkitzels mitreißen und vor allem beim jungen Publikum und deren Vätern auf große Faszination stoßen dürften. Brevig entführt den Zuschauer in eine Welt vor unserer Zeit, setzt seine Protagonisten blutrünstigen Dinosauriern, fleischfressenden Pflanzen, totbringenden Lavaströmen und umher schwebenden Felsbrocken aus.
Auch wenn Brevig an manchen Filmstellen einen Schuss zu viel Sentimentalität aufweist, gelingt ihm ein imposanter Fantasiefilm, gemäß den Klischees unserer Zeit, denn Sean würde nie ohne sein Handy auf die Reise gehen – leider versagt es jedoch im inneren der Erde kläglich.
Ebenso den heutigen Klischees entnommen, die Dialoge der Figuren, vor allem zwischen Trevor und Sean. Gerade deshalb wird dieses Werk vor allem die Teenies unter den Zuschauern besonders ansprechen.
| FAZIT
Eine fantastische Geschichte die wenig mit der Romanvorlage gemein hat, trotzdem wirkungsvoll und mit viel Liebe zum Detail inszeniert wurde. Ein imposantes Kinoabenteuer das viel Spannung und Nervenkitzel verspricht.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung