Der Immobilienmakler Peter Klaven macht seiner Zooey einen Heiratsantrag. Während sie erfreut ihre Freundinnen informiert, muss Peter feststellen, dass er keinen einzigen engen Freund hat, der sein Trauzeuge werden könnte. Wie lernt ein Mann andere Männer kennen? Peter probiert einiges aus, vom Date mit einem Schwulen, der sich falsche Hoffnungen macht, bis zu missglückten Pokerrunden mit echten Machos. Doch eines Tages begegnet Peter ein Mann namens Sydney, der das Leben locker nimmt und sich in einer Garage einen Hobbyraum eingerichtet hat. Dort kann Peter endlich Gitarre spielen und singen. Die Freundschaft mit Sydney findet er bald viel aufregender, als mit Zooey vor dem Fernseher zu sitzen.
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| FILMKRITIK
„Trauzeuge gesucht!“ von Regisseur John Hamburg ist eine Hymne an die Männerfreundschaft, bzw. das geschlechtsspezifische Luftgitarrenspiel und die vertraulichen Gespräche, die ausgewachsene Jungs offenbar manchmal führen. Mit Sydney kann der bieder-brave Peter Klaven endlich die ausgelassene Kumpel-Freundschaft nachholen, die ihm schon in der Schulzeit gefehlt hat. Trotz einiger unappetitlicher Scherze ist der Film nicht plump, sondern erzählt ohne größere Übertreibungen davon, wie Peter dank des Freundes plötzlich aufblüht.
Das Beste an der Geschichte sind die Witze, in denen es um peinliche Versprecher und andere Fettnäpfchen geht. Paul Rudd mutiert dabei vom harmlosen, unscheinbaren Anzugträger Peter Klaven zum Mann, der sich mit spontanen, lustvollen Wortschöpfungen selbst überrascht. Die meisten seiner Versuche, neue Wege zu beschreiten, z. B. beim Wetttrinken in der fröhlichen Männerrunde, entgleisen allerdings, weil dem Lehrling einfach noch die nötige Gewandtheit fehlt.
Sein neuer, ja sein wohl erster Freund im Leben, gespielt von Jason Segel, ist ganz anders als Peter Klaven: Stets leger in Strickjacke oder kurzen Hosen, führt der groß gewachsene Lockenkopf Sydney Fife seinen Hund spazieren und kümmert sich nicht um die Beseitigung seines Geschäfts. Das hat regelmäßig Streit mit Joggern zur Folge, doch Sydney ist der Typ, der Unliebsames einfach an sich abprallen lässt, mit einer Mischung aus Selbstbewusstsein und Gleichgültigkeit. Zwar ermuntert gerade dieser Sydney den angepassten Peter, mehr aus sich herauszugehen, doch dann muss er ihn auch belehren, dass er wichtige Grundregeln nicht kennt: Z.B. soll ein Mann nicht alles seiner Freundin weitererzählen, was er mit seinem Kumpel bespricht.
Rashida Jones als Zooey hat eher eine Nebenrolle in dieser Komödie, in der es auch einige skurrile Figuren gibt, wie den von Jon Favreau gespielten Grobian Barry. Zwar bleiben auch sehr konventionelle Wendungen nicht aus, wie der Konflikt zwischen Sydney, der es ja nur gut gemeint hat, und Peter, dem die Bemühungen des Freundes irgendwann zu weit gehen. Dennoch gibt es viele Gelegenheiten, zu lachen, auch wenn der milde Charme der Geschichte nicht darauf abzielt, die große Begeisterung zu entfachen.
| FAZIT
Witzige Komödie über eine Männerfreundschaft, die einen angepassten Durchschnittstypen aufblühen lässt.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung