Montag | 28. Mai 2012 | 03:15 Uhr
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  • FILM REVIEW | Die Bourne Verschwörung
  • Die Bourne Verschwörung

    Thriller, Action | Deutschland / USA 2004
  • | INHALTSANGABE

  • Noch immer hat Jason Bourne (Matt Damon) keine Ruhe vor den Gespenstern seiner ihm nach wie vor unbekannten Vergangenheit. Alpträume und Erinnerungsfetzen eines ehemaligen Auftrages suchen ihn heim und als erneut Verfolger auftauchen und seine Freundin Marie (Franka Potente) ermorden, macht er sich auf die Suche nach dem Ursprung seiner Visionen. Währenddessen werden in Berlin zwei FBI-Beamte ermordet. Die Täter legen mithilfe eines fingierten Fingerabdrucks eine falsche Spur, die zu Bourne führt. Da sich eine außer Kontrolle geratene 30-Millionen-Dollar-Waffe jedoch nicht allzu leicht einfangen läßt, erstreckt sich seine Verfolgung über mehrere Städte und Länder dieser Welt. Und während Bourne sich von den ständigen Versuchen, seiner habhaft zu werden kaum ablenken läßt, löst er das Geheimnis seines Alptraumes.
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      • | FILMKRITIK

      • Nach James Bond und Mission Impossible besitzt auch die Bourne-Reihe ein Handlungs- und Figurenpotential, das zu nutzen lohnenswert ist. Das Sequel zur Bourne-Identität stellt in dieser Hinsicht auch nur eine weitere Episode dar, der problemlos zahlreiche weitere folgen könnten. Fand die Handlung der „Bourne Identität“ einen weitgehenden Abschluß, scheint „Die Bourne Verschwörung“ nahezu losgelöst zu sein. Franka Potente als Marie taucht nur noch kurz am Rande auf, weitere Verweise auf den Vorgänger gibt es kaum.
        Zahlreiche Actionsequenzen, darunter eine spektakuläre Verfolgungsjagd auf Moskaus Straßen, kreative Fluchtwege und rasant geschnittene Kämpfe finden sich auch hier wieder.

        Mit Jason Bourne erscheint wohl erstmals ein serienreifer Agent auf der Bildfläche, der zwar unschlagbar und cool daherkommt, das aber gar nicht sein will. Geradezu verzweifelt versucht er, ein normales Leben zu führen und die Handlungen seiner Vergangenheit ungeschehen zu machen. Er ist mehr ein Durchschnittstyp, der plötzlich aufwacht und feststellt, Superkräfte zu besitzen. Matt Damon paßt gerade aufgrund seines leicht gedrungenen Körpers und seines immer auch fragend-melancholischen Ausdrucks perfekt in diese Rolle. Und so sind seine Kräfte und Fähigkeiten nur Mittel zum Zweck (Das Erwehren zahlreicher Angreifer) während er sich der eigentlichen Aufgabe widmet: Die Erfüllung einer ganz privaten Mission. Was ihn wohl vor allem von den Kollegen Brosnan und Cruise unterscheidet ist seine Abneigung für das Töten. Natürlich fließt auch in diesem Film reichlich Filmblut, doch wenn es nach Bourne ginge, wäre das ganz und gar nicht notwendig. Er ist voller Mitgefühl, eher Opfer seiner Schöpfer als Täter.

        Die Bourne-Verschwörung ist solides Action-Kino, handwerklich gut erarbeitet mit einer schlüssigen Handlung. An „Die Bourne Identität“ kommt der Film zwar nicht hundertprozentig heran, da er teilweise etwas zu locker und unvollständig konstruiert zu sein scheint, doch er bietet dennoch eine gute Unterhaltung. Wem „Die Bourne Identität“ zusagte, dem wird mit Sicherheit auch „Die Bourne Verschwörung“ gefallen.
      • | FAZIT

      • Solides Actionkino mit spektakulären Sequenzen und kreativen Handlungslösungen.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Anke Hermann

      • | Userwertung

      Wertung: 7.6/10 (12 votes)

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