Montag | 28. Mai 2012 | 03:18 Uhr
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  • FILM REVIEW | Affären à la carte
  • Affären à la carte

    Komödie, Romanze | Frankreich 2009
  • | INHALTSANGABE

  • Das Pariser Ehepaar Marie-Laurence und Piotr laden ein paar Freunde und Bekannte zum Abendessen ein. Nicht alle Gäste kennen sich, andere wiederum haben geheime Beziehungen. Die Gynäkologin, die mit einem Krebsarzt verheiratet ist, denkt an ihren Liebhaber, die Gastgeberin hatte eine Affäre mit dem Küchendesigner. Die Frau eines Anwalts interessiert sich für den arbeitslosen Piotr.

    ML, wie die Gastgeberin von allen genannt wird, hat auch ihre Schwester Juliette eingeladen, die einen 30 Jahre älteren Begleiter mitbringt und droht, das Dinner zu verlassen, falls ihr Vater auftaucht. Sie nimmt ihm nach vielen Jahren immer noch die Trennung von ihrer Mutter übel. Trotz dieser komplizierten Ausgangslage versucht während des Essens jeder, zu einem angenehmen Abend beizutragen. Ein Jahr später wollen ML und Piotr erneut einladen, doch die Beziehungen wurden in der Zwischenzeit gründlich durchgemischt.
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      • | FILMKRITIK

      • Der französische Film „Affären à la carte“ von Danièle Thompson ist eine leichte Komödie mit nachdenklichen Tönen über zwischenmenschliche Beziehungen. Im Mittelpunkt steht ein Abendessen, zu dem ein Ehepaar acht Gäste empfängt. Die lockere Konversation ist wie die heitere Begleitmusik zu den problemlastigen Dialogen der Paare vor und nach der geselligen Runde. Ein Jahr später zeigt sich, dass sich das Leben jeder Person verändert hat, wohl auch weil das Abendessen einige Veränderungen in Gang setzte.

        Wie in eingestreuten Szenen aus dem Alltag der Figuren zu sehen ist, hat jede von ihnen ihr Universum von Problemen und Wünschen. Der berühmte Krebsarzt Alain kann das Sterben seiner Patienten nicht mehr ertragen. Der Jurist Lucas will die Anwältin ML in seine Kanzlei holen, sein Privatleben aber geht gerade vor die Hunde. Der Küchendesigner Jean-Louis hängt immer noch an ML, und Juliettes älterer Freund Erwann wird von den anderen als nicht standesgemäß betrachtet. Doch Erwann freundet sich mit Juliettes Vater Henri an, der im Kinderzimmer versteckt wird.

        Die meisten Schauspieler kennt und schätzt man bereits aus anderen französischen Filmen, etwa Dany Boon, der den gutmütigen Piotr spielt oder Patrick Bruel, der den Krebsarzt darstellt. Emmanuelle Seigner spielt die explosiv-unglückliche Sarah, ihr kühler Mann Lucas wird von Christopher Thompson gespielt, dem Sohn der Regisseurin, der mit ihr auch das Drehbuch schrieb. Der lakonische Erwann, der sich in der Runde vornehm zurückhält, wird sehr sympathisch von Patrick Chesnais gespielt und Laurent Stocker sorgt für Heiterkeit als mutterfixierter Küchendesigner.

        Der Film ist so leicht inszeniert, wie die Konversation während des Abendessens wirkt. Nach den Einführungsszenen, in denen der hektische Alltag in der Großstadt choreografiert wurde, ist dieses Essen geradezu eine Oase der Entspannung. Es ist ein schöner 21. Juni und auf den Plätzen des Viertels wird musiziert. Auch als ein Jahr später die Personen erneut in ihrem Alltag aufgesucht werden, gibt es Rückblicke auf dieses Abendessen und seine Gespräche, in denen der Keim für manche zwischenzeitliche Entwicklung erkennbar wird.

        Die Geschichte an sich ist trivial, überzeugt aber als realistische Momentaufnahme aus der Generation der Vierzigjährigen. Die Personen entdecken im Laufe des Geschehens ihre weiche Seite, ihr Bedürfnis, auf die Gefühle nahestehender Menschen Rücksicht zu nehmen. Nicht mehr als ein Unterhaltungsfilm, der für Geselligkeit plädiert, wirkt „Affären à la carte“ aber auch sehr französisch-elegant und erwachsen.
      • | FAZIT

      • Französische Paare in ihren Vierzigern treffen sich zu einem Abendessen: Leichte Unterhaltung mit Eleganz und guten Schauspielern.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 0.0/10 (0 votes)

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