Der neue Star Trek Film führt zurück zum Urbeginn der Serie. In einer Konfrontation mit einem feindlichen Raumschiff kommt James Kirks Vater ums Leben. Die letzten Sekunden seines Lebens sollen gleichzeitig die ersten seines Sohnes sein. Per Funk nimmt er an der Geburt teil, kurz bevor er einen tragischen Heldentod stirbt.
Jahre später ist Kirk (Chris Pine) ein rebellischer Möchtegern, der sich mit jedem anlegt, der ihm in die Quere kommt. Als Captain Christopher Pike (Bruce Greenwood) auf ihn trifft, ist er gerade dabei sich mit einigen Crew Mitgliedern der Enterprise einen handfesten Schlagabtausch zu liefern. Dennoch rekrutiert Pike ihn, er sieht mehr in dem jugendlichen Straftäter.
Auf der Akademie trifft Kirk das erste Mal auf Spock (Zachary Quinto), doch das Treffen verläuft alles andere als harmonisch. Kirk umgeht ein Trainingsprogramm, das von Spock programmiert wurde, durch einen Trick und stößt damit auf wenig Sympathie bei dem Vulkanier. Mehr noch, Spock stellt ihn vor ein Tribunal und durch die folgende Suspendierung soll Kirk ausgerechnet bei dem nächsten Einsatz der Enterprise fehlen. Es ist seinem Freund und Arzt Leonard „Pille“ McCoy (Karl Urban) zu verdanken, dass der künftige Captain sich doch an Bord schmuggelt und Zeuge eines Angriffs auf Vulkan wird.
An Bord befinden sich einige der künftigen Crewmitglieder, Steuermann Sulu (John Cho) feiert sein Debüt als Pilot, Chekov (Anton Yelchin) überzeugt trotz Akzent durch seine fachliche Kompetenz und Kommunikationsoffizier Uhura (Zoe Saldana) hat sich ebenfalls auf die Brücke argumentiert.
Inmitten des folgenden Chaos müssen sich Spock und Kirk zusammen raufen, denn nur gemeinsam können sie sich der Bedrohung stellen, die Vulkan und seine gesamte Spezies auf die Überlebensprobe stellt.
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| FILMKRITIK
Der neue Star Trek Film kommt ungleich physischer und moderner daher als seine Vorgänger. Die frische Brise, die Regisseur J.J. Abrams (MI:III, Alias, Lost, Fringe) und sein Autorenteam Roberto Orci und Alex Kurtzman (MI: III, Transformers) in das altgediegene Konzept bringen, ist deutlich spürbar. Trotz anfänglicher Skepsis, werden sich Star Trek Fans eines Besseren belehren lassen müssen, der neue Film rockt.
Das liegt vor allem an der Rückbesinnung auf den eigentlichen Kultcharakter. Die Zukunft beginnt ist bewusst trashig, feiert sich an den richtigen Stellen und ist oftmals extrem albern. Das ist nicht Jedermanns Sache, und bei einigen Regeln hätte man sich durchaus eine zeitgemäße Umsetzung gewünscht. Muss man wirklich noch darum bitten, die Frauenrollen auf mehr auszubauen als sexy Attraktionen, die den Hintergrund bevölkern und im richtigen Moment schreien? Offensichtlich gehört Gleichberechtigung nicht ins Konzept und man kann sich darum streiten ob das richtig ist oder falsch.
Trotz des kitschigen Anfangs fängt sich der Film bald und hat seinen ersten Höhepunkt als ein jugendlicher Kirk mit dem gestohlenen Wagen seines Ziehvaters durch die Wüste heizt und bereits ein erstaunliches Maß an Renitenz und Auflehnung gegen die Staatsgewalt zeigt. Schon hier wird das Tempo für die folgenden Ereignisse gesetzt. Der Film ist schnell und überschlägt sich oft in hysterischer Freude an humoristischen Dialogen. Schon jetzt zum Kult erheben darf man die Szene als Kirk versucht, trotz der verschiedenen Spritzen, die McCoy in seinen Hals pickst, die Enterprise vor einer drohenden Gefahr zu warnen. Das ist im Vergleich zu einigen alten Star Trek Filmen so erfrischend, dass man gerne über kleinere Macken hinweg sieht.
Die große Überraschung ist Chris Pine, dessen Darstellung sicherlich zum Erfolg des Filmes beitragen wird. Auch Zachary Quinto ist in gewohnt brillanter Manier unterwegs, wenn sich seine Darstellung von Spock auch in vielerlei Hinsicht nicht wirklich von Sylar unterscheidet. Man wartet unbewusst auf den Moment, wenn Spocky die Gehirne der Enterprise Crew öffnet um nachzuschauen wie die Leute ticken. Eric Bana hingegen bleibt blass, mehr noch, die Bösewichte des Filmes sind ein erheblicher Tiefschlag. Ebenso wie der eher lahme Showdown hätte man hier ein wenig mehr erwarten dürfen. Aber vielleicht macht sich die neue Crew ja erst warm und die kommenden Filme übertreffen die Erwartungen.
Die Serie hätte es verdient, denn so viel Spaß hatte man bei den letzten zwei Filmen zusammengenommen nicht.
| FAZIT
Erfolgreich umgesetzter SciFi Spaß, der an die besten Momente der Serie anknüpft.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung