Um seiner dunklen Vergangenheit und seinem mordlüsternen Bruder zu entfliehen, zieht sich Logan (Hugh Jackman) in die kanadischen Rocky Mountains zurück. An der Seite von Kayla Silverfox (Lynn Collins) findet er Ruhe und verspürt zum ersten Mal ein Gefühl von Zufriedenheit. Sein idyllisches Leben ist allerdings nicht von langer Dauer: Sein Bruder Victor (Liev Schreiber), der wie Logan selbst über ein raubkatzenartiges Wesen sowie übermenschliche Kräfte verfügt und an dessen Seite er lange Zeit für viel Blutvergießen sorgte, findet ihn und tötet Kayla.
Getrieben von unbändiger Wut und dem Verlangen nach Rache willigt Logan ein, sich von William Stryker (Danny Huston) durch ein Adamantiumskelett in eine unzerstörbare Kampfmaschine verwandeln zu lassen – die Geburtsstunde von Wolverine. Logan ist allerdings nicht Strykers einziges Experiment und er war es auch, der vor Jahren die beiden Brüder und weitere Mutanten in der unbesiegbaren Spezialeinheit Team X vereinte. Aber schon damals verfolgte er eigene Ziele. Logan erkennt beinahe zu spät, was Stryker wirklich im Schilde führt. Um Stryker und Victor aufzuhalten, darf er nicht länger unterdrücken, wer und was er ist.
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| FILMKRITIK
Endlich steht der Sympathieträger Wolverine, der Mutant mit dem ungezügelten Temperament und dem trockenen Humor, den Selbstheilungskräften und den stahlharten Klingen aus Adamantium, unmittelbar im Mittelpunkt. „X-Men Origins: Wolverine“ erzählt seine Geschichte – den Teil seines Lebens, bevor Logan zu Professor Xavier und den X-Men kommt. Hugh Jackman schlüpft jetzt zum vierten Mal in die Rolle des ruppigen Mutanten, die ihn 2000 schlagartig berühmt machte. Es dürften also nicht nur die Comic-Fans sein, die dieses Spin-Off mit Spannung erwartet haben und es wird sich zeigen, ob das Actionspektakel unter der Regie von Gavin Hood die Erwartungen an der Kinokasse erfüllen kann.
Bereits die Kriegssequenz zu Beginn des Films ist ein wahrer Genuss und trägt dazu bei, die Erwartungen nicht zu enttäuschen: Nahezu nahtlos gehen der amerikanische Bürgerkrieg, Erster und Zweiter Weltkrieg und das Desaster in Vietnam ineinander über. Dabei ist jeder Kriegsschauplatz, auf dem sich Logan und Victor befinden, sofort eindeutig zu identifizieren und verweist auf Vorgänger der Filmgeschichte wie zum Beispiel „Der Soldat James Ryan“ (Steven Spielberg, 1998). Diese wenigen Minuten genügen außerdem, um Victors immer größer werdende Lust am Töten zu verdeutlichen. Und ganz wie es sich für einen Actionfilm gehört, explodiert hier ein Helikopter, stürzt da ein Haus ein oder wird beschädigt, weil Wolverine von einem seiner zahlreichen Widersacher dagegen geschleudert wurde – selbstverständlich in bester CGI-Manier. Neben den Special Effects besticht „X-Men Origins: Wolverine“ vor allem durch die zahlreichen Kampfchoreographien. Ein besonderes Highlight ist der Kampf zwischen Wolverine und Gambit, einem Mutanten, dessen Auftritt von der Fangemeinde bereits lang ersehnt wurde.
Ein paar logische Ungereimtheiten in der Handlung gibt es zwar – vor allem die Anbindung an die drei bisherigen X-Men-Teile betreffend, aber alle zentralen Fragen, die die mysteriöse Vergangenheit Wolverins und seine Beziehung zu Stryker und seinem Bruder betreffen, werden beantwortet und mal ehrlich, Actionszenen stehen bei einem Actionfilm nun einmal im Vordergrund – Comicverfilmung hin oder her – und diese können sich hier wirklich sehen lassen.
Und definitiv sehen lassen kann sich auch Hugh Jackman als Wolverine. Mit deutlich mehr Muskelmasse als bei den bisherigen X-Men-Verfilmungen ist er als Mutant mit unvorstellbaren Kräften noch glaubwürdiger ohne dabei in seinen Bewegungen plump oder schwerfällig zu wirken, sondern eher grazil und wendig wie es sich für eine Raubkatze gehört. Sein Körper ist beinahe die ganze Zeit sichtbar angespannt, weshalb der Unterschied zu den ruhigen und entspannten Momenten mit Kayla Silverfox so bedeutend ist.
| FAZIT
Ein Actionspektakel, in dem es knallt und kracht – so wie es sein sollte! Hugh Jackman als Wolverine ist die Coolness in Mutant.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung