Agathe Villanova ist eine angehende Politikerin mit feministischen Ansichten, die zum Wahlkampf nach Südfrankreich geschickt wird. In dem kleinen Ort steht auch das Haus ihrer verstorbenen Mutter, in dem Schwester Florence mit ihrer Familie wohnt. Der Sohn der algerischen Haushälterin soll dem heimlichen Geliebten von Florence, einem gescheiterten Fernsehjournalisten, dabei helfen, eine Dokumentation über Agathe zu drehen. Agathe sagt zu, merkt aber bald, dass der dilettantische Journalist Michel und sein Assistent Karim sie viel mehr Zeit kosten, als sie investieren wollte. Ihr Freund Antoine reist enttäuscht ab und auch die anderen Figuren haben ihre Beziehungsprobleme.
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| FILMKRITIK
Der französische Film „Erzähl mir was vom Regen“ ist ein Ensemblestück, das mit humorvollen Einlagen sanft dahinplätschert, ohne langweilig zu wirken. Es geht um Menschen mit beruflichen und privaten Problemen, um die Unterschiede zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Angesiedelt ist das Ganze in einem ländlichen Ambiente in Südfrankreich, das Urlaubsstimmung aufkommen lässt. Die Regisseurin Agnès Jaoui ist gleichzeitig die Darstellerin der Agathe. Jean-Pierre Bacri, mit dem sie das Drehbuch verfasste, spielt den TV-Journalisten Michel.
Der Dokumentarfilm über Agathe als Teil einer von Michel geplanten Serie über erfolgreiche Frauen entwickelt sich zum Running Gag, denn die Dreharbeiten im Garten des alten Landhauses kommen nicht voran. Mal ist der Hotelrezeptionist Karim verhindert, der sich von seiner Zusammenarbeit mit Michel eine Karriere als Filmemacher verspricht. Mal haben die beiden Männer Meinungsverschiedenheiten wegen des Konzepts.
Agathe muss nach dem Tod der Mutter die frostige Beziehung zu ihrer Schwester klären. Florence träumt davon, Mann und Kinder zu verlassen und mit Michel durchzubrennen. Michel wiederum ärgert sich, dass sein Sohn aus einer geschiedenen Ehe so selten bei ihm ist. Und Karim erfährt allmählich, dass Michel gar nicht so erfolgreich ist, wie er dachte. Derweil sitzt Agathe jeden Tag aufs Neue im Garten vor der Kamera und staunt über die Fragen, die ihr Michel und Karim stellen: Als Feministin ist sie beiden doch ziemlich suspekt.
Die Geschichte ist voller kleiner Szenen, in denen aktuelle Themen angeschnitten werden, wie das schlechte Image der Politiker oder die Diskriminierung von Einwanderern aus Algerien. Obwohl ein übergreifender Spannungsbogen fehlt, bleiben die unterschiedlichen Figuren interessant. In der schönen Landschaft im Grünen spielen sich immer wieder lustige Szenen ab, mal mit einer Herde Schafe, mal mit einer Ameise. Die Schauspieler stellen ihre Figuren realistisch dar, ohne Übertreibungen oder Vereinfachungen.
| FAZIT
Französischer Ensemblefilm, der ohne Höhepunkte dahinplätschert, aber auch nicht langweilig ist.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung