FILM REVIEW | Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen
Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen
Komödie
| USA 2009
| INHALTSANGABE
Conner Mead ist ein renommierter Modefotograf und kaltschnäuziger Macho der seine Zeit damit verbringt, leicht bekleidete Schönheiten für die Ewigkeit festzuhalten und nach den Shootings mit ihnen seine Freiheit zu genießen: er lässt einfach keine Möglichkeit aus, mit seinen Models im Bett zu landen. Conner Mead wuchs mit seinem kleinen Bruder Paul als Vollwaise bei deren Onkel Wayn auf. Onkel Wayn war weit und breit als der größte Casanova bekannt und lehrte seinen Neffen Conner in der Kunst der Verführung. Allerdings endetet er als einsamer alter Mann in seiner Partyvilla. Conner Mead scheint die gleiche Laufbahn zu ereilen: über Jahre konsumiert er die Zärtlichkeiten der anmutigen Geschöpfe und dies könnte noch ewig so weitergehen. Da steht die Hochzeit seines geliebten Bruders Paul an, der im Begriff ist, die spießige Sandra zu heiraten. Conner startet - zum Schrecken aller Hochzeitsgäste - den Versuch, Paul am Vorabend des „schönsten Tages im Leben“ nochmals umzustimmen und ihn von den Vorzügen der emotionalen Freiheit zu überzeugen. Mitten in diesem emotionalen Fiasko - die Hochzeit scheint zu platzen - erscheint ihm der Geist seines verstorbenen Onkels Wayn im Badezimmer. Was Conner zuerst auf den zu viel konsumierten Alkohol schiebt, will ihn so schnell nicht mehr loslassen. Denn Wayn schickt seinen Neffen auf eine nächtliche Odyssee, auf der er den Geistern seiner Exfreundinnen und seiner zukünftigen Frauen begegnet. Doch was das Orakel Conner hier aufzeigt, stimmt ihn eher nachdenklich als euphorisch und lässt ihn zu einem anderen Menschen werden.
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| FILMKRITIK
Der Regisseur Mark Waters inszeniert mit „Der Womanizer - die Nacht der Ex-Freundinnen“ eine seichte, romantische, an einigen Stellen kitschige, aber auch mit einem guten Schuss Situationskomik gespickte Komödie, die vor allem Fans in der Frauenwelt finden wird. Ganz dem Klischee des verletzten Schuljungen, der zum ekelhaften Macho mutiert, folgend, erklärt Mark Waters das kaltschnäuzige Verhalten seines Helden. Die Geister der Vergangenheit lassen Conner Mead nun eine wirklich unruhige und bedenkliche Nacht erleben - und siehe da, sie schaffen es tatsächlich, zur Freude aller Damen, den scheinbar unverbesserlichen Casanova zum romantischen Liebhaber umzukrempeln. Beziehungsklischees, welche die altbekannten Diskussionen zwischen Mann und Frau herausfordern, machen „Der Womanizer - die Nacht der Ex-Freundinnen“ zu einem unterhaltsamen, wenn auch nicht lange nachwirkenden Filmspaß. Mark Waters wartet mit unzähligen Schönheiten der Damenwelt auf, hingegen schneiden die Männer um einiges schlechter ab, denn diese erscheinen reinweg als Machos, Möchtegernmänner oder komplette Hohlroller. Inszenatorisch hält sich Mark an die Regeln des Dramas. Aufgeteilt in drei Akte lässt er Conner Mead eine Art Initiation zum besseren Menschen erleben, macht den Zuschauer zum Zeugen dieser emotionalen und nervenaufreibenden Reise. Stilistisch ist der Film ebenso unterhaltsam: Waters bedient sich in Maßen gut funktionierender Tricks, die absolut passend zur Story und Entwicklung des Protagonisten geschehen. Und natürlich nicht zu vergessen, die romantischen Einschübe, die sich zum Filmende hin wie Unkraut zu vermehren scheinen und an manchen Stellen auch einen Tick zu dick aufgetragen werden. So geht der weibliche Kinobesucher befriedigt und mit klaren Antworten über die tragischen Hintergründe des unterkühlten Machodaseins versehen nach Hause, rehabilitiert sogar den Frauenhelden Conner Mead und entlässt ihn als romantischen und verständnisvollen Partner aus dem Film in die Welt der wirklich großen Gefühle.
| FAZIT
Witzig, überzogen, amüsant und in einem Schwall großer Gefühle endend. Eine Reise vom Macho zum verständnisvollen Liebhaber – romantisch bis hin zu kitschig überzogenen Details, wird Mark Waters einen großen Teil des weiblichen Publikums auf seiner Seite haben.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung