1998 in Ohio: Die „Star Wars“-Fans Hutch, Windows und Linus sind bereits in ihren Zwanzigern, doch sie leben weiterhin am liebsten in der Welt ihrer Science-Fiction-Helden. Sie fiebern aufgeregt dem Kinostart von „Star Wars – Episode 1: Die dunkle Bedrohung“ entgegen, der in weniger als 200 Tagen sein wird. Eric, der die Traumwelt seiner Freunde wegen eines Jobs im Betrieb seines Vaters verließ, erfährt, dass Linus unheilbar an Krebs erkrankt ist. Er wird die Kinopremiere des neuen Films nicht mehr erleben.
Eric beschließt, dass sie zu viert nach Kalifornien fahren und dort in die Skywalker-Ranch von George Lucas einbrechen, um sich eine Rohschnitt-Kopie des Films zu schnappen. Die Reise in dem alten Bus von Hutch ist reich an Abenteuern, die nicht immer wie gewünscht verlaufen. In Iowa stoßen die Fanboys auf Anhänger der verfeindeten „Star Trek“-Gemeinde und machen sich richtig unbeliebt. Auch Fangirl Zoe hat sich mittlerweile zu den vier Freunden gesellt und erweist sich als wichtige Helferin der Mission.
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| FILMKRITIK
„Fanboys“ von Regisseur Kyle Newman schickt ein paar hartgesottene „Star Wars“-Anhänger auf einen Roadtrip quer durch das Land. Sie haben zwar das sehr konkrete Ziel, an die Kopie des noch nicht erschienenen „Episode 1“ auf der Skywalker-Ranch von Regisseur George Lucas zu kommen. Doch weil die jungen Freunde aus der Provinz schon mal unterwegs sind, wollen sie auch möglichst viel erleben. Diese Abenteuer haben spätpubertären Charakter und werden eher lieblos abgespult. Einzig die Fangemeinde von „Star Wars“ dürfte etwas zum Schmunzeln haben, weil zum Alltag von Hutch, Eric, Linus und Windows ständig Zitate und Anspielungen aus diesem Universum gehören.
Die vier Freunde seit der Highschool-Zeit, die sich noch nicht wirklich erwachsen fühlen, sind sehr unterschiedlich. Nur Eric, gespielt von Sam Huntington, hat eine ernstzunehmende berufliche Position. Aber insgeheim zeichnet er doch am liebsten Comics. Der von Dan Fogler gespielte Hutch sieht aus wie ein Rocker und wohnt in der Garage seiner Mutter. Wie der schlaksige Brillenträger Windows, den Jay Baruchel darstellt, verkauft er Comicheftchen, und der von Chris Marquette gespielte Linus ist der nette Junge, der zunehmend von seiner Krankheit niedergedrückt wird. Auch eine junge Frau gehört zu diesen Fanboys, zumindest halb, weil sie sich einreden, sie sei irgendwie mehr ein Junge. Diese von Kristen Bell dargestellte Zoe ist in Windows verknallt, der das aber lange nicht merkt.
Eine Autopanne in der Wildnis, eine von Drogen erleuchtete Nacht, der Zwischenstopp im Knast und das Problem mit den Blondinen in Las Vegas gehören zu den Meilensteinen dieses Trips, die schnell wieder im Rückspiegel verschwinden. Die Inszenierung des kindischen Draufgängertums ist doch sehr beeilt, die Figuren werden halb vorgestellt und dann durch eine Reihe von Komikauftritten bugsiert, denen sowohl Timing wie auch der Humor an sich nicht gelingen. Die Charaktere erhalten keinen Raum für eine nuancierte Darstellung, die Sympathie wecken könnte.
In Kontrast zu diesen hingehudelten kleinen Abenteuern steht der an Zitaten aus der einschlägigen Filmwelt reiche Schlagabtausch der „Star Wars“-Fans mit den Feinden aus dem „Star Trek“-Lager. Hier gibt es durchaus witzige Einfälle, wenn es um die wunden Punkte der jeweiligen Gemeinde geht, um schwarze Schafe und heilige Kühe. William Shatner hat einen wichtigen Gastauftritt. Und die Flucht vor den Wachleuten durch die vielen Räume der Skywalker-Ranch bietet auch ein paar Überraschungen.
| FAZIT
Reichlich pubertäre Handlung, deren komisches Kernstück der Konflikt zwischen „Star Wars“- und „Star Trek“-Fans ist.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung