Das Mammutpaar Manni und Elli freut sich auf Nachwuchs. Für Säbelzahntiger Diego ein guter Grund, der werdenden Familie den Rücken zu kehren, um wieder als Einzelgänger durch die Wildnis zu streifen. Schließlich hat er keine Lust als babysittender Patenonkel eines Mammuts zu enden. Ganz anders sieht das Faultier Sid. Er freut sich schon auf das Baby, schließlich will er unbedingt auch eine Mutter sein.
Als Diego ihm allerdings klarmacht, dass Manni und Elli keine Verwendung für ein tollpatschiges Faultier haben werden, wenn erst ihr Kind auf der Welt ist, beschließt Sid, eine eigene Familie zu gründen. Und das geht schneller als erwartet. Denn Sid findet in einer Eishöhle drei verlassene Eier, um die er sich nun kümmern will.
Manni hält das für keine sehr gute Idee. Und da könnte er recht haben, denn es dauert nicht lange, da schlüpfen aus den Eiern drei T-Rex-Babys, die in der friedlichen Eiszeitwelt einiges an Chaos anrichten. Wirklich unangenehm wird die Situation aber, als die echte Mutter der drei kleinen Dinos auftaucht und mit ihnen auch Sid in eine verborgene grüne Unterwelt entführt. Also machen sich Manni, Elli und das Opossum-Duo Cash und Eddie auf, Sid zu retten und zurück in ihre ungleiche Herde zu holen.
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| FILMKRITIK
Drei Jahre ist es her, seit Manni sein Traum-Mammut Elli fand und gemeinsam mit seinen Freunden Sid und Diego den tauenden Eismassen entfliehen konnte. Einiges hat sich seither verändert. Nicht nur das Eis ist wieder dick geworden, sondern auch Elli. Immerhin ist sie mittlerweile hochschwanger, was Manni von einem nervösen Zusammenbruch zum nächsten treibt. Ansonsten ist jedoch alles beim alten und altbewährten, wenn man sich Komik und Machart des dritten Teils der Ice Age-Serie anschaut.
Allerdings ist die Animation hier detailreicher und feiner aufgelöst als in den Vorgängerfilmen was den Fortschritt in der Computertechnologie gut widerspiegelt. Auch lässt sich an zahlreichen Einstellungen – insbesondere an den Verfolgungsjagden – erkennen, dass einige Filmpassagen ganz bewusst an die 3D-Technik angepasst wurden. Der Film funktioniert jedoch nicht nur über seine Effekte, sondern kann auch auf eine recht gut gelungene Story und eine große Gagdichte bauen, so dass er auch auf herkömmlicher Kinoleinwand unterhaltsam ist.
Das liegt selbstverständlich auch an den Figuren des Films, die im Laufe der Jahre immer mehr an Komplexität gewonnen haben. Sogar Eichhorn Scrat darf sich weiterentwickeln, wobei er sich der vermutlich schwersten Frage des ganzen Films stellen muss: Nuss oder Liebe? Auch wird mit dem ebenso abenteuerlichen wie verrückten Unterwelt-Wiesel Buck in "Ice Age 3" wieder eine neue Figur eingeführt.
Im Vergleich zu den ersten beiden Teilen wird die eher eintönige Eiszeitwelt im dritten Teil durch eine fantasievoll vollgestopfte grüne Unterwelt, die sich unter der dicken Eisdecke erhalten hat, aufgepeppt. Hier leben Tiere und Pflanzen, die eigentlich längst ausgestorben sein sollten und die Freunde in völlig neue Gefahren bringen. Mittlerweile ist dieser Grundidee – ungleiche Herde hält zusammen und rettet sich gegenseitig aus den unangenehmsten Situationen – allerdings erheblich die Luft ausgegangen. Die moralischen Attitüden – Solidarität, Gemeinsinn, Hilfsbereitschaft – kommen etwas oberflächlich daher und wirken in ihrer Wiederholung bisweilen eher störend. Trotzdem ist auch "Ice Age 3" dank seiner gelungener Animation, seiner großen Portion Komik und seiner lustigen Figuren erneut eine kühl-erfrischende Unterhaltung für heiße Tage.
| FAZIT
"Ice Age 3" schließt nahtlos an seine Vorgänger an, wobei er einen Schritt in die Zukunft wagt und Scrat, Manni und Co nun auch in der dritten Dimension ihre Abenteuer erleben lässt. Eiszeitliche Unterhaltung ist garantiert.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung