Montag | 28. Mai 2012 | 04:04 Uhr
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  • FILM REVIEW | Das Haus der Dämonen
  • Das Haus der Dämonen

    Thriller, Horror | USA 2009
  • | INHALTSANGABE

  • Eine junge Familie wird durch die schicksalhafte Krebserkrankung ihres Sohnes Matt zu tiefst erschüttert und auf eine harte Probe gestellt. Die medizinische Versorgung des jungen Matt ist beinahe unbezahlbar, der Ort des behandelnden Krankenhauses Stunden vom Wohnort der Familie entfernt. Um Matt die unzumutbaren Strapazen der langen Fahrt nach seinen Behandlungen zu ersparen, beschließt Matts Mutter Sara, ein Haus in der Nähe des Krankenhauses zu mieten. Sara wird auch bald fündig: eine wunderschöne alte Villa, die genug Platz bietet und zudem bezahlbar ist.

    Ein wahrer Glückstreffer oder ein erbarmungsloser Albtraum? Sara erfährt von der schrecklichen Vergangenheit des Hauses, die sie jedoch in ihrer Not nicht davon abhält das Haus zu mieten. Einst wurde die Villa als Leichenhalle genutzt. Vorerst verschweigt sie ihrer Familie dieses dunkle Geheimnis, bis sich plötzlich ganz eigenartige Dinge ereignen. Matt wird immer öfter von visuellen und akustischen Halluzinationen heimgesucht, benimmt sich von Tag zu Tag seltsamer, auch seine Erkrankung verschlechtert sich zunehmend.

    Sara ist in großer Sorge um ihren Sohn, vermutet die anstrengende Therapie hinter seinen Wahnvorstellungen. Als Matt die Tür zu einem verriegelten Raum öffnet, entdeckt er eine Art Folterkammer. Dieser Ort diente einst dazu die Verstorbenen auf ihre letzte Reise vorzubereiten, und nicht nur das...
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      • | FILMKRITIK

      • Das Horrorkino spiegelt uns die Ängste wider, die unsere Gesellschaft täglich heimsuchen. Peter Cornwell wurde bei seinem emotionsgeladenen Horrorfilm durch die schicksalhafte Erkrankung Krebs inspiriert. Jeder von uns kennt die Angst vor dieser heimtückischen Krankheit.

        Cornwell versucht in seinem Film die beinahe unerträglichen Ängste einer Mutter und eines Vaters um ihren Sohn mit den Altlasten eines verlassenen Hauses zu verbinden. Die grausame Vergangenheit des Hauses birgt auch ein gnadenloses Schicksal eines, in etwa gleich alten, Jungen in sich. Auch er hatte keine Chance, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, auch für ihn entschied eine Art „höhere Macht“. Matt muss sein Schicksal ähnlich ertragen, bewegt sich in einer Zwischenwelt, dem Leben und dem Tod ähnlich nah.

        Cornwells Horror manifestiert sich anfangs in zurückhaltenden visuellen Schockmomenten, die sich, zur Mitte und zum Ende des Films hin, extrem steigern, bis hin zu den grausamen Rückblenden, die die ganze erbarmungslose Geschichte des Hauses und deren ehemaligen Bewohnern widerspiegeln.

        Absolut lobenswert ist der recht sparsame Einsatz von Blut, Toten und übersinnlichen Monstern. Fernab von Massentötungen, Abgemetzel und blutrünstigen Perversen gelingt es Peter Cornwell die Balance zwischen Horror, Grusel und wieder Durchatmen zu halten, um den nächsten Schockmoment zu ertragen.

        Ebenso ein Pluspunkt ist die Charakterentwicklung der Protagonisten. Hervorzuheben sind insbesondere die Mutter Sara, der krebskranke Matt, wie auch Matts leidender Vater. Diese glänzen durch brillante Darstellerleistungen auf der Leinwand und überzeugen in ihren schicksalsträchtigen Rollen.
      • | FAZIT

      • „Das Haus der Dämonen“: ein unterhaltsames Gemisch aus Spukhausfilm, Horrorgenre und Drama. Ergreifend, tragisch und gruselig zugleich, versteht es Peter Cornwell seinem Publikum 103 packende Filmminuten zu präsentieren.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Peggy Schumacher

      • | Userwertung

      Wertung: 1.0/10 (1 vote)

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