Montag | 28. Mai 2012 | 04:09 Uhr
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  • FILM REVIEW | Aus Liebe zum Spiel
  • Aus Liebe zum Spiel

    Drama, Sport | USA 1999
  • | INHALTSANGABE

  • Der Schweiß rinnt ihm über die Stirn, man kann in seinem Gesicht seine Nervosität sehen. Und seine Angst. Und seine Schmerzen. Er wirft den Ball. Strike 3. Der Gegner ist mal wieder raus. Billy Chappel (Kevin Costner) muss sich entscheiden. Bleibt er oder hört er auf. Billy ist 40, sein Arm so gut wie tot, lange kann dies nicht mehr gut gehen.

    Doch er liebt dieses Spiel. So sehr wie nichts anderes. 19 grandiose Jahre hatte er, der Star-Pitcher der Detroit Tigers, er ist das Herz des Teams und eine amerikanische Legende. Doch das Team ist verkauft, der neue Besitzer will Billy an die Giants abstoßen, solange man ihn halt noch verkaufen kann. Noch kann Billy mit Stolz vom Platz gehen, müsste dafür jedoch das aufgeben, was er am meisten liebt: Baseball.

    Vor dem Spiel hat er seine Dauerfreundin Jane (Kelly Preston) getroffen. Die hat ihm mitgeteilt, dass sie ihn nach fünf Jahren verlässt, um in London einen guten Job anzunehmen, denn Billy braucht sie nicht, er hat sein Spiel. Billy muss sich entscheiden: Hört er auf, dann kann er Jane vielleicht auch zurückgewinnen.

    Das erste Inning beginnt und mit jedem geworfenen Ball beginnt Billy sein Leben mehr und mehr zu reflektieren, denkt an die Vergangenheit, wobei ihm erst bewusst wird, was er falsch gemacht hat und was ihm Jane und ihre Tochter (Jena Malone) wirklich bedeuten.
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      • | FILMKRITIK

      • Von der Story her ist das schon 'ne Seifenoper. Und dass Kevin Costner, der bereits mit "Feld der Träume" und "Annies Männer" tolle Baseballfilme gedreht hatte die Hauptrolle spielt, macht auch nicht gerade optimistischer. Aber wer saß denn da auf dem Regiestuhl? Sam Raimi, Regisseur einiger der brilliantesten, innovativsten und dreckigsten Horrorfilme der 80er Jahre, wie etwa der "Tanz der Teufel"-Trilogie und von "Darkman".

        Vor "Aus Liebe zum Spiel" drehte Raimi "Ein einfacher Plan", den wohl kühlsten und fiesesten Thriller des Jahres 1998. Das alles lässt doch irgendwie hoffen, dass da doch mehr hinter steckt als eine tränenreiche Liebesgeschichte voll Kitsch. Vielleicht ist dies die "From Dusk till Dawn"-Fassung des Liebes-Dramas, vielleicht wird nach dem halben Film das Stadion von Außerirdischen überrannt und nur Kevin Costner wagt, aufzubegehren und spielt mit den Köpfen der grünen Männchen weiter!

        Ich weiß, eine bizarre Vorstellung, aber genauso bizarr ist, warum Sam Raimi diesen Film gemacht hat. Er hat seinen Job professionell gemacht, trotzdem versaut er sich so nur seinen Ruf. Denn, und ich schwöre es ist so, "Aus Liebe zum Spiel" ist nichts anderes als eine kitschige Liebesgeschichte und eine äußerst naive Anbetung des amerikanischsten Sports Baseball.

        Kevin Costner überwarf sich nach den Dreharbeiten mit den Universal Studios, denn die Fassung, die von diesen fertiggestellt worden war, gefiel dem Star überhaupt nicht, er hatte eine andere Vision von dem Stoff gehabt. Das "Waterworld"-Phänomen trat nicht ein. Costner hatte zwar ein wenig mit produziert, aber nicht genug, um einen Neuschnitt vornehmen zu dürfen.

        Diesmal wäre es aber vielleicht gar keine schlechte Idee gewesen, denn die Fassung des Films, die in den Kinos läuft, kann man sich zwar mal anschauen, aber mehr als Fast Food ist das nicht. Und mit 138 Minuten vielleicht auch etwas lang. Das sah auch das amerikanische Publikum so und die 50 Millionen Dollar Produktion floppt an den Kassen. Zum Dank wurde Costner auch noch für den Razzie Award, den Anti-Oscar, als schlechtester Hauptdarsteller nominiert. Ich hab am alten Kevin nichts rumzumeckern. Außer vielleicht, dass er mal wieder einen wirklich guten Film machen sollte.
      • | FAZIT

      • Eine kitschige Liebesgeschichte inklusive naiver Anbetung des Baseball.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Sebastian Schmidt

      • | Userwertung

      Wertung: 0.0/10 (0 votes)

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