Montag | 28. Mai 2012 | 07:06 Uhr
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  • FILM REVIEW | Adam
  • Adam

    Drama, Komödie, Romanze | USA 2009
  • | INHALTSANGABE

  • Der 29-jährige Adam arbeitet in New York als Elektronik-Entwickler. Adam hat das Asperger-Syndrom, eine leichte Form des Autismus. Er fühlt sich unwohl unter Menschen und kann mit Gefühlen nicht umgehen. Doch Adam ist lernwillig. Als er im Waschraum seines Wohnhauses die neue Nachbarin Beth kennen lernt, merkt diese erst gar nicht, dass Adam ein leichtes Handicap hat. Aus anfänglicher Sympathie entwickelt sich trotz aller Probleme eine Beziehung, von der nicht nur Adam profitiert.
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      • | FILMKRITIK

      • Das Drama „Adam“ ist ein ernsthafter kleiner Film mit hervorragenden Darstellern und viel Atmosphäre. Vor allem dank Hugh Dancy in der Rolle von Adam bekommt das Porträt eines Menschen mit Asperger-Syndrom einen niveauvollen Charme. Der Schauspieler versetzt sich engagiert und facettenreich in die Mentalität seines Charakters und wirkt mit seiner von den inneren Konflikten geprägten Mimik sehr sympathisch.

        Regisseur und Drehbuchautor Max Mayer zeigt in stillen Bildern den Alltag des einsamen Adam, der nach dem Tod seines Vaters allein in der großen Wohnung sitzt und immer das gleiche Tiefkühlgericht isst. Doch Adam geht zur Arbeit und er hat einen väterlichen Freund, der ihn moralisch unterstützt. Die hübsche Beth, die in die Wohnung über ihm einzieht, findet Adam interessant und attraktiv. Er zeigt ihr sein Planetarium im Wohnzimmer und hält ihr seinen Endlosvortrag über kosmische Phänomene, in den er sich immer flüchtet, wenn er sich unsicher fühlt. Oder er geht mit Beth nachts in den Central Park, zu einer Stelle, an der sich Waschbären treffen.

        Es dauert eine Weile, bis Adam sich getraut, Beth von seiner Besonderheit zu erzählen. Vorher ging für die junge Frau das meiste an seinem Verhalten als bloß introvertiert oder unabsichtlich rücksichtslos durch. Es gibt in dem Drama der leisen Töne auch hübsche Augenblicke der Komik, etwa wenn Adam wieder einmal die Wahrheit sagt, die wohl jeder andere gut versteht, aber lieber für sich behalten hätte.

        Rose Byrne spielt Beth als aufrichtige, ernsthafte junge Frau, die bereit ist, ihr Leben mit einem Autisten wie Adam zu teilen. Doch der Film macht es sich nicht so einfach, geradewegs auf ein Happy End zuzusteuern. Die schwierigen Dialoge von Beth und Adam sind voller Aha-Erlebnisse für beide, und besonders gelungen ist die Darstellung des Prozesses, den der wissbegierige und emotional keineswegs unbeteiligte Adam durchläuft, weil er dank Beth Gelegenheit erhält, seine sozialen Fähigkeiten zu entwickeln. Im Winter mit seinen gedämpften Farben und Schneeresten gedreht, ist „Adam“ ein schönes Plädoyer dafür, Menschen die ein wenig anders sind, nicht vorschnell als behindert abzustempeln und in ihrer Wandlungsfähigkeit nicht zu unterschätzen.
      • | FAZIT

      • Stimmungsvolles, behutsames Beziehungsdrama mit Hugh Dancy als Mann, der an einer leichten Form des Autismus leidet und trotzdem ein normales Leben führen will.

      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 8.0/10 (1 vote)

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