Montag | 28. Mai 2012 | 07:07 Uhr
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  • FILM REVIEW | Hellboy
  • Hellboy

    Action, Science Fiction, Fantasy | USA 2004
  • | INHALTSANGABE

  • 1944 versuchendie Nazis in Schottland mit Hilfe finsterer Mächte die sieben Götter des Chaos heraufzubeschwören und ein neues Zeitalter einzuleiten. Professor Broom (John Hurt) von einer Untersuchungskommission für paranormale Phänomene kann dem zusammen mit dem amerikanischem Militär gerade noch Einhalt gebieten. Doch der böse Karl Ruprect Kroenen (Ladislav Beran) und Grigori Rasputin (Karel Roden) konnten für kurze Zeit ein Portal in die Finsternis öffnen.

    Nachdem diese besiegt wurden stellt sich heraus, dass ein rotes, affenähnliches Wesen durch das Portal kommen konnte. Es wird auf den Namen Hellboy (Ron Perlman) getauft und von Broom aufgezogen.

    60 Jahre später ist der langsam alternde Hellboy erwachsen geworden und arbeitet für die Abteilung Paranormales. Mit John Myers (Rupert Evans) vom FBI bekommt er einen neuen Assistenten im Kampf gegen diverse Monster. Bald stellt sich heraus, dass Kroenen und Grigori erneut ihr Unwesen treiben - zusammen mit dem Fischmenschen Abe (Doug Jones) und der Feuerfrau Liz (Selma Blair) nehmen Hellboy und sein Team den Kampf auf.
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      • | FILMKRITIK

      • Wieder einmal versucht eine Comicverfilmung die Zuschauerherzen für sich zu gewinnen und auch auf der Leinwand zu überzeugen. "Hellboy" setzt dabei auf bombastische Action und einem Fetischismus für das Böse. Da ist einmal die undurchsichtige Vorgeschichte der Helden Hellboy, Abe und Liz. Es ist kaum abschätzbar, über welche Fähigkeiten und Mächte diese Verfügen - die sie auch zum Schlechten einsetzen könnten. Doch Professor Broom erklärt: Seine Entscheidungen machen einen Mann aus, nicht sein Ursprung. Und deutlich negativere Entscheidungen haben die Bösen getroffen, Kroenen und Grigori, die ganz eindeutig aus den dunkelsten Winkeln des Universums stammen.

        Jeder der wichtigen Protagonisten erhält in "Hellboy" seine eigene Show. Hellboy selbst erinnert an eine Mischung aus dem Computerspielhelden Duke Nukem und Spiderman. Immer locker und mit einem coolen Spruch auf den Lippen streift er durch U-Bahnschächte und erledigt schleimige Bestien. Seine routinierte Lässigkeit macht den fast unverwundbaren Hellboy sympathisch und unterstreicht zugleich seinen jugendlichen Leichtsinn. Denn egal, wie bedroht die Welt gerade erscheinen mag, denkt er doch hauptsächlich an Liz, für die er alles tun würde. Doch wie sie in der Welt der Menschen herumlaufen, kann er schon aufgrund seines Aussehens nicht und die geschliffenen Hörner erinnern ihn stets an seine dunkle Abstammung. Abe Sapiens hingegen ist eine eher ruhige und zerbrechliche Kreatur. Genauso gelassen, doch weniger in die Action eingebunden als Hellboy, ein Forscher. Zusammen mit der explosiven Liz bilden sie ein unschlagbares Team.

        Doch kaum jemand darf seine Fähigkeiten so eindrucksvoll präsentieren wie Karl Ruprect Kroenen. Im Gasmasken-Nazi-Look metzelt er mit zwei aus seinen Ärmeln schießenden Klingen flink alle seine Gegner nieder. Zumal ist er unsterblich (bzw. schon tot) und auch wenn er offenbar keine hohe Position bekleidet bleibt er durch seine Schweigsamkeit und Gesichtslosigkeit eine der mystischsten Figuren des Films. Weiterhin sichert er durch sein stetiges Sterben und Wiederauftauchen (was aber die meisten Bösen in "Hellboy" gemein haben) viele neue Hellboy-Filme. Und in diesen wird sich dann die Story garantiert auf keinem simpleren Level bewegen, denn einfacher geht es schließlich nicht mehr. Die Büchse der Pandora wird geöffnet, Gut und Böse sammeln sich, kämpfen gegeneinander und einer von beiden gewinnt (schätzungsweise wird das aber auch noch in "Hellboy 5" der Plot sein).

        So bleibt denn die Freude an den prickelnden Spezialeffekten, der bunten Action und der mystisch angehauchten Stimmung. Denn Spannung bietet "Hellboy" durch die sich dem Zuschauer stellende Frage, welche exotischen Bilder sich hinter der nächsten Tür verstecken mögen. So lädt "Hellboy" in ein geheimnisvolles und dunkles Universum ein in dem wir uns auf unseren großen roten Begleiter verlassen können.
      • | FAZIT

      • Wieder einmal ein Film, der verschiedene Mythen und Legenden mit der Realität mischt und somit ein mitreißendes, aber schnell wieder vergessenes Spektakel hervorzaubert.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Julius Pöhnert

      • | Userwertung

      Wertung: 6.1/10 (13 votes)

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