Eine Wohnung - 2 Zimmer, Küche, Bad - und zwei junge Schauspielerinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber für die gleiche Rolle vorsprechen: Das sind die Rahmenbedingungen unter denen Nozomi, die gerade aus Ihrer Kleinstadt nach Tokyo gezogen ist, und die chaotische Lana, die versucht ihre Pornovergangenheit ungeschehen zu machen, zum ersten mal aufeinander treffen. Kaum sind Begrüßungs- und Höflichkeitsfloskeln ausgetauscht machen sich schon erste Feindseligkeiten bemerkbar. Streitigkeiten über den Inhalt des Kühlschranks eskalieren bald in einem brutalen Cat Fight, der in der Filmgeschichte seinesgleichen sucht.
Mit gerade mal 70 Minuten Laufzeit schlägt dieser asiatische Film zu Buche. 2 Frauen leben eine Nacht in einer WG und warten auf den Anruf eines Filmproduzenten, denn einer von ihnen wird die Rolle bekommen. Zunächst fangen die beiden an sich gegenseitig anzugiften, doch im Laufe der Zeit werden beide extremer und es kommt schliesslich zu einem Kampf auf Leben und Tod. Leider wurden die Charaktere etwas zu oberflächlich gestaltet und sehr stereotypisch. Doch zum Glück ist der Film dann über die gesamte Distanz sehr spannend und teilweise auch etwas krank. Die Beweggründe der Mädchen sind hier leider nicht deutlich genug geworden, so, dass deren Taten leider gänzlich unverständlich und überzogen wirken. Das ist auch schon der gravierenste Schwachpunkt. Darstellerisch durchaus auf hohem Niveau spielt sich alles in nur einer WG ab. Und auch das macht einen gewissen Reiz des Films aus.
28.01.2005
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