Montag | 28. Mai 2012 | 04:35 Uhr
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  • FILM REVIEW | (500) Days of Summer
  • (500) Days of Summer

    Komödie, Romanze | USA 2009
  • | INHALTSANGABE

  • Tom verliebt sich in seine neue Kollegin Summer. Die junge Frau sagt ihm gleich, dass sie keine Beziehung auf Dauer will. Doch je länger die beiden Spaß miteinander haben, desto mehr sehnt sich Tom danach, dass Summer seine Gefühle erwidert. Er versteht ihre Einstellung nicht und kommt doch nicht von ihr los. Zu den vielen schönen kommen immer mehr schlechte Tage für Tom hinzu, der manchmal glaubt, an den Rätseln der Liebe verzweifeln zu müssen. Sein Wechselbad der Gefühle dauert 500 Tage.

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      • | FILMKRITIK

      • Das Kino-Regiedebüt von Marc Webb handelt von den Höhen und Tiefen im Leben eines Mannes, dem eine Frau den Kopf verdreht hat. Aber der Film beginnt mit der Warnung, dieses sei keine Liebesgeschichte. Warum? Weil Summer es so will: Summer mag Tom, sie ist inoffiziell seine Freundin, aber das Jawort möchte sie nicht geben. Zu viel Verpflichtung, außerdem glaubt sie nicht an die Liebe. Und damit ist Toms Leidensweg vorgezeichnet. Denn Tom ist verliebt. Und hört nicht auf, zu hoffen.

        Dieser Film, eine Art Liebesdrama mit Komödienelementen, lässt wohl niemanden kalt. Weil er nicht von zwei Menschen handelt, die sich gleichermaßen nacheinander sehnen, polarisiert er. Der Regisseur springt in der 500-tägigen Liebesgeschichte, die aus Toms Perspektive aufgerollt wird, vor und zurück. Mal ist man bei Tag 280 oder so, mal wieder bei Tag 8 der Beziehung. Nur um zu sehen, wie sich Toms Mienenspiel negativ verändern wird, wie ihn das Höchste der Gefühle langsam, aber unaufhaltsam, nach unten zieht.

        Ein Off-Kommentator erklärt hin und wieder, was die Hauptfiguren bewegt. Eine kleine Retrospektive aus der Kindheit von Tom und Summer gibt gleich zu Anfang Hinweise darauf, warum der eine an die große Liebe glaubt, die andere eben nicht. Witzige Szenen mit Splitscreens demonstrieren die Kluft zwischen Soll- und Istzustand in Toms Gefühlsleben.

        Aber psychologische Auflösungen fehlen in der quälenden Geschichte. Der Realismus dieser, dem Kino und der menschlichen Natur im Grunde widersprechenden Konstellation leuchtet jedem ein, der Liebeskummer kennt. Insofern steht auch diese Anti-Liebesgeschichte in der Tradition der großen Beziehungsdramen. Aber dies ist nicht „Vom Winde verweht“, sondern ein zu lange dauerndes Missverständnis, bei dem vor allem die Figur der Summer flach und banal bleibt. Im wirklichen Leben würde man sich von Tom vielleicht irgendwann entnervt abwenden, weil einem Menschen in seiner Situation ja doch nicht zu helfen ist. Spätestens ab dem Zeitpunkt nicht mehr, als Summer ihn schon verlassen hat und er in ein emotionales Fieber fällt. Manchmal wirkt Tom wie eine symbolische Klage für das Verschwinden der großen Gefühle im Kino.

        Joseph Gordon-Levitt spielt Tom gut. Nicht nur seine versteinerte Miene, nachdem ihn wieder ein emotionaler Schlag getroffen hat. Vor allem entwickelt er Herz, das er am besten ausdrückt, wenn er sich lebhaft freut. Zooey Deschanel als Summer hingegen ist nur das Mädchen mit der Ponyfrisur und dem hübschen, kessen Halblächeln. Frei will sie sein, und wenn Tom ihr versichert, dass das für ihn okay ist, gibt sie ihm die Hand und sie schlendern durch ein Möbelhaus. Ein Film für Bekloppte, könnte man meinen, doch auch das gehört zum Thema.

      • | FAZIT

      • Tom ist verliebt, seine Freundin Summer aber nicht: Diese Beziehungskiste lässt niemanden kalt.

      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 8.8/10 (4 votes)

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              • 1 User hat den Film gesehen
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