Nach The Da Vinci Code hab ich mir gleich nochmals eine Schnitzeljagd reingezogen. Diesmal hat die Jagd nach dem Schatz aber mehr Action, dafür wird weniger philosophiert. Ich muss sagen, dass war mir gestern gerade recht. Hatte mal wieder Lust auf einen unbeschwerten Abenteuerfilm. Ich wurde über die gesamte Spieldauer von zwei Stunden bestens unterhalten. Das fängt schon bei den Schauspielern an, die meiner Meinung nach sehr gut ausgewählt wurden. Nicolas Cage ist natürlich immer eine gute Wahl und macht auch in diesem Film einen sympathischen Eindruck in seiner Rolle als Schatzjäger Ben Gates. Als sein Gegenspieler tritt Sean Bean in Aktion. Auch er spielt gut und ich seh ihn sowieso sehr gerne. Neben diesen beiden Stars, gibt es natürlich auch noch Diane Kruger, die natürlich mit ihrer Schönheit protzen kann, und Justin Bartha, der für ein paar lustige Momente sorgt. Diane Krugers deutsche Stimme fand ich aber ein wenig komisch. Hatte so einen unpassenden Akzent. Auch schön, mal wieder Jon Voight zu sehen. Gefiel mir in seiner Rolle als Vater wirklich gut. Die Story ist eigentlich recht harmlos. Wie man es von einem Disney Film halt erwarten kann. Es gibt keinerlei Blutspritzer und die Gewalt wird doch sehr in Grenzen gehalten. Braucht der Film aber alles auch nicht, denn er funktioniert dank seiner stetigen Dynamik, den guten Schauspielern und der noch besseren Sounduntermahlung, die das Geschehen immer perfekt begleitet. Kleinere Storylöcher sind natürlich auch hier vorhanden. Beispielsweise ist es mir viel zu einfach, wie sich Ben rausredet, nicht ins Gefängnis gehen zu wollen und der FBI-Agent dann auch noch nachgibt. Aber da wollte man sich natürlich auch nicht die Chance für einen zweiten Teil zerstören, und das ist ja heutzutage verständlich.
Das Vermächtnis der Tempelritter ist wirklich ein durch und durch unterhaltsamer und harmloser Film, der einen bis zum Ende dank des schnellen Tempos nicht loslässt. Ein bisschen mehr Härte hätte dem Geschehen nicht geschadet, aber so ist es halt schlussendlich auch wieder ein typischer Disneyfilm, den sich jede Altersklasse zu Gemüte führen kann.
Bekanntlich hinken Vergleiche, jedoch erinnert „Das Vermächtnis der Tempelritter“ doch schon ein wenig an die mittlerweile etwas betagten „Indiana Jones“-Filme. Trotz guter Ansätze kann „Das Vermächtnis der Tempelritter“ jedoch nicht an die „alten“ Kultfilme heranreichen. Zuerst einmal bietet der Streifen viel Action und ein wenig Abenteuer und wird zudem mit viel Ironie im Wortwitz zwischen den Charakteren präsentiert, was dem Streifen eine gute Portion Frische und Dynamik beschert. Weiterhin ist die Story abwechslungsreich und dementsprechend auch interessant gestaltet. Allerdings ist der Film auch ohne großen Tiefgang und teilweise recht seicht in Szene gesetzt worden, wodurch viele Fans schnell von einem trashigen Film sprechen könnten. Der Soundtrack ist stellenweise zu bombastisch aufgetragen und verstört stellenweise mehr, als das er die Handlung untermauert. Auch die schauspielerischen Leistungen halten sich in Grenzen und bieten meist nur Mittelmaß, gerade bei den Hauptdarstellern Nicolas Cage und Diane Kruger, deren deutsche Stimme wie schon bei „Sehnsüchtig“ unpassend und gefühllos wirkt. Allerdings bietet die Story auch kaum Möglichkeiten einer schauspielerischen Entfaltung.
Somit ist „Das Vermächtnis der Tempelritter“ ein überdurchschnittlicher Abenteuerfilm geworden, der gerade in seinem Wortwitz punkten kann; aber leider auch nicht mehr.
17.05.2005
Bewertung:
MagicalAngel| dj carwash-ington vs. da old fränklin feat. den kiddies
der film ist ein typischer vertreter, bei dem man auf anhieb erkennen kann, wer nun die rolle des prota- und antagonisten übernimmt.
sean bean stellt, als howe, den phönotypischen (leichten) fiesling dar. längere straßenköter blonde haare, kalte ausstrahlung, starrer gesichtsausdruck und besessen davon (finanzielle) macht zu erlangen. natürlich ist auch der gute gegenspieler besessen, aber nur um alles für die helle seite der macht zu benutzen. nicolas cage spielt nun also einen archäologischen gutmenschen (gates), der howe davon abhalten möchte die unabhängigkeitserklärung zu stehlen. diese soll auf der rückseite hinweise auf einen alten schatz beinhalten, den die freimaurer vor jahrhunderten versteckt haben. doch so schnell läßt sich so ein mythischer schatz nicht finden und so muß gates zahlreiche rätselstücke decodieren, um dem ersehnten ziel näher zu kommen - wohlweißlich howe immer im nacken und auch mal davor...
der film läßt, bei der schnellen schnitzeljagd, ein für mich ordentliches abenteuerfeeling aufkommen. der legendäre schatz der templer wurde mit amerikanischer geschichte verquickt, so dass diese doch recht gewaltarme jagd hauptsächlich an ein paar amerikanischen orten, wie z.b. washington, spielt.
als begleitpersonen steht gates ein etwas tolpatschiger sidekick bei, der dann auch mal für komische momente dient. für die leicht romantische beziehung kommt dann eine arivleiterin (nadine kruger) in frage, während sich die üblichen wenig mimischen schergen um bean sammeln...
trotz nur dünn eingesetzter actionszenen hat mich das puzzel-abenteuer unterhalten!
Hab mir den Film gestern zum 1. Mal angeschaut Wollte ihn schon im Kino sehen, die schlechten Kritiken haben mich dann doch davon abgehalten. Der Film hat mich aber überzeugt. Ein nettes Filmchen für zwischendurch ohne großen Anspruch. Man hat sich zwar sehr bei Indiana Jones bedient, aber das macht nichts. Das einzige, was nervte, war Diane Krüger als Historikerin.
ich habe mir mehr von diesem Film erhofft, es ist mehr eine nette Scnitzeljagd. Insbesondere hätte ich gerne ein paar mehr exotische Schauplätze gesehen. Auch das eigentliche Thema - die Tempelritter und ihr geschichtlicher Hintergrund - kommt meines Erachtens viel zu kurz.
Man hätte mit diesem Stoff (siehe Dan Browns "Sakrileg") mehr erzählen können über die Vergangenheit und die Philosophie der Tempelritter. Des weitern ist es wohl sehr unglaubwürdig, dass der Schatz der Temeplritter sich in den USA wieder finden soll. Europa wäre da sicherlich glaubwürdiger gewesen.
Wie auch immer - es ist damit ein unterhaltsamer actionreicher Thriller, aber sicherlich kein Klassiker.