Das Schicksal der Welt liegt in den Pfoten von vier tierischen Helden. Die drei Meerschweinchen Darwin, Blaster und Juarez und ihr Maulwurf-Kollege Speckles bilden die Undercover-Einheit G-Force des FBI. Im Rahmen eines geheimen Projekts der US-Regierung wurden sie zu Topagenten ausgebildet. Ausgestattet mit modernster Technik, die es ihnen etwa ermöglicht, mit Menschen zu sprechen, übernehmen sie Aufträge, in denen heimliches Vorgehen gefragt ist. Darwin ist der Squad Leader, ein Bild von einem Meerschweinchen, mutig, loyal, fest entschlossen – ein wahrer Held. Blaster, der Sprengstoff- und Waffenexperte des Teams, liebt Action und steht auf schnelle Fahrzeuge. Juarez spricht fließend Englisch und Spanisch, hat einen betörenden Augenaufschlag und als Martial-Arts-Spezialistin jede Menge Durchschlagskraft. Speckles schließlich ist zwar blind wie... ein Maulwurf eben, aber am PC eine Koryphäe; das Computergenie der Truppe koordiniert die Einsätze der G-Force aus dem Hintergrund und sorgt für Kommunikation und die Downloads sensibler Daten. Und Mooch darf man natürlich nicht vergessen, die Fliege im Dienst der G-Force und der Abhör- und Aufklärungsspezialist im Team.
Der aktuelle Einsatz der G-Force ist kompliziert, denn das Team spioniert den zwielichtigen Großindustriellen Leonard Saber (Bill Nighy) aus. Sein Konzern Saberling Industries produziert Haushaltsgeräte im großen Stil. Saber besitzt Geld und Macht und wurde durch sein Wirtschaftsimperium zu einem der einflussreichsten Männer des Planeten. Doch die G-Force und ihr Leiter Dr. Ben Kendall (Zach Galifianakis), der die tierische Truppe ausgebildet hat, sind davon überzeugt, dass Saber etwas Böses im Schilde führt.
Weil das FBI sich nicht an den mächtigen Leonard Saber herantraut, ermitteln Kendal und sein Team auf eigene Faust – ein Fehler mit Folgen. Die erbeuteten Beweise gegen Saberling Industries werden von einem Computervirus korrumpiert, und weil der Einsatz nicht offiziell gedeckt und noch dazu erfolglos war, wird die G-Force dicht gemacht. Das ohnehin experimentelle Projekt soll eingestellt werden, da es hohe Kosten, aber keine Ergebnisse produziert. Die High-Tech-Ausrüstung der G-Force wird vom FBI konfisziert, die Meerschweinchen sollen in einer Tierhandlung an neue Besitzer vermittelt werden. Doch Darwin und sein Team können das natürlich nicht hinnehmen – schließlich wissen sie, dass Sabers Operation "Clusterstorm" kurz bevor steht: ein teuflischer Plan, der Millionen harmloser Haushaltsgeräte in gefährliche Killermaschinen verwandeln soll. Die G-Force ist fest entschlossen, das zu verhindern. Statt auf die Technik müssen sich Darwin, Blaster und Juarez auf ihre Stärken als Meerschweinchen verlassen...
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| FILMKRITIK
Meerschweinchen sind alles Mögliche: pelzig und ziemlich süß, beliebte Haustiere vor allem bei jüngeren Tierfreunden, und – das mag den einen oder anderen vielleicht schockieren – eine Delikatesse in Südamerika. Aber haben sie das Zeug zum Helden? Kann ein Agenten-Film funktionieren, in dem computeranimierte, sprechende Meerschweinchen die Hauptrolle spielen?
Um es kurz zu machen: ja, es kann! Erst recht, wenn der Film von Disney kommt. Tierische Helden sind da Gang und Gebe, und "G-Force – Agenten mit Biss" reiht sich ein in eine Filmtradition von "Susi und Strolch" und "Aristocats" über "Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei" bis hin zu "Ratatouille". Mit einem entscheidenden Unterschied: In "G-Force" spielen die animierten Nager vor realen Hintergründen und mit echten Schauspielern.
Dass die den Protagonisten nicht die Show stehlen, liegt vor allem daran, dass die G-Force ganz schön cool ist. Darwin, Blaster, Juarez und Speckles – im Original übrigens von Nicolas Cage gesprochen, in der deutschen Version von Götz Otto synchronisiert – haben Charakter, sind nie um einen guten Spruch verlegen und wachsen einem im Laufe des Films ans Herz. Ehrlich! Regisseur Hoyt H. Yeatman und das Drehbuchautoren-Ehepaar Marianne und Cormac Wibberley erzählen eine spannende Geschichte um sympathische Figuren – was will man mehr. Selbst das etwas einfach gestrickte Meerschweinchen Hurley, dass später zur G-Force stößt und ganz klassisch die Funktion des Sidekicks übernimmt, produziert mehr Lacher, als man zunächst denkt. Es gelingt sogar, den spätestens seit Bond für Agentenfilme obligatorischen Love Interest nachvollziehbar zu inszenieren. Juarez ist eben ein heißes Meerschweinchen, und da stellt sich für die Kollegen natürlich die Frage, ob ihr Interesse nun Darwin oder Blaster gilt.
Aber keine Sorge, "G-Force" hat auch etwas für Jungs – auch große – zu bieten. Eine spannende Agentenstory eben, jede Menge Action und mehr als genug High-Tech-Schnickschnack. Die Ausrüstung der G-Force ist ziemlich beeindrucken, und natürlich sind die kleinen Agenten bestens im Gebrauch der Technik geschult. Speckles knackt jede noch so komplizierte Firewall, selbst Darwin hackt Computer versiert, indem er im Vier-Pfoten-System auf übergroßen Tastaturen tippt, und Mooch, das fliegende Auge der G-Force, ist mit hochauflösenden High-Tech-Kameras in Fliegengröße ausgestattet.
Die High-End-Technik setzt sich im Kino fort. Nicht nur, was die Special Effects betrifft, kann sich "G-Force" sehen lassen: in ausgewählten Häusern läuft der Film zudem in 3D. Wer die Möglichkeit hat, die tierischen Agenten so zu sehen, sollte die Gelegenheit ergreifen – es ist einfach toll, wenn Smooch plötzlich aus dem Augenwinkel scheinbar von hinter dem Zuschauer ins Bild fliegt. Auch die Computeranimationen sind sehr aufwendig: in einer ziemlich gewitzten Pressemeldung zu den Visual Effects des Films wird unter der Überschrift "Fell-Fun-Facts" detailliert aufgeschlüsselt, wie viele "Shots" jedes der Meerschweinchen vor der virtuellen Kamera stand und wie viele Haare pro Charakter gerendert werden mussten. Die Gesamtsumme der gerenderten Haare für den kompletten Film wird dabei auf 271.955.886.586 beziffert.
| FAZIT
Aufwendige Animationen und Special Effects, jede Menge Action, eine gute Portion Humor und eine spannende Agentenstory um die coolsten Meerschweinchen der Filmgeschichte machen aus "G-Force – Agenten mit Biss" einen gelungenen Film für die ganze Familie.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung