-Commander-| Eine romantische Komödie mit Zombies! Punkt!
Eine romantische Komödie. Mit Zombies! Dieser Werbeslogan passt bei dem Film wie die Faust aufs Auge. Auf sehr lustige Art und Weise und mit viel britischem Humor werden zunächst einmal alle relevanten Personen des Film charakterisiert und dargestellt. Und zudem wird auch gleich mehr oder weniger im Hintergrund die Zombifizierung der Menschheit angedeutet. Shaun ist ein liebenswerter Kerl dem es zwar nicht an Perspektiven, dafür aber an Mut diese Perspektiven umzusetzen fehlt. Aus diesem Grund hat er auch Streit mit seiner Freundin Liz. Die ist mehr als angepisst, dass Shaun immer noch mit seinem alten Schulfreund Ed zusammen lebt der sich wie ein pubertierendes Kind benimmt und nicht gerade der Hellste ist. Shaun und Ed sind Stammgäste in der Kneipe "Winchester". Und auch dorthin will Shaun seine Mutter, seinen Freund, seine Freundin und deren 2 Mitbewohner schleppen als die Welt dem jüngsten Gericht nahe ist, und fast alle Menschen zu Zombies geworden sind. Nun kann Shaun seiner Freundin zeigen was er drauf hat. Eine Menge Situationskomik, viel typischer britischer Humor, einige derbe Splattereffekte und Ausweidungen später droht leider auch das "Winchester" unter dem Druck der anstürmenden Zombies zusammen zu brechen. Noch nie hat man einen dermaßen lustigen Zombiefilm gesehen, der sogar noch ein wenig Gesellschaftskritik beeinhaltet. Denn stellenweise kommt es einem so vor, als seien die Menschen vorher nichts anderes als Zombies gewesen. Doch diese Tatsache ist nun wirklich nicht besonders ausschlaggebend für meine Bewertung. Viel mehr sollte man erwähnen welchen Spass es macht, dem Treiben der Gruppe zuzuschauen. Der Film versteht sich sicherlich als Parodie auf "Dawn of the Dead" und diverse andere Splatter und Horrorfilme, verleiht dem Thema jedoch erstmal eine humoristische Komponente und sogar eine Liebesgeschichte. All diese Elemente finden sich sehr ausgewogen im Film wieder. Ledichlich der etwas zögerliche und verhaltene Anfang trüben den Spass ein wenig.
05.08.2005
Bewertung:
Darius| Sehr gewöhnungsbedürftiger britischer Film
Die britische Produktion "Shaun of the Dead" ist eine Comedy-Version des Horror-Films "Dawn of the Dead". Damit dürfte für Filmfans schon die Rahmenhandlung bekannt sein. Die Menchen sterben und werden durch einen Virus wieder zum Leben als Untote geweckt. Fort an suchen sie nach Menschenfleisch und infizieren alle, die sie anfallen. Eine Gruppe überlebt die ersten Stunde und macht sich daran zu überleben.
Das erste Drittel des Films ist tatsächlich relativ lustig. Die Welt versinkt in Untoten und der Hauptcharakter bekommt davon überhaupt nichts mit. Leider geht es danach bergab mit dem Film, da er sehr unlogisch wird und die Handlung von witzig auf nervig umschaltet. Während bei "Dawn of the Dead" noch relativ logisch ist, warum die Akteure ein großes Einkaufszentrum als Zufluchtsort wählen (Essen, Trinken, Kleidung, ...), ist es eher sonderbar, warum das Ziel der Charaktere ein britischer Pub ist.
Der Film ist sehr britisch und dadurch etwas gewöhnungsbedürftig. Bei den Gewaltszenen wurde nicht mit Blut gespart und so dreschen die Akteure munter auf die Zombies ein. Für meinen Teil war dieser Film eher Zeitverschwendung als Unterhaltung.
Ich muss sagen, dass ich an diesen Film große Erwartungen hatte, diese aber leider in keinster Weise erfüllt wurden. Die ersten 20 Minuten fand ich zum Einschlafen und ich hätte am liebsten wieder ausgeschaltet, hatte aber Hoffnung, dass sich der Film noch etwas steigert.... das tat er auch aber leider nur minimal. Hin und wieder musste ich mal lachen, aber meistens war es einfach nur hohl und unlustig. In dem Genre gibt es wesentlich bessere Filme, alle "Scary Movie" Filme (auch die viel gescholtenen Teile 2 und 3) sind deutlich lustiger als "Shaun Of The Dead". Sehr schade denn das Potenzial war verdammt groß.