FILM REVIEW | Lauras Stern und der geheimnisvolle Drache Nian
Lauras Stern und der geheimnisvolle Drache Nian
Kinderfilm,
Zeichentrick
| Deutschland 2009
| INHALTSANGABE
Laura hat eine große Reise vor sich. Sie wird mit ihrer Familie nach China reisen, da ihre Mutter dort einen Auftritt bei einem Neujahrskonzert hat. Gemeinsam mit einer chinesischen jungen Frau wird sie ein Cello Konzert geben. Laura packt ihre Sachen und sie ist glücklich, dass auch ihr Stern auftaucht, den sie auf keinen Fall vergessen darf. Am Flughafen muss sie sich allerdings vorerst von ihrem besten Freund trennen, was Laura natürlich sehr traurig macht. Im Flugzeug bemerkt Laura ein helles Leuchten über den Wolken und siehe da, ihr kleiner treuer Freund fliegt neben dem Flugzeug her und wird sie auf ihrer Reise begleiten.
Während des langen Fluges hat Laura einen schreckliche Traum: Ihr Stern gerät in eine dunkle, böse Wolke, die einer chinesischen Legende nach, die ganze Welt in ewige Dunkelheit zu hüllen vermag. Als Laura erwacht ist der kleine Stern tatsächlich nicht mehr zu sehen. Auch später, in China angekommen, erhellt kein Stern ihr Zimmer. Laura ist verzweifelt und ahnt, dass dem Stern etwas zugestoßen sein muss. Doch so weit entfernt ist ihr Freund gar nicht. Beim Flug durch die Wolken ist er abgestützt und wird zum Glück von einer Yak-Kuh in den Weiten der chinesischen Landschaft gefunden. Die schlaue Kuh macht sich bei einem kleinen Mädchen Namens Ling-Ling bemerkbar, das gerade mit seinem Vater, einem Yak Forscher, in der Gegend ist. Die kluge Yak-Kuh zeigt Ling-Ling den wundersamen Fund. Ling-Ling freut sich und nimmt den kleinen Stern mit. Doch dieser will zu seiner wahren Besitzerin zurück und führt Ling - Ling zu Laura. Endlich am Ziel angekommen geraten die beiden Mädchen in Streit um den Stern, denn jede der beiden meint, die wahre Besitzern zu sein.
Als die beiden Mädchen bemerken, dass sich plötzlich wundersame Dinge ereignen: eine alte Legende, die sich um einen wundersamen Drachen Namens Nian und um eine geheimnisvolle, gefährliche, schwarze Wolke rankt, scheint Wirklichkeit zu werden. Die Beiden haben nur gemeinsam die Chance die Welt vor diesem Unheil zu bewahren und machen sich deshalb zusammen auf die Reise, das Böse zu vertreiben. Es entwickelt sich eine großartige Freundschaft zwischen den beiden Mädchen.
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| FILMKRITIK
„Lauras Stern und der geheimnisvolle Drache Nian“ ist ein Gemeinschaftswerk der Regisseure Piet de Rycker und Thilo Graf Rothkirch. Wieder werden die kleinen Zuschauer auf eine wundersame Reise eingeladen, die sich um Freundschaft, Verständnis, Vertrauen, Versöhnung und Achtung dreht.
Diesmal gehen die Regisseure weit über die geografischen Grenzen hinaus und schicken Laura auf eine Reise nach China. Nicht alles ist pure Phantasie, denn das Jahr 2009 ist nach dem chinesischen Kalender das Jahr des Rinds; und ist es ein Rind, bzw. eine Yak-Kuh, die den kleinen Stern, als Vermittler zwischen zwei kleinen Mädchen auf die Reise schickt. Gegensätzlich – wie in der Realität – wird die schnelllebige, hochmoderne Metropole Beijing den ländlichen und in alten Legenden verwurzelten Gegenden Chinas gegenübergestellt.
Trotz der schnellen Großstadt gelingt es den Regisseuren, großartig, kindgerecht ruhige Schnitte zu setzen und die kleinen Zuschauer auf eine Reise in eine Welt der Träume und des Urvertrauens einzuladen. Auch wenn Laura des Öfteren mitten im Gewühl von Menschen und in der Fremde einer Stadt von der Seite ihrer Eltern weicht, fallen weder böse Worte, noch wird mit autoritär-erzieherischen Mitteln versucht Laura zu maßregeln. Im Gegenteil: geduldige und – im positiven Sinn – belehrende Sätze bestimmen den Umgang der Eltern mit ihrem Kind.
Ein absoluter Pluspunkt des Films ist die Inszenierung des Bösen. Kindgerecht und ohne albtraumfördernde Versatzstücke gelingt eine wunderbare Geschichte, in der das Gute über das Böse siegt. Die Kinder werden eingeladen auf eine Reise, in eine märchenhafte Welt, eine Welt, in der Freundschaft, Achtung und Respekt ganz oben stehen.
„Lauras Stern und der geheimnisvolle Drache Nian“ ist Rothkirchs erste Animationsfilmproduktion die vollständig am Computer mit 3D-Animation realisiert wurde. Dennoch gelingt es dem Team, die Figuren - wie aus den Tagen des alt hergebrachten Zeichentrickfilms bekannt - wirken zu lassen, und so den Charme des herkömmlichen Animationsfilms zu bewahren.
Absolut überzeugend sind die Sprecher, deren Stimmen den Figuren Leben einhauchen und die kindliche Phantasiewelt akustisch perfekt in Szene setzen.
| FAZIT
Eine wunderbare Geschichte über eine phantastische und geheimnisvolle Freundschaft, die über den halben Globus reicht. Technisch meisterhaft und kindgerecht inszeniert.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung