Darius| Einfach Story, für zwischendurch aber ansehbar
Eine Öl-Testborstation in der Mongolei soll geschlossen und die Arbeiter mit einem Flugzeug nach China gebracht werden, damit sie von dort Heimfliegen können. Der Flug führt über die Wüste, wo das Flugzeug in einen Sandsturm gerät. Dabei wird das Flugzeug beschädigt und muss Notlanden. Mitten in der Wüste funktioniert das Funkgeräte nicht, dass Essen und Trinken ist limitiert und die Lage aussichtslos. Da kommt einem Passagier die Idee, aus den Wrackteilen ein neues Flugzeug zu bauen.
Der Film besitzt eine einfach gestrickte Story. Mehrere Menschen steigen in ein Flugzeug, heben ab und führen eine Notlandung durch. Dann bauen sie ein Ersatzflugzeug. Nicht einmal die obligatorische Liebesgeschichte wurde eingesponnen. Interessant mach den Film nur die professionelle Umsetzung, d.h. die Kameraführung und die Optik des Films. Kein Film für Anspruchsvolle, für zwischendurch aber ansehbar.
Ich bin ja ohnehin kein großer Freund von Remakes. Und wenn dann auch noch einer meiner Lieblingsfilme neu interpretiert werden soll, dann kann ich schnell grantig werden. Und nicht anders erging es mir beim Flug des Phoenix. Das Original bietet eine absolute überwältigende Charakterzeichnung von Männern in einer Extremsituation. Grandiose Darsteller machen das möglich. Wenn ich mir hingegen das Remake anschaue, fällt zunächst einmal auf, dass einzig Dennis Quaid eine passable Vorstellung abliefert. Aber gegen sein 65er Pendant James Stewart kann er nicht im geringsten anstinken. Zur absoluten Witzfigur ist Hardy Krügers Figur des Dorfmann geworden. Giovanni Ribisi verunstaltet den Charakter total und hat scheinbar gar nicht begriffen was den "alten" Dorfmann so interessant gemacht hat. Die aussichtslose Atmosphäre des Originals ist einigen überflüssigen Actionszenen gewichen und wo die 65er Version noch den Eindruck und die Folgen der Gluthitze in der Wüste perfekt eingefangen hat, macht sich im Remake nicht nur bei den Protagonisten gähnende Langeweile breit. Besonders nervig war dann das Ende mit den Waffenschiebern (falls es welche waren). Warum musste man sowas integrieren? Damit nochmal sowas wie Spannung aufkommt? Sicherlich, es war spannend. Aber man wäre doch besser gefahren, hätte man sich beim Spannungsbogen eher vom Original inspirieren lassen. Stieg die Spannung im Original noch langsam und kontinuierlich an, setzt Regisseur John Moore beim Remake vor allem auf kurze Passagen die Herz schneller schlagen lassen sollen. Es ist ihm nicht geglückt. Was gibt es sonst noch zu meckern? Musik gab es kaum (ok, mal wieder eine recht dämliche Szene mit Hip Hop Musik) und natürlich reicht es scheinbar heute nicht mehr, einfach nur erwachsene Männer zu zeigen. Der Cast ist natürlich wesentlich jünger, muskelbepackter und schwärzer (für die Quote ist diesmal eine Frau zuständig (übrigens Miranda Otto, die zwar nicht gut spielt, aber dafür in meinen Augen wirklich super aussieht)). Richtig positiv waren eigentlich nur die Panoramaaufnahmen und der Crash an sich. Da tat die Moderisierung ausnahmsweise mal gut. Insgesamt ein Film den man sich hätte schenken können. Für sich genommen sicherlich mal die Leihgebühr wert, aber im Vergleich zum Original kann der Film absolut nicht punkten.