Der Wissenschaftler Rick Marshall wird von seinen Kollegen verspottet, weil er behauptet, dass Menschen Zeitreisen in eine Parallelwelt unternehmen können. Nur Holly, eine ehemalige Cambridge-Studentin, himmelt Marshall an. Mit ihr und seinem neuen selbstgebauten Tachyon-Meter macht sich der Forscher auf den Weg zu einer Höhle, in der die Reise zu Versuchszwecken beginnen soll.
Der Manager des Erlebnisparks, Will, begleitet Marshall und Holly im Schlauchboot durch die Höhle, die als gruselige Touristenattraktion gestaltet ist. Doch dann gibt es ein gewaltiges Erdbeben und das Trio stürzt einen Wasserfall hinunter und landet in Marshalls Paralleldimension. Dort gibt es Dinosaurier, die es auf den Forscher abgesehen haben, sowie einen Höhlenmenschen namens Chaka, den nur Holly versteht. Die schlimmsten Gegner aber sind die Sleestaks, humanoide Reptilien, die im Dienst machthungriger Herrscher stehen.
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| FILMKRITIK
Die Fantasy-Abenteuerkomödie „Die fast vergessene Welt“ von Regisseur Brad Silberling ist erstaunlich einfallsreich. Da tummeln sich drei Menschen zwischen Sauriern in einer Parallelwelt, unterhalten sich mit einem Neandertaler, bekommen es mit den aufrecht gehenden Reptilien namens Sleestaks zu tun und finden in der Wüste einen Pool, in dem sie sich erfrischen können. Tatsächlich wurden die meisten der hier wiedererweckten Szenarien bereits in den siebziger Jahren für die TV-Serie „Land of the Lost“ („Im Land der Saurier“) entwickelt, an deren verblüffende Kreativität dieser Kinofilm erinnert.
In der parodistisch-komödiantischen Kinoversion von „Land of the Lost“ ist Rick Marshall kein Park-Ranger, sondern ein von seiner Zunft belächelter Forscher, und Will und Holly sind nicht seine Kinder, sondern zwei Erwachsene. Will Ferrell spielt Marshall im Safari-Outfit mit kurzen Hosen und Socken, der trotz seiner Genialität doch meistens wirkt, als habe er mehr Glück als Verstand.
Der von Danny McBride gespielte Will liefert sich mit Marshall eine Menge nicht ganz jugendfreier Witzchen, die das Abenteuer mit frivol-grobschlächtigem Humor auflockern. Der Pakuni Chaka, ein Höhlenmensch aus der Steinzeit, kann auf dieser Ebene einiges beisteuern, auch wenn er in einer Sprache spricht, die Holly den anderen übersetzen muss. Holly wiederum, gespielt von Anna Friel, ist kein Slapstick-Typ, sondern eine patente Person.
Nachdem das Trio mit dem Schlauchboot in die Parallelwelt gestürzt ist, begegnet es Chaka, aber Marshalls Tachyon-Meter, das Gerät, das die Rückkehr in die normale Welt garantiert, ist weg. Dafür trampelt ein T-Rex herbei und dass Marshall behauptet, er besitze ja nur ein walnußgroßes Hirn, nimmt der Fleischfresser ihm äußerst übel. Von nahezu psychedelischer Fülle ist der Trip durch Urwälder, Wüsten und in den Krater eines Vulkans, in dem Flugsaurier aus ihren Eiern schlüpfen. Ferrell stolpert mit seinen Begleitern durch die Ereignisse in dieser fernen Zeitdimension, in der sich auch Aliens und menschliche Requisiten wie Riesenräder und halb versunkene Motels befinden.
Abrupt werden manchmal die Szenarien gewechselt, was dem Film einen nostalgischen Touch gibt, der durchaus an TV-Serien früherer Zeiten erinnert. Die CGI-Figuren wie die Saurier sind nicht nach dem neuesten Stand der Technik mit der Realebene in Einklang gebracht, aber auch das wirkt in seiner fröhlichen Unbekümmertheit durchaus beabsichtigt. Zu den schmutzigen Witzchen und dem Slapstick kommt als komische Nummer in der Wüste noch ein Drogenerlebnis mit seltsamen Früchten hinzu, und Marshall singt das Lied des zuversichtlichen Helden zur Banjomusik am Lagerfeuer.
| FAZIT
Erfrischend fantasievolle, mit parodistischen Einlagen gewürzte Hommage an die TV-Serie „Land of the Lost“ aus den siebziger Jahren.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung