Montag | 28. Mai 2012 | 06:42 Uhr
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  • USERKOMMENTARE | Mathilde ‑ Eine große Liebe
  • 8martin | MMM - Mathilde mit Manech
  • Der Film vereint auf geniale Weise drei Genres: zunächst ist es ein Kriegsfilm, mit all der Grausamkeit die dazugehört, dann wie im Titel angekündigt natürlich ein Liebesfilm und schließlich und endlich ein Detektivfilm.
    Mathilde will nicht glauben, dass ihr geliebter Manech – ihre Sandkastenliebe - im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Mit schier nie ermüden wollendem Eifer forscht sie, wie und ob er umgekommen ist. Sie befragt Kameraden aus dem Feld, deren Frauen und andere, die mit Manech zu tun hatten, stöbert in Archiven der Armee, ja beauftragt sogar einen Privatdetektiv. Eine Gehbehinderte (Kinderlähmung) sucht einen Toten? Dabei wird der Zuschauer ständig zwischen Gewissheit über den Tod des Geliebten und neuer Hoffnung, dass er überlebt hat, hin und her gerissen. Der Regisseur arbeitet mit Rückblenden, Traumsequenzen und immer wiederkehrenden Symbolen wie dem Leuchtturm (einem Wegweiser also), einem roten Wollhandschuh (der wohlige Wärme bietet) oder MMM. Bis in kleine Nebenrollen mit großen Namen besetzt(Jodie Foster z.B.) blitzt sogar hin und wieder etwas Komik auf. In unheimlich schöne Bilder gehüllt, die einen emotional durch einen aus dem Off eingesprochenen Kommentar eng an die Handlung binden, kommt es zu einem Ende, das glaubhaft, überraschend und wohltuend ist.
  • 12.11.2008 Bewertung: stern stern stern stern stern
    • Darius | Anspruchsvolle Kost im Stile von Amelie
    • Frankreich kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Eine junge Dame sucht ihren Verlobten, der nach dem Krieg nicht heimgekehrt ist. Die Hoffnung treibt sie an, wird sie ihn aber finden können?

      In wunderschönen Bildern zeigt der Film die Suche von Mathilde, dabei gibt es nicht nur die schönen Seiten von Frankreich zu sehen, sondern auch den Krieg und den Kampf. Es ist sehr beeindruckend, wie das Frankreich von damals wieder zum Leben erweckt wurde, besonders bei einigen Szenen aus Paris.

      Bei "Mathilde" handelt es sich um einen Kunstfilm, der keine allzu große Rücksicht auf eine breite, kommerzielle Zielgruppen legt. D.h. es ist nicht nur ein Liebesdrama, sondern eine durchaus komplexe Geschichte mit vielen kleinen, wichtigen Details.

      Dieser Film ist für einen anspruchsvollen Abend zu Zweit, eher weniger für einen spontanen Zeitvertreib. Am ehesten ist er vergleichbar mit "Amelie", dies betrifft vor allem die Hauptfigur, die ein wenig skurril wirkt.
    • 15.07.2005 Bewertung: stern stern stern stern stern
      • Dr.Digital | Mathilde - Ein (fast) großartiger Film
      • Glücklicherweise ist Mathilde - Eine große Liebe nicht so kitschig geworden, wie man es aufgrund des deutschen Titels vermuten könnte.
        Der Film lässt sich nur schwer einem bestimmten Genre zuordnen, kombiniert er doch Elemente aus Kriegs-, Detektiv- und Liebesfilmen und hat zwischendurch sogar einige wirklich witzige Szenen zu bieten. Am ehesten wird "Mathilde" wohl der Kategorie "Drama" gerecht.

        Die Story wird nicht chronologisch erzählt, sondern springt ständig zwischen mehreren Zeitebenen hin- und her. Da teilweise dieselben Szenen auch aus verschiedenen Perspektiven präsentiert werden, wirkt anfangs vieles sehr verworren. Hier verlangt der Film große Aufmerksamkeit vom Zuschauer, denn erst im Verlauf der Handlung setzen sich alle Teile wie bei einem Puzzle zusammen.

        Optisch ist Jeunets neuester Film mal wieder eine Augenweide. Die düsteren Kriegszenen stehen im krassen Gegensatz zu den traumhaft schönen Bildern, die mithilfe kräftiger Farbfilter die Idylle der Küste Frankreichs zeigen. Vor allem die Szenen mit dem Leuchtturm sind grandios in Szene gesetzt.

        Audrey Tautou ist wie geschaffen für die Rolle der "Mathilde". Für den Darsteller des "Manech" hätte ich mir allerdings einen etwas älteren Schauspieler gewünscht, denn dass er 1 Jahr älter als Mathilde sein soll konnte mich nicht überzeugen.

        Auch hat der Film zwischendurch imo die ein oder andere Länge, z.B. hätte die Detektivgeschichte ruhig etwas spannender sein können.

        Trotzdem kann man über diese kleinen Schwächen getrost hinwegsehen, denn den Filmgenuß können auch sie nicht schmälern.
        Auch sehr positiv: Trotz aller Emotionalität wirkt der Film nie kitschig. 4/5.
      • 06.02.2005 Bewertung: stern stern stern stern stern
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            Wertung: 1.0/10 (2 votes)

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