Jackie Chan ist Polizist eine Spezialeinheit in Hong Kong und geht mitsamt seiner Truppe einer "Schüler-Bande" auf dem Leim. Alle Mitarbeiter von ihm werden bei einem Einsatz getötet und er gibt sich die Schuld dafür. In Selbstmitleid gibt er sich auf, wird beurlaubt und ist ein Wrack. Da kommt ihm jemand zur Hilfe und will gemeinsam mit Jackie Chan den alten Fall lösen, denn die "Schüler-Bande" ist weiterhin aktiv...
Zuerst fällt bei diesem Film auf, welche exzellente Arbeit die Filmcrew geleistet hat. Die perfekte Ausleuchtung der Szenen, die Kameraführung, die Kulissen, hier handelt es sich nicht um eine Produktion mit kleinem Budget.
Wie bei Filmen mit Jackie Chan schon fast üblich, steht die Handlung an zweiter Stelle. Im Fordergrund steht Jackie Chan selbst. So gibt es kaum eine Szenen, wo der Actiondarsteller nicht gezeigt wird. Der ganze Film wirkt, als ob nicht der Drehbuchautor eine Vision von der Story hatte, sondern lediglich den Auftrag bekam, den Hauptdarsteller ins richtige Licht zu rücken.
Actionfans werden sicherlich ein Auge zudrücken können, denn Feuergefechte auf offener Strasse oder tödliche Labyrinthe erfüllen durchaus die Erwartungshaltung an einen solchen Actionstreifen.
Wow, muss zugeben, dass ich wirklich überrascht bin. Ich bin eigentlich kein grosser Fan von Asia Movies, das könnte sich jetzt aber mit dem Actionfilm hier drastisch ändern. Ich bin im vornherein immer sehr negativ ausgelegt, was asiatische Filme angeht. Gehört so zu meine schlechte Vorurteilen. Ich denk immer, die machen doch eh nur spezielle Filme die meinen Geschmack niemals treffen würden. Ein wenig trifft das auf New Police Story auch zu. Die Story hat einige originelle Aspekte und die Bösewichte sind wirklich abgefahrene Typen. Aber genau das verleiht dem Film so das gewisse Etwas und macht ihn einfach herrlich unterhaltsam. Mal andere Gesichter zu sehen macht auch Spass. Jackie Chan dürfte zwar jeder kennen, nicht aber der wirklich sympathisch aufspielende Nicholas Tse und die wunderhübsche Charlie Yeung. Auch die Location, nämlich Hong Kong, war nett anzusehen. Nicht immer die westliche Welt zu sehen, sondern auch mal die asiatische in einem Film verfolgen macht Spass, sieht man doch so einige Sachen, die einem hier in Europa fremd sind. Das Gefühl hatte ich auch schon bei The Grudge. Irgendwie macht das Zuschauen dann gleich nochmals ein Spürchen mehr Spass! Von der Action bin ich alles andere als enttäuscht. Teilweise echt geile Stunts, bei denen man denken würde sie seien CGI, und ein cooler Soundtrack geben dem Geschehen noch den nötigen Pfiff. Die Kampfszenen sind ebenfalls absolut geil anzusehen. Ja, der Film ist einfach Fun!
Jedoch kann die Geschichte auch mit reichlich Dramatik und Spannung punkten. Ein zwei Längen hätte es jedoch vielleicht nicht gebraucht. Daniel Wu als Hauptbösewicht konnte mich ebenfalls sehr überzeugen. Hat so dieses Pokerface, welches ihn, neben der wirklich guten Schauspielerei, zum coolen Bösewicht werden lässt. Dass Videospieler die freakigen Bösen sind, fand ich mal ne Abwechslung. Sonst sind’s ja immer Drogenbosse oder Waffenhändler. Für mich ein Geheimtipp für jeden Actionfan. Anschauen!