Montag | 28. Mai 2012 | 08:32 Uhr
Sie befinden sich hier: KINO | Startseite > Datenbank > Filmdetails > Userkommentare
  • USERKOMMENTARE | Königreich der Himmel
  • Flapman | Too much religion in the eyes of too many murderers
  • Den Director's Cut habe ich mir heute zum zweiten Mal angesehen und er hat bei dieser Zweitsichtung meinem Eindruck nach noch einmal ordentlich gewonnen.

    Der Film kam mir beim ersten Mal noch etwas zu lang vor (ich habe übrigens die Kinofassung bislang noch nicht gesehen), aber jetzt muß ich ganz klar sagen, daß fast jede Szene unentbehrlich ist, da so unglaublich viele wichtige Detailinformationen über die für Hollywoodverhältnisse ja doch recht komplexe Story und die zahlreichen Figuren und ihre Positionen zueinander im Spiel der Spiele übermittelt werden.

    Die Musik ist zudem einfach nur großartig; die Soundtrack-CD hatte ich auch schon so manches mal laut im Auto laufen, aber erst mit den epischen Bildern des Films wirkt sie wirklich perfekt.

    Außerdem finde ich, daß die sehr deutliche Religionskritik und der Appell für Frieden und gegenseitige Toleranz wirklich sehr gut in den Film eingeflochten wurde - was war das erst wieder für ein hysterisches Geschrei damals, als bekannt wurde, daß Ridley Scott nur wenige Jahre nach dem 11. September einen Film über die Kreuzzüge drehen wolle ...

    Mein einziger Kritikpunkt: Orlando Bloom ist meiner Meinung nach einfach nicht die perfekte Besetzung für die Hauptrolle. Er macht seine Sache wirklich sehr, sehr gut und man kann ihm selbst absolut keinen Vorwurf machen - aber die Figur, die er in dem Film verkörpert, wäre noch um einiges authentischer und tiefgehender geraten, wenn sie eben nicht unbedingt von genau dem nicht allzu maskulinen jungen Superstar-Schönling gespielt worden wäre, welchen man kurz zuvor noch als zartbesaiteten Bogenschubser durch die "Herr der Ringe"-Trilogie hat hüpfen sehen ...

    Aber auch dies kann man nach einiger Zeit aus dem Hinterkopf verdrängen, zumal sämtliche anderen Darsteller absolut zu überzeugen wissen - allen voran Marton Csokas als Guy de Lusignan, einem der größten Dreckschweine der Filmgeschichte, Ghassan Massoud als Saladin und natürlich auch Liam Neeson, um nur einige zu nennen.

    Zusammenfassend bin ich der Meinung, daß Ridley Scott mit dem Director's Cut ein episch breites, bildlich opulentes und handwerklich perfektes Monumentalwerk gelungen ist, welches anderen Spätwerken der modernen Sandalenflimwelle (wie etwa "Troy" oder "Alexander") deutlich überlegen ist.

    "I have seen too much religion in the eyes of too many murderers ..."
  • 21.02.2010 Bewertung: stern stern stern stern stern
    • -Commander- | Es geht auch besser
    • Sehr epischer Film von Ridley Scott, der teilweise aber leider einige Längen hat. Entgegen meinen Erwartungen erwartet einen kein ausuferndes Schlachtfest. Sicherlich gibt es gerade gegen Ende durchaus einige deftige Kampfszenen, aber wesentlich weniger als erwartet. Liegt undgefähr auf den Niveau von Braveheart. Orlando Bloom mutet hier ausnahmsweise mal nicht wie ein schwuler Legolas-Verschnitt an und weiß durchaus zu gefallen. Auch die übrige Garde der Darsteller sind allesamt auf einem hohen Level. Recht gewöhnungsbedürftig war die Farbgebung des Films. Dieser penetrante Blaustich war sehr anstrengend.
      Kann man sich auf jeden Fall anschauen und liegt irgendwo nicht weit hinter Gladiator und Co.
    • 19.02.2007 Bewertung: stern stern stern stern stern
      • Fox Mulder | Weniger emotional als Gladiator - dennoch fast ebenbürtig!
      • Nach Gladiator versuchte sich Ridley Scott an einem weiteren Historienfilm. Das Resultat lässt sich wirklich sehen, auch wenn der Film nicht an Gladiator herankommt, soviel steht fest. Orlando Bloom bringt einfach nicht die gleiche emotionale Stärke rüber wie damals Russell Crowe. Was natürlich nicht heissen soll, dass ich Bloom schlecht fand, ganz und gar nicht. Ich fand in angenehm, ruhig und er stellt Balian vorzüglich dar. Denn dieser ist eigentlich ein ganz einfacher Mann, ein Schmied aus bescheidenen Verhältnissen und kein Mann der grossen Worte und auch keiner der von heute auf morgen so schnell die Führerschaft mit posaunender Stimme übernehmen könnte. Deshalb finde ich Blooms Darstellung realistisch und wirklich überzeugend! Charakterlich ist er auch gar nicht mit Maximus aus Gladiator zu vergleichen. Irgendwie kann man die beiden Filme sowieso schlecht vergleichen, spielen sie doch in zwei völlig verschiedenen Kulturen. Gegenüber Gladiator, ich vergleiche schon wieder, punktet Königreich der Himmel aber bei den Bildern. Zweiterer hat wunderschöne Bilder zu bieten. Vor allem wenn sich die Heere präsentieren oder auch die Stadt Jerusalem ist es eine Augenweide. Einfach toll gefilmt! Auch die Kämpfe finde ich sehr gut in Szene gesetzt. Hart wie sie waren mit dem nötigen Blutgehalt. Nicht zu viel aber auch nicht zu wenig, perfekt.

        Wer Gladiator wirklich von hinten bis vorne liebt und von Ridley Scotts zweitem Historienschinken ähnliches erwartet wird enttäuscht sein. Königreich der Himmel ist ein Film, der um einiges ruhiger daherkommt. Er hat nicht den pompösen Soundtrack von Hans Zimmer und ist ebenso wenig emotional. Dieser Film geht alles ruhig daher, übertreibt die Action nicht, doch wenn sie mal kommt, ist sie dann wirklich ein Hingucker, da tadellos dargestellt. Vergleicht man ihn nicht zu sehr mit Gladiator, ist der Film nämlich absolut überdurchschnittlich gut, ja sogar sehr gut!
      • 17.01.2006 Bewertung: stern stern stern stern stern
        • Darius | Geschichtsepos mit Lücken in der Handlung
        • Ein Schmied bekommt Besuch von einem Ritter. Dieser eröffnet ihm, dass er sein Vater ist und ihn auf einen Kreuzzug nach Jerusalem mitnehmen möchte. Der Schmied lehnt erst dankend ab, überlegt es sich dann aber doch anders. Im gelobten Land sind die politischen Verhältnisse alles andere als solide, obwohl seit vielen Jahren Frieden herrscht. Wird es zu einem erneuten Kriegsausbruch kommen und wenn ja, wie würde sich der Krieg entwickeln?

          Dem Film sieht man an vielen Stellen an, dass etwas fehlt. Ein Mann liebt seine Frau und würde alles für sie tun, er geht aber nicht zu ihrer Beerdigung? Solche Passagen treten des Öfteren im Film auf. Auch so ist der Film bereits sehr lang geworden, möglicherweise wurden die besagten Stellen ein Opfer der Schere, damit der Film kinokonform wird.

          Das Problem bei diesen Schnitten ist, dass der Tiefgang der Handlung darunter leidet. So bleibt ein aufwendiges Historienepos übrig, das überwiegend durch seine bunten Bilder überzeugt und von der Spannung lebt. Einem "Lawrence von Arabien" kann dieser Film beiweiten nicht das Wasser reichen, besser als "Alexander" ist er aber auf jeden Fall.
        • 07.12.2005 Bewertung: stern stern stern stern stern
          • MoonlightKM | Sir Ridley Scott, dass können sie besser!!!
          • Die Erwartungen waren groß als ich mir den Film angesehen habe und in der ersten halben Stunde wurde ich sogar teils versöhnlich gestimmt und konnte mich mit diesem Schlachten-Epos, voll pathetischem Heldentums und großer Taten anfreunden. Doch je mehr sich der Film zum Ende hin bewegt, desto mehr wurden meine schlimmsten Befürchtungen wahr. Habe ich mir gerade „Troja 2“ angesehen? Zwar marginal verbessert als der Vorgänger, jedoch die immer selbe Leier vom gebrochenem Helden, seiner verbotenen Liebe und den exzessiven Schlachten.

            Historische Authenzität wird ja seit jeher bei „Hollywood“-Produktionen nicht groß geschriebenen, weswegen ich mich mit diesem Thema bezüglich dieses Films auch gar nicht beschäftigen will. Viel mehr will ich diese als das ansehen was es ist, einem Film!
            Großartige Schauspieler, tolle Szenarien, grandiose Sets und Dekors. Dramaturgisch gesehen ist der Film genauso gut wie jede andere Blockbuster, die uns mittlerweile überfluten. Aber hält auch alles andere bei näherem Ansehen stand? Oder bricht das Gerüst auseinander?

            Der Film beginnt mit einem atmosphärisch starken Setdesign Europas. Flache Landstriche, kalte Blau-Töne, Scott hat sein Handwerk keinesfalls verlernt. Auftritt Liam Neeson, der zu einem verlängerten Cameo antanzt und nur dazu da ist abzukratzen und somit Orlando Bloom die Krone über sein Reich zu vererben. Nach einem sehr kurzen Schiffsausflug erleidet Bloom gemeinsam mit seinen Kameraden, Schiffbruch und bleibt der einzige Überlebende. Er wandert durch die Wüsten bis er schließlich in Jerusalem ankommt und einem lächerlichen Test unterzogen wird, damit sich die Kreuzritter auch ganz sicher sind, dass es sich hierbei um Neesons Sohn handelt.
            Nun trifft er auf die mystisch angehauchte Sibylla, die auf dem Papier eine sehr blasse Figur sein muss und erst durch Eva Greens natürlicher Schönheit ein wenig facettenreicher wird. Er lernt auch den leprakranken König Jerusalems kennen, dargestellt von Edward Norton versteckt er sich unter einer Metallmaske, damit man sein entstelltes Antlitz nicht zu Gesicht bekommt.

            Auch einige andere sehr gute Leistungen werden in diesem Film verbraten. Jeremy Irons stellt den wohl rationalsten und somit klügsten Charakter des kompletten Films dar, Brendan Gleeson wiederholt seine Rolle des Arschlochs aus „Troja“ und Marton Csokas macht einen auf Tucke, bloß weil sein Name französischer Herkunft ist.
            Genau diese beiden Charaktere sind auch die größten Schwachpunkte des Films, die ein wenig mehr Hintergrund benötigt hätten. Behaftet mit Klischees und wie vom Reißbrett wirken sie, so dass man ihnen auch nichts anderes als einen qualvollen Tod wünschen kann.

            Zwiespältig ist auch der Hauptcharakter des Films, den des Balian verkörpert von Orlando Bloom. Er ist ein weitaus sympathischerer Zeitgenosse als beispielsweise Guy de Lusignan, trotzdem ist er in der ersten Hälfte des Films seltsam unnahbar, sogar noch unnahbarer als Sibylla. Doch sein Charakter nimmt eine abstoßende Seite an, als er sich ziert der Herrscher über Jerusalem zu werden und somit das Leben abertausender Menschen zu retten im Gegenzug zu dem Leben einiger widerlicher und fanatischer Herrscher.
            Nachdem Guy der König Jerusalems wird, seiner Hybris erliegt und einen aussichtslosen Kampf gegen die Moslems führt bei dem er nur verlieren kann, sterben alle Ritter Jerusalems und die große Schlacht um diesen „heiligen Ort“ kann nun beginnen. Jetzt muss Balian, den Dreck den er selber angerichtet hat aufräumen und das tut er mit unglaublich kaltblütiger Arroganz und Klischeebeladenem Heldentum, der einfach nicht in diesen Film gepasst hat. Seine heldenhafte Rede ist eine Zumutung, ebenso wie die Schlachtszenen, die darauf folgen. Die unglaublich choreografieren und wunderschönen aber dilettantisch geschnittenen Schlachtszenen sollen eine Zumutung sein?!
            Ebenso wie bei anderen großen Schlacht-Epen bin ich wohl der Einzige, der überlange und ebenso belanglose Szenarien nicht ausstehen kann. Müssen wir wirklich 45 Minuten lang, diese sich immer wiederholenden Szenen-Abfolgen erleben?

            Schlacht – Belangloses Blabla – Schlacht – Versorgung der Verletzten – Schlacht – Stümperhaftes taktisch unkluges Gerede und wieder eine Schlacht.

            So etwas bringt weder die in diesem letzten Drittel fast kaum vorhandene Handlung weiter voran, noch entfalten sich die Charaktere besonders, obwohl sie gerade in solch einer Situation meist ihr „wahres Gesicht“ zeigen würden.
            Zum Glück hat jede Schlacht auch ihr Ende und der Film nimmt in den letzten 10 Minuten ein versöhnliches Ende, was den filmischen Schaden zwar nur marginal aber dennoch begrenzen kann.

            Sir Ridley Scott, dass können sie besser!
          • 15.05.2005 Bewertung: stern stern stern stern stern
            • Gucky | Wirklich gut, aber nicht super...
            • Handwerklich ist „Königreich der Himmel“ ein wirklich gelungener Film. Ridley Scott hat mal wieder ein gutes Historienepos auf die Kinoleinwände gezaubert, wenn gleich sich „Königreich der Himmel“ nicht ganz mit „Gladiator“ messen kann. Das Hauptproblem des Streifens sind die leider nur durchschnittlichen Hauptdarsteller. Mel Gibson in „Braveheart“ und Russell Crowe in „Gladiator“ haben gezeigt, wie wichtig ein tragender Protagonist für die Gesamtqualität eines Streifens sein kann. Orlando Bloom spielt zwar nicht schlecht, aber es fehlt ihm die Ausstrahlung bzw. das Charisma eines wirklichen Helden. Selbst Eva Green, die an seiner Seite agiert kann dies nicht auffangen. Überragend sind hingegen die Nebendarsteller besetzt, sei es nun Edward Norton, Liam Neeson, Jeremy Irons oder auch David Thewlis. Manchmal wird im Film etwas dick aufgetragen, z.B. bei der sehr eindimensionalen Darstellung der Templer oder den Gleichheitsgedanken von Balian. Dennoch ist der Film spannend inszeniert und hat nur wenig Längen. Die Effekte sind als gelungen bis hin zu grandios zu beurteilen.

              Insgesamt ist „Königreich der Himmel“ ein besserer Historienstreifen der nur knapp an der bereits beschriebenen „Upper Class“ vorbeigeschrammt ist.
            • 10.05.2005 Bewertung: stern stern stern stern stern
              • Fluxxo | Ungenutzte Chancen
              • Ich habe heute den Film im Kino und gestehen und muß gestehen: Epische Filme haben nach wie vor eine Chance, ein größeres Publikum anzulocken.
                Die fantastische Photographie und die(computergenerierten) Bilder Jerusalems zur Zeit des 12. Jahrhunderts sind atemberaubend. Bilder für die große Leinwand! Da macht Ridley Scott keiner was vor. Kleckern kann er. Im Erschaffen gewaltiger Bilder ("images") ist er ein Meister. Das bewies "Gladiator". Wer saftige Schlachten liebt, mit Szenen am Rande des Sadismus (historische Genauigkeit in allen Ehren, das Weglassen kann effektiver sein), wird prächtig bedient.
                Leider hapert es mit dem Rest.
                Der Film ist leider viel zu lang. Was an sich nicht schlimm ist, solange der Plot genügend hergibt. Nur der hält sich mit Überraschungen zurück.
                Großes Problem: Ein Spannungsbogen fehlt. Was den Film antreibt, was seine Geschichte sein soll, da gibt uns Herr Scott keinen Hinweis. Absolute Fehlanzeige! Daß Religionen per se unter einen Hut zu bekommen sind, wenn es die ach so bösen Fanatiker nur nicht gäbe - das erscheint gemessen am Anspruch von Scott doch ein wenig zu dürftig und intellektuell geradezu erschreckend einfach.
                Und genau das scheint das Hauptproblem zu sein: Eine Geschichte historisch korrekt erzählen zu wollen, und keine Konfession zu beleidigen ist nicht zu wenig. Es ist auch langweilig.
                Die Vergleiche mit den heutigen Problemen aufzuzeigen um folgend in Schwertkämpfen überzugehen - da scheint mir der anscheinend historisch-religiöse Aspekt doch nur Mittel zum Zweck für pompöses Schlachtgetümmel. Zumal jeder Satz im Kampf wie in Stein gemeißelt für die Ewigkeit gedacht scheint.
                Das andere große Problem scheint der Charakter von Orlando Bloom zu sein. Wir folgen Balian auf Schritt und Tritt: in Jerusalem, als Ritter mit Besitz, als Kämpfer in der Schlacht, als "Friedens-)Schmied, als Religionsgepeinigter. Nur: Wissen wir, was ihn antreibt, was in ihm vorgeht? Nein! Das Schlimmste, was einer Hauptfigur passieren kann: Motivation ungeklärt! Bailan ist eben in Jerusalem, oder im Krieg oder in Frankreich als Schmied. Er macht, was er macht, erledigt seine Pflicht. Ob es ihm gefällt, ob er hadert, das erfahren wir aus Bailan/Bloom nicht. Was leider an der Figur, nicht an Bloom liegt.
                Die Konzession ans junge Publikum, einen neuen Star statt einen erfahrenen Schauspielers zu besetzen, schlägt fehl.
                Abgesehen von sehr stimmigen Leistungen Jeremy Irons' und Edward Nortons, fragt man sich, warum der Großteil der Rollen wie billige Klischees angelegt ist. Muß Brendan Gleeson eine dumme Karikatur spielen? Saladin ist weise, aber gewitzt (haha)...
                Der philosophische Unterbau, der "Gladiator" durch seine Hauptfigur Maximus jenseits der Effekte und Kämpfe reizvoll machte, fehlt leider komplett. Und dies bei einem Film, der die historisch belegte, komplexe Koexistenz dreier Konfessionen behandelt!
                So ist der Film von Ridley Scott prächtig anzuschauen; er bleibt leider zu dünn und ist als (zugegeben prächtige) visuelle Schablone für die Zeit der ersten Kreuzüge nicht nur intellektuell enttäuschend.
              • 07.05.2005 Bewertung: stern stern stern stern stern
                • a.g.wells | Königreich der Himmel
                • „Königreich der Himmel“ (Kingdom of Heaven)

                  Ridley Scott, bekannt für modernes Erzählkino, beschäftigt sich in seinem neuen Epos mit der Saga der Kreuzzüge. In einer Mischung aus historischer Wahrheit und fiktiver Erzählung hat er zusammen mit Drehbuchautor William Monahan den uralten Mythos des Rittertums zum Leben erweckt. Der Film spielt im Jahre 1186 kurz vor dem dritten Kreuzzug.

                  Erzählt wird die Geschichte von Balian (Orlando Bloom). Er ist Hufschmied in Frankreich und hat Frau und Kind verloren. Und darüber fast seinen Glauben. Der Religionskrieg im fernen Morgenland interessiert ihn nicht. Doch er wird trotzdem mit hinein gezogen. Der Ritter Godfrey von Ibelin (Liam Neeson) taucht in seiner Schmiede auf und eröffnet ihm, dass er sein Sohn ist.

                  Balian bricht zusammen mit ihm ins ferne Jerusalem auf. Auf dem Weg dorthin wird Godfrey bei einem Gefecht schwer verwundet und macht Balian vor seinem Tod noch zum Ritter und Erben. In Jerusalem angekommen lernt er die Schwester von König Baldwin IV, Sybilla (Eva Green) kennen und lieben. Nach dem Tode des leprakranken Königs wird Guy de Lusignan (Marton Csokas) sein Nachfolger. Er bricht den Frieden der mit Saladin (Ghassan Massoud) vereinbart wurde und wird in der folgenden Schlacht bei Hattin vernichtend geschlagen.

                  An Balian liegt es jetzt Jerusalem gegen die Übermacht der Sarazenen zu verteidigen. Mehrere Angriffe kann er gegen die Übermacht abwehren. Doch als die Mauern von Jerusalem fallen handelt er mit Saladin einen Waffenstillstand und freies Geleit für alle Bewohner und seine Kämpfer aus.

                  Ein Historienepos wie es nur ein Regisseur wie Ridley Scott auf die Leinwand bringen kann. Mit hervorragenden Schauspielern und in gekonnter Erzählweise, dass diese Epoche der Kreuzzüge wieder lebendig werden lässt.

                  145 Minuten ein mittelalterlicher Actionstreifen mit realem Hintergrund.

                  Ab 05. Mai 2005 im KINO.

                  A.G.Wells
                • 27.04.2005 Bewertung: stern stern stern stern stern
                    WERBUNG

                      • | Userwertung

                      Wertung: 8.1/10 (29 votes)

                      • | Cinefacts bei Facebook
                      Facebook Logo
                        • | WEITERE INFOS
                            •   AKTIONEN