Obwohl ich Ami-Remakes fast immer absolut furchtbar finde (wie etwa "The Ring"), hat mir diese Fassung von The Grudge erstaunlich gut gefallen; die Story ist IMO sogar etwas aufgeräumter (es fehlt z.B. die extrem konfuse Storyline mit den japanischen Schulmädchen) und die Erklärung für die Ursache des Fluchs finde ich ebenfalls ein wenig besser umgesetzt. Sehr gelungen fand ich auch die Besetzung vieler Nebenrollen: Bill Pullman, Ryo Ishibashi, Clea "Carnivale" DuVall, Grace "Twin Peaks" Zabriskie. Selbst Sarah "Buffy" Michelle Gellar macht in der Hauptrolle eine sehr gute Figur, indem sie sich schlichtweg etwas zurücknimmt und die scheue Austauschstudentin sehr minimalistisch und dadurch recht gelungen spielt.
Guten Horror der abseits des Mainstream angesiedelt ist und auch noch ohne Blutorgien auskommt lässt sich schwer finden. So lag es nahe mir dann auch Ju On anzusehen. Nachdem ich mir Ringu, Into the Mirror und auch Inner Senses zur Gemüte führte hoffte ich hier nun endlich mal Abwechslung verabreicht zu bekommen. Doch weit gefehlt.... Zum Inhalt oder zur Story lässt isch nicht viel erzählen: denn es existiert keine. Die Aufteilung in einzelne Episoden und Blickweisen ist noch das innovativste an dem Schmatfetzen. Talentfreie Schauspieler geraten aufgrund hervorpreschenden Katzen oder klingelnden Telefonen in Panik (hatten wir das eine oder andere mal schon) oder fallen in Ohnmacht. Spätestens nach 15 Minuten zuckt der Finger über der Fernbedienung wenn der erste Geist auf allen vieren durchs Haus schleicht. Haben asiatische Geister generell Probleme mit den Gelenken oder warum kriechen oder krabbeln die alle? Ausserdem scheinen sie alle den selben Kosmetiker zu besuchen. Warum gerät ein erwachsener Mann aufgrund bleichen Menschen so in Angst und Schrecken, Geist hin oder her? Den Amerikanern muss ich zumindest zu Gute halten, dass sie verstehen (oder zumindest versuchen) Charaktere aufzubauen, was fast allen asiatischen Horrorfilmen bisher völlig abgeht. Vergeudete 90 Minuten.
13.07.2006
Bewertung:
Fox Mulder| So geschockt wurde ich schon lange nicht mehr
Gestern hab ich mir, nach The Ring 2, ein weiteres Remake eines japanischen Horrorfilms angesehen. Schonmal vorweg: The Grudge ist um Längen besser. Mir gefällt es sehr, dass bei der Umsetzung das japanische Flair nicht verloren ging. Man fühlt sich wirklich in Japan versetzt und fühlt auch wirklich einen Hauch der japanischen Kultur. Liegt natürlich auch daran, dass der Regisseur Takashi Shimizu, der auch schon das Original gedreht hat, viel von Japan in den Film integriert. Was bei The Ring 2 nicht geklappt hat, funktioniert hier meiner Meinung nach ausgezeichnet. Die Story ist eigentlich nichts spezielles, liefert aber eine sehr gute Basis für gruselige Momente. Davon gibt’s bei The Grudge zuhauf und ich wurde ein paar Mal so richtig geschockt. Die Atmosphäre wird vor allem mit dem Sound aufgebaut. Wer also ein 5.1 Soundsystem sein Eigen nennt, hat ganz klar Vorteile bei der Atmosphäre. Soundtechnisch wirklich eine der besten DVDs auf dem Markt. Die Geschichte nutzt sehr viele Rückblendungen um sie voranzutreiben. Das hält den Film immer interessant und den Zuschauer wach. Der Soundtrack von Christopher Young trägt ebenfalls sehr zum Ambiente bei und passt perfekt zum gruseligen Setting. Die Schauspieler, angefangen bei Sarah Michelle Gellar sind allesamt sympathisch und spielen gut. Sie hat die Rolle der Pflegerin Karen inne und verkörpert diese überzeugend. In dem Genre hat sie ja auch schon reichlich Erfahrung sammeln dürfen.
The Grudge hat mich wirklich überaus positiv überrascht. Die Spannung ist durch und durch aufrecht und hält einem bis zum Ende an der Stange. Auflösungen gab es auch schon schlechtere, schauspielerische Leistungen in einem Horrorfilm ebenfalls und die Art wie die Geschichte erzählt wird, gefiel mir auch sehr gut. Wer mal so richtig geschockt werden möchte, der sollte sich diesen Film unbedingt anschauen. Vorausgesetzt man ist im Besitz von Surround Sound. Dann ist der Spuk nicht mehr aufzuhalten. Ich jedenfalls, freue mich schon tierisch auf den Nachfolger und bin zuversichtlich, dass er ähnlich gut wird.
Vielleicht war ich auch einfach nicht in der richtigen Stimmung für diesen Film. Aber irgendwie wollte ich mich nicht gruseln. Lediglich die Schockeffekte kamen bei mir an. Klar, tun sie ja immer irgendwie ;). Der Film mag zwar ganz gut gemacht sein, aber irgendwie ist es schon dreist, dass man das Original wirklich nahezu 1 zu 1 kopiert hat. Da sind sogar die meisten Einstellungen absolut identisch. Vielleicht war es auch deshalb nicht so spannend, eben weil man schon genau wusste was denn nun passiert und was nicht. Ich denke wenn man den Film das erste Mal sieht, dann wird es ein Kracher. Denn im Prinzip müsste er sehr spannend sein. Lag vermutlich echt nur an der hellen Sonne die draussen vor meinem Fenster geschienen hat.
Wer sich wieder einmal gerne richtig gruseln möchte, der soll sich diesen Streifen reinziehen. Gänsehaut ist vorprogrammiert. Die Schockeffekte sind reichlich vorhanden. Die Handlung ist leider zu schnell vorausschaubar. Die Tricks wirken manchmal etwas zu abgehakt und billig. Haben die japaner wohl noch nicht so drauf. Aber wie gesagt, da kann man drüber hinwegsehen. Ein überdurchschnittlich guter Streifen
Es ist schon lange her, als mich zuletzt ein Horrorfilm wirklich gruselte. Der Film "The Grudge" schaffte es während seiner gesamten Länge. Die aufgebaute Spannung und immer wieder gestreute Schockszenen lassen den Zuschauer zusammen zucken. Dies ist auch spürbar die Intention des Films und er erfüllt diesen Part mehr als ausreichend.
Wo Licht scheint, ist meist auch Schatten. Obwohl die Story sehr spannend umgesetzt wurde, ist eine Storyline kaum vorhanden. Worum es geht wird zwar ausreichend erklärt, es gibt aber keinen Lösungsansatz für das im Film aufgeworfene Problem an sich.
Dieser Film ist nichts für schwache Nerven, aber die Story ist so dünn wie ein Kartoffel-Chip.