Zuerst einmal eine Warnung: Dieser Kommentar enthält Spoiler! Wenn Sie den Film noch nicht kennen, geschieht das Weiterlesen auf eigene Gefahr!
Um ehrlich zu sein: Mir fällt es noch ein wenig schwer, dem Film eine Bewertung zu geben. Ich tendiere eher zu 4 Sternen, aber wiederum nach dem Verhältnis Erwartung/Ergebnis sinds eher 3,5 Sterne.
Zuerst zum Positiven: Jodie Foster und die anderen Darsteller (u.a. Sean Bean) machen ihre Sache wirklich gut. Und in der ersten Hälfte (sogar noch etwas drüber) ist der Film wirklich spannend und man fragt sich, ob sich die Frau nicht wirklich in ihrer Trauer alles nur eingebildet hat.
Doch dann kommt, meiner Meinung nach zu früh, der Moment, in dem man sieht, dass alles keine Einbildung war, dass ihre Tochter wirklich noch lebt. Und ab diesem Moment lässt die Spannung nach. Naja, ist ja irgendwie klar, dass Jodie und ihre Tochter überleben werden - es geht halt nur noch darum, den Bösewicht loszuwerden. Und hab ich einen Moment nicht richtig aufgepasst oder wird gar nicht genau erklärt, was der Bösewicht überhaupt im Sarg von Jodies Ehemann schmuggeln will? Und außerdem: Die Gleichgültiglkeit der anderen Passagiere, gut so etwas soll es geben, aber das von den vielen Passagieren, spätestens nach der Durchsage, nicht einer zu ihr oder zum Piloten kommt und sagt "Hey, ich habe das Kind gesehen, wie es mit der Mutter einstieg" oder "Ich habe vorhin gesehen, wie ein Mann mit einem Kind durch den Gang ging", dass finde ich dann wiederum doch etwas unglaubwürdig.
Alles in allem ein solider Thriller, der noch etwas besser hätte sein können, wenn noch einige Logiklöcher gestopft worden wären und die Auflösung, dass das Kind noch lebt, ein wenig später erfolgt wäre.
Wertungstechnisch habe ich mich jedenfalls jetzt entschieden - es gibt von mir gute 3,5 Punkte, mit Tendenz zu 4 Punkten (eher so 3,75 oder 3,8 Punkte)...
Von der Thematik her erinnert Flightplan sehr an The Forgotten mit Julianne Moore. Auch dort sucht eine Mutter verzweifelt nach ihrem Kind das plötzlich spurlos verschwunden ist. Verglichen mit The Forgotten gefällt mir Flightplan aber besser. Der deutsche Regisseur Robert Schwentke hat es sehr gut verstanden, eine tolle Atmosphäre aufzubauen, obwohl man sich immer am gleichen Ort befindet. Wie er im innern des Flugzeuges filmt fand ich sehr eindrücklich. Tolle Kamerafahrten und Schnitte geben dem Geschehen die nötige Dynamik. Jodie Foster, die einmal mehr die Rolle einer Mutter übernehmen darf, spielt sehr solide. So wie man es von ihr gewohnt ist. Von Sean Bean, der wieder einmal eine Nebenrolle einnehmen durfte, kann man das Selbe behaupten. Ihm würde ich wirklich mal eine grössere Rolle wünschen. Einer meiner Lieblingsnebendarsteller, da er einfach immer glaubwürdig spielen kann. Gleiches ist von Peter Sarsgaard zu behaupten und Kate Beahan darf den sexy Part des Filmes spielen. Somit ist alles an Bord, um einen spannenden Thriller zu erzählen. Allerdings haben sich auch in diese Erzählung Logiklöcher eingeschlichen. Die Frage ist nur, kann man darüber hinwegsehen oder nicht. Wenn ja, dann unterhält der Film wirklich bis zur letzten Minute. Von dem Zeitpunkt an, an dem man erfährt was eigentlich wirklich los ist, nimmt die Spannung natürlich ein wenig ab. Das Ende ist dann aber glücklicherweise eh nicht mehr weit entfernt.
Flightplan hat meine Erwartungen sogar ein wenig übertroffen. Ich dachte erst, es sei wieder eine typische und altbekannte Einbildungsgeschichte. Doch Glücklicherweise war dem nicht so. Die Schauspieler sind allesamt überzeugend und die Atmosphäre im Flugzeug wurde vorzüglich gestaltet. Zur guten Atmosphäre trägt vor allem auch die tolle Inszenierung im Flugzeug bei. Ein Film den man sich wirklich bedenkenlos anschauen kann.
06.03.2006
Bewertung:
Spacewalker| Jodie Foster zeigts mal wieder den Holywood-Tussi's
grandiose Leistung von Jodie Foster die wieder einmal zeigt dass sie vom Talent her die beste weibliche Darstellerin ist, durch Ihre glaubhafte Darstellung wird ein guter Thriller noch besser