Tom Cruise spielt einen geschiedenen Hafenarbeiter, der sich nur wenig um seine Kinder kümmert. Gelegentlich muss er jedoch auf diese aufpassen und gewinnt dabei regelmäßig den Preis des schlechtesten Vaters aller Zeiten. Ein solcher Tag ist wieder, nur diesmal gehen ihm nicht nur seine Kinder auf die Nerven, sondern Außerirdische wollen die Menschheit vernichten und die Erde in ihren Besitz nehmen. Die gemeinsame Flucht beginnt.
Die Geschichte des Films weißt schon zu Beginn des Films einige Lücken auf. Wie können tausende Roboter unbemerkt Millionen von Jahren unter der Erde liegen? Woher kommen die Außerirdischen? Wie sind diese auf die Erde gereist und warum hat das Militär nichts davon bemerkt? Solche Fragen hätte Roland Emmerich sicherlich beantwortet oder angedeutet, dieser Film jedoch nicht. Das ist zumindest schon mal schade.
Es ist dieser Filmproduktion anzusehen, dass mit Geld nicht gespart wurde. Die Spezial-Effekte sind großartig und Szenen wie das Set mit dem abgestürzten Flugzeug lassen nur erahnen, wie viel Arbeit in ihnen steckt. Eine von vielen Zuschauern bemängelte Szene ist ein großer Kampf zwischen den Menschen und den Robotern hinter einem Hügel. Dieser Kampf wird nicht gezeigt, obwohl ihn jeder gerne sehen möchte. Aber genau darum geht es in dieser Szene, denn Tom Cruise kämpft verbal mit seinem Sohn, der auch nur einen kleinen Blick auf die andere Seite verwerfen möchte. So kommt es, dass Tom Cruise nicht schaut - aus seinem Blickwinkel wird der Film gezeigt - und auch der Zuschauer nicht sieht, was dort passiert.
Der Schluss des Films und damit der Sieg der Menschen über die Maschinen kommt etwas zu überraschend. Auch ist es mir nicht ganz schlüssig, warum eine so Weitentwickelte und intelligente Rasse keine Vorsorge getroffen oder ausreichende Analyse durchgeführt hat. Selbst die heutige NASA hätte das Problem, dass zur Auslöschung der Außerirdischen führt, vor dem Besuch auf einem fremden Planeten berücksichtigt.
So bleibt am Schluss ein spannender Science-Fiction mit tiefen Löchern in der Handlung. Es lohnt trotzdem diesen Film zu sehen, alleine schon wegen der Effekte und der mühsam aufgebauten Kulissen.
Eigentlich habe ich ihn mir ja nicht ansehen wollen, nachdem einige Bekannte gesagt hatten, der Film wäre richtig mies. Zum Glück gebe ich selten etwas auf die Meinung anderer.
Da bin ich jetzt echt platt. Ich hatte eine Spielberg-Variation von "ID4" erwartet und dann doch einen richtigen Terrorfilm gesehen. Spielberg hat es vorzüglich geschafft, die Panik und Aussichtslosigkeit darzustellen. Eine Wohltat, endlich mal einen Invasionsfilm zu sehen, in dem die Menschen nicht den Hauch einer Verteidigungschance haben. Dazu diese fiese Idee mit dem Dünger und der Totschlag - das Spielberg das durchgezogen hat - und die super Darsteller, herrlich! Dakota Fanning ist eh nicht von dieser Welt und sogar Cruise fand ich richtig gut; und das, nach dem ganzen Zirkus mit Katie Holmes.
Respekt.
17.08.2005
Bewertung:
chridimi| Klischeelastiger Sommerblockbuster: Es lebe der Kommerz!
Der Hauptcharakter des Films ist der geschiedene Kranführer Ray Ferrier alias Tom Cruise. Über das Wochenende muss er auf seine zwei Kinder aufpassen, da die Ex-Frau mit ihrem neuen reichen Lover(dies ist übrigens eines der massenhaft vorhandenen Film-Klischees in "Krieg der Welten") ein ungestörtes Wochenende verbringen will. Dann kommen die bösen bösen Aliens mit ihren Zertörungmaschinen, vor denen es zu fliehen gilt. Natürlich entkommen die drei immer wieder ganz knapp dem Tod, dazu gibts immer wieder mal einen dieser coolen Superhelden-Sprüche... Und zum Schluss gibt es natürlich ein tolles Happy End: Die Aliens sind vertrieben, die Familie ist unversehrt,...
Steven Spielberg und Tom Cruise hatten beide gerade nichts zu tun, also wurde in 7 Monaten mal schnell "War of the Worlds" produziert. Man wollte eine gelungene Mischung aus "Independence Day" und "Signs" schaffen. Allerdings ist das Ergebnis einfach peinlich!
Voll von Klischees und unzähligen Logiklücken, die den ganzen Streifen ins lächerliche ziehen, hat dieser kommerzlastige Sommerblockbuster nur 1/5 Sternen verdient.
28.07.2005
Bewertung:
Fortinbras| Optisch gewaltig, aber inhaltlich nicht zu 100% überzeugend
Die Spezialeffekte sind eine Wucht, auch die Atmosphäre weiß zu überzeugen. Nicht zu überzeugen wissen jedoch einige Logiklöcher und Längen im Film, sowie das vollkommen überraschende (und vor allem abrupte) Ende. Trotzdem: Kann man anschauen.
05.07.2005
Bewertung:
-Commander-| Sehr guter Popcornfilm mit bedrückender Atmosphäre
Endlich mal eine Apokalypse ohne grosses Vorspiel. 5 Minuten lang wird nen bissel geredet und nen paar Charaktere werden vorgestellt. Und das reicht auch erstmal für den Anfang. Und direkt danach bricht dann im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los. Mit einer ziemlichen Wucht und absolut perfekter akkustischer Untermalung (Vor allem die Effekte hauen einem da echt aus dem Kinosessel) muss der Zuschauer ansehen wie die Kampfmaschinen der Ausserirdischen so ziemlich alles vernichten was ihnen vor die Linse kommt. Mitten drin in dem Getümmel befindet sich Ray Ferrier (gespielt von Tom Cruise) und seine beiden Kinder Rachel und Robbie (Dakota Fanning und Justin Chatwin). Es gelingt ihnen ein Auto ans Laufen zu bekommen (Der Rest ist auf Grund eines EMP ausser Betrieb) und flüchten vor der Vernichtung. In den ruhigen Momenten des Films liefern Cruise und vor allem Dakota Fanning eine wirklich gute Leistung ab. Es muss wirklich schwer sein sich auszumalen wie ein Mensch in einer solchen Situation reagiert. Doch Cruise und Fanning geben eine glaubhafte Darstellung ab. Je weiter die Lauflänge fortschreitet umso aussichtsloser erscheint die Situation. Schliesslich können Ferrier und seine Tochter im Keller eines Hauses Unterschlupf finden. Gemeinsam mit Ogilvy (Tim Robbins) verstecken sie sich. Und hier kommt zum ersten Mal auch etwas Tiefe ins Spiel. Sofern man das von einem Blockbuster wie "Krieg der Welten" sagen kann. Doch leider gehen die Gespräche hier nicht tief genug. Einige interessante Ansätze sind zu erkennen aber werden nicht weiter ausgeführt. Dort beginnt auch so langsam der Wendepunkt des Films. Absolute Hoffnungslosigkeit weicht urplötzlich einer erkennbaren Chance die Ausserirdischen zu besiegen. Und da wären wir auch schon an einer der beiden Schwachstellen des Films. Dieser Wechsel geht eindeutig zu schnell voran. Im einen Moment noch ist die Welt verloren und einen Moment später werden die Maschinen besiegt. Klar, die letztliche Auflösung für diesen Sieg lässt keine andere Inszenierung zu, doch trotzdem beginnen dort einige Ungereimtheiten. Wieso zum Beispiel sind plötzlich die Schutzschilde der Maschinen nicht mehr aktiv? Und wieso existiert Boston noch, und andere wesentlich kleinere Städte sind längst komplett vernichtet? Ok, man sollte vielleicht nicht zuviel Logik in einer solchen Geschichte suchen, aber das hätte man auch besser machen können. Der zweite Kritikpunkt ist vielleicht nicht mal ein wirklicher Kritikpunkt. Wenn man einen Film über die Apokalypse dreht in dem fast die ganze Welt in angsterzeugenden Bildern untergeht, wieso filmt man das Ganze nicht in Cinemascope? So hätten die Bilder vermutlich noch eindrucksvoller gewirkt als sie es ohnehin schon sind. Ansonsten kann man Janusz Kaminski diesmal nur gratulieren. Bis auf einige sehr stark überstrahlte Aufnahmen zu Beginn des Films konnte ich keine schlechten Szenen erkennen. Zum Glück haben er und Spielberg entschieden auf die für Kaminski typische Grobkörnigkeit des Films zu verzichten. Ansonsten wird ein ziemlich trostloses Bild gezeichnet, dass die Stimmung der Welt sehr gut wiederspiegelt. für einen Blockbuster dieser Art hätte der Score eventuell ein wenig imposanter klingen können, jedoch ist er ohnehin etwas unter den vehementen Soundeffekten untergegangen. Die CGI Effekte sind zwar recht zahlreich, aber zum Glück in den meisten Fällen sehr gut und unauffällig. Lediglich ein paar kleine Szenen sind negativ aufgefallen (Die Brücke am Anfang, einige Szenen im Wasser). Sehr wunderlich für den Blockbuster des Jahres. Aber gut so. Leider kann ich zu der Originalverfilmung nichts sagen, da ich diese noch nie gesehen habe, insofern fällt auch ein Vergleich aus. Jedoch kann man ruhigen Gewissens sagen, dass Spielberg es mal wieder geschafft einen sehr guten Film abzuliefern, der alle Sinne fordert. Vielleicht hätte dem Film etwas mehr Tiefe nicht geschadet, aber auch so ist er absolut zu empfehlen, da es eben nicht nur ein reiner "Kopf aus, Popcorn rein"-Film ist.
Es lohnt sich nicht angucken! Bin voll entauscht. Null handlung, sinnlose dialoge. Hollywood hat es geschaft, aus eine der besten Erzählung einen miserablen Film zu produzieren!...schade um das Geld!
03.07.2005
Bewertung:
Fox Mulder| Actioner der Superlative mit desaströsem Ende!
Der Film beginnt mit der Einführung der getrennten Familie und beschreibt die Personen wirklich gut. Alles ist Spielberg typisch herrvorragend in Szene gesetzt. Der wohl beste Moment des ganzen Filmes, ist dann ebenfalls in der ersten Hälfte, als man zum erstenmal einen Tripod vor sich sieht...Genial! Und die ganzen daruaffolgenden Zerstörungsszenen sind so fett in Szene gesetzt! Ohne die, wäre der Film wohl ein Komplettabsturz. Auch Dakota Fanning trägt dazu bei, dass mir der Film gefiel. Sie spielt einmal mehr einfach super und Tome Cruise hat auch eine seiner besseren Rollen. Hälfte zwei jedoch wird dann ein wenig zähflüssig und das Aussehen der Aliens ist auch nichts Neues! Vom Ende will ich gar nicht erst reden. Ausserdem Logikfehler en masse! Ich kann über diese Mängel aber knapp noch hinwegsehen, andere werden aber womöglich komplett enttäuscht sein.
02.07.2005
Bewertung:
daniel_droege| Leider nicht der erhoffte Blockbuster
Um es kurz zu machen, ich bin einfach nur enttäsucht von diesem Film. Die Trailer die es gab ließen wirklich einen großartigen Film versprechen, aber dies wurde meiner Meinung nicht gehalten. Die erste halbe Stunde geht noch in Ordnung, aber der Rest des Films ist in meinen Augen nicht sehenswert. Verstehe auch nicht wie man da 5 Punkte geben kann, aber Geschmäcker sind ja Gott sei Dank verschieden. Schade, ich hatte mich wirklich auf den Film gefreut, doch leider wurde ich bitter enttäuscht.:(
Daher 2 Punkte für den gelungenen Beginn, aber mehr sind leider nicht drin!
Hätte man den so groß angekündigten KRIEG der Welten auch auf der Leinwand gesehen, wäre es mit Sicherheit einer der Blockbuster der letzten Jahre geworden. Doch Kampfhubschrauber, HumVees und Solodaten die sich in eine Schlacht hinter dem Hügel stürzen und dann (für den Zuschauer unsichtbar !!!) vernichtend geschlagen zurückkommen ist in der heutigen Zeit des machbaren lächerlich. Hätte Spielberg seinen Film als spannenden Mystery-Thriller angekündigt ... OK! Aber nicht als Sci-Fi- Actioner des Jahres. Doch die Krönung des Ganzen ist der Pseudo-anspruchsvolle Schluss ... aber sehen sie sich das ruhig selbst an ...!